Archiv der Kategorie: Schnellinfo

Rudermeisterschaften in Krefeld

Ausgabe 55/2016

Von Harald Schwager

 

Zwei vierte Plätze für Julia Hoffmann bei DM

Tolles Herbstwetter, spannende Wettkämpfe, super Organisation und eine gute Atmosphäre machten die nationalen Ruder-Meisterschaften auf dem Elfrather See in Krefeld zu einem schönen Erlebnis an dem auch Julia Hoffmann teilhaben durfte. Ein starkes Teilnehmerfeld sorgte beim Saisonabschluss für spannende Wettkämpfe. Nachdem die Medaillen bei den Großbootrennen am ersten Regattatag vergeben wurden, stand am zweiten Tag die 350 m lange Sprintdistanz auf dem Programm.

Kurzfristig und völlig überraschend musste Julia Hoffmann, sie hatte sich auf die Sprintmeisterschaft im Einer vorbereitet, am ersten Tag über die 1000-Meter-Distanz ran. Im Frauen-Doppelvierer ohne Steuerfrau A verstärkte sie aufgrund eines Ausfalls in der Renngemeinschaft RV Konstanz/Hanauer RC/Limburger CfW/RG Speyer das Trio mit Sophia Krause, Cara Pakszies und Maximiliane Horz. Das Quartett um Julia Hoffmann harmonierte auf Anhieb und lieferte im top besetzen Feld ein sehr gutes Rennen ab. Letztlich reichte es im Endlauf der Deutschen Großbootmeisterschaften mit einer Sekunde Rückstand auf die Renngemeinschaft Hanauer RC/RV Waltrop in 3:18,16 Minuten leider nur zum undankbaren vierten Platz.

Bei den Deutschen Sprintmeisterschaften über die 350-Meter-Distanz erreichte Julia Hoffmann im Frauen-Einer A nach einem zweiten Platz im Vorlauf mit einem Sieg im Hoffnungslauf das Finale. Im Finale gab es ein ganz enges Rennen. Erneut gab es nur den undankbaren vierten Platz für die Speyererin. Die Uhr blieb nach 1:30,29 Minuten stehen und die Bronzemedaille, die an Kaya Doreen Treder vom RV Hameln ging, war um vier zehntel Sekunden verfehlt. Es siegte Leonie Neuhaus vom Essen-Werdener RC in 1:28,89 Minuten.

Julia Hoffmann zeigte sich dennoch zufrieden und sagte „die Rennen im Einer waren ok, über den Doppelvierer habe ich mich gefreut, schade, dass es zwei Mal nur zu Rang vier reichte.“

Abrudern

Hiermit laden wir alle Ruderer und Freunde der Rudergesellschaft zum traditionellen Abrudern der Saison 2016 am

Samstag, den 05. November 2016

ins RGS-Bootshaus ein.

14:00 Uhr Treffen der Ruderer mit Ausfahrt auf den Rhein“
15:30 Uhr Bootstaufen mit anschließendem gemütlichem Beisammensein.

Der Vorstand

Alfred Zimmermann / Peter Josy

Kuchenspenden und „fleißige Hände“ werden gerne angenommen. Hierzu bitte Rückmeldungen an unseren Vergnügungswart: volker-rgs@online.de“

Bocksbeutel-Regatta

                                                                                                                Ausgabe 53/2016

    von Harald Schwager

Zweite Plätze bei der 82. „Bocksbeutel“-Langstreckenregatta

Mit zwei Booten waren wir bei der „Bocksbeutel Langstrecke“ auf dem Main bei Würzburg über die 4500 Meter-Strecke vertreten. Gestartet wurde trotz Niedrigwasser und geringer Strömung bei Randersacker, Stromkilometer 258,2, das Ziel wurde bei der Bayernbucht, Stromkilometer 253,7 durchrudert.

Frank Durein startete im Masters-Einer E, zeigte ein technisch sauberes Rennen, das er nach 19:37 Minuten als Zweiter hinter Bernhard Klinger, Frankfurter RG Germania, beendete.

Der Masters-Achter C RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau ging in der in der Besetzung Peter Faber, Lars Seibert, Arnd Garsuch, Martin Gärtner, Ingo Janz, Harald Schwager, Lutz Fiedler und Thomas Dresel an den Start. Die Steuerseile bediente Frank Durein. Mit Schlagzahl 36/Minute und 1:35 Minuten/500 Meter ging es auf die Strecke, nach 500 Metern ruderte die Crew, permanent von Frank Durein gefordert, die nächsten 3 ½ Kilometer mit einem 32er Schlag, um dann auf den letzten 500 Metern wieder auf Schlagzahl 36/Minute zu steigern. Nach 14:26 Minuten war die Ziellinie überrudert. Das bedeutete Rang zwei hinter der Frankfurter RG/Hersfelder RV/Heidelberger RK, die mit Regattabestzeit von 14:17 Minuten siegte. Der drittplatzierte Achter aus Würzburg/Zellingen lag mit 14:56 Minuten weit zurück, gefolgt von Hameln/Rinteln in 15:05 Minuten.

Die Crew war mit dem Rennverlauf sehr zufrieden. „Das Boot lief, Frank Durein hat Ideallinie gesteuert und uns stets an die Grenze des Leistbaren gebracht“, resümierte die Achtermannschaft.

Südwestdeutsche Meisterschaften

 

Ausgabe 51/2016

von Harald Schwager

  

3 Südwest-Titel für die RG Speyer

Auf dem Niederhausener Stausee bei Bad Kreuznach trafen sich die Ruderer des „Südwesten“, um die Südwestdeutschen Meisterschaften auszufahren. In den Kleinbooten ging es dabei traditionell über die 1000-Meter-Distanz, während die Großbootrennen über die 500-Meter-Strecke ausgetragen wurden.

Aufgrund von Verletzungspech war die RGS nur mit einem sehr kleinen Team angereist. Gerade einmal vier Ruderer konnten um die Südwest-Titel mit rudern. Juniorin A Alicia Bohn, Seniorin A Julia Hoffmann und die beiden Masters Martin Gärtner und Harald Schwager gingen bei widrigen Bedingungen aufs Wasser. Immer wieder durchnässten Regenschauer die Ruderer. Brrrrr.

Als erste durfte Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer A auf die 1000-Meter-Strecke gehen. Das Finale wurde eine sehr einseitige Angelegenheit für die Deutsche Jugendmeisterin und Silbermedaillengewinnerin bei Europa- und Weltmeisterschaften im Einer. Früh machte Alicia Bohn alles klar und siegte in 3:44,11 Minuten, mit einigen Bootslängen vor dem Boot des Koblenzer RC Rhenania, gefolgt von zwei Einern des RV Saarbrücken. Rainer Bohn wieder als Regattafotograf dabei, „beklagte“ sich ein wenig, dass er keine vernünftigen Rennfotos schießen konnte, da für ein Foto mit Gegnerinnen ein Weitwinkelobjektiv notwendig gewesen wäre. So darf´s auch ´mal sein.

Den zweiten Titel sicherte sich Julia Hoffmann, die im Finale des Frauen-Einers A unterwegs war. Am nächsten kam Julia Hoffmann noch Lena Reuß vom Koblenzer RC Rhenania. Am Ende lag Julia Hoffmann mit einer Länge vorn. Die drittplatzierte Maike Stanischewski, Mainzer RV, folgte weitere 3-4 Bootslängen zurück.

Den dritten Streich ließen Martin Gärtner und Harald Schwager im Masters-Doppelzweier folgen. Die beiden Speyerer distanzierten das Duo vom Creuznacher RV deutlich, landeten einen Start-Ziel-Sieg, mit exakt elf Sekunden Vorsprung. Nach dem Rennen kommentierte Schlagmann Martin Gärtner „etwas entspannter war ich erst ab etwa der 750 Meter-Marke, auch wenn sich die Strecke zog, ich habe immer mit der entscheidenden Attacke der Gegner gerechnet, doch sie kam nicht“.

In den Finals des Frauen-Achters A und des Frauen-Vierers ohne Steuerfrau A ruderte Julia Hoffmann in Renngemeinschaften jeweils auf dem Silber-Platz. Spannend für die Zuschauer war dabei besonders der Vierer, da die ersten drei Boote um die Führung rangen und innerhalb einer Bootslänge ins Ziel kamen, nur das nachfolgende Boot lag deutlicher zurück. Im Achter kam die Equipe um Julia Hoffmann mit drei Sekunden Rückstand auf das führende Boot ins Ziel.

„Wir waren zwar nur mit kleinem Team bei den Südwestdeutschen Meisterschaften vertreten, dafür durften wir aber alle einen Titel mit nach Speyer nehmen“, zeigten sich die RGS-Starter sehr zufrieden.

45. Düsseldorfer Rheinmarathon: Silber für Frauenmannschaft und Kapriole des Schicksals

Wie transportiert man ein Boot nach Leverkusen zum Rheinmarathon? Ja klar, man rudert es hin!

Am Sonntag den 25. September fängt das „Trainingslager“ Rheinmarathon an. Die Speyerer Besetzung, Steffi, Günter, Reinhold und Ingrid, unterstützt von Harald Schewski (Rudergesellschaft Heidelberg) startet vom Alten Hafen Speyer nach Erfelden. Die ersten 84 km Ausdauertraining mit hohen Wellen und regem Schiffsverkehr werden gemeistert. Die gute Leistung wird abends in der Altrheinschänke gemeinsam mit den Wanderruderfreunden gefeiert.

Jetzt wechselt die Mannschaft. Ingrid ruft das Berufsleben. Andrea, zurück von einer Wanderruderfahrt in Saalburg, steigt ein. In 5 weiteren Rudertagen bewältigen wir die Strecke Erfelden – Leverkusen und 210 Rheinkilometer. Gut geeicht auf hohe Wellen, regen Schiffsverkehr und teilweise heftigen Gegenwind können wir mit unserem intensiven Ausdauertraining zufrieden sein.

Am Freitag nutzt unsere Renngemeinschaft bestehend aus Steffi, Ursel Ries vom Mündener Ruderverein e.V.   und mir die 45 km von Bonn nach Leverkusen als letzte Trainingseinheit. Die Einstellungen im 100% Pälzer werden überprüft, der Schlag abgestimmt.

Angekommen beim RTHC Bayer-Leverkusen werden zunächst die Boote der Wanderruderfahrt abgeriggert, bevor der 3er Mary-Ann aus Ludwigshafen und unser 100% Pälzer für den Rheinmarathon vorbereitet werden. Die Ausleger abgeklebt, die Abdeckung festgetapet und ganz wichtig für Samstag: die elektrische Pumpe eingebaut und getestet. Wir sind bereit.

Freitagabend ist unsere Renngemeinschaft dann komplett. Katrin Martinen und unsern Steuermann Ulrich Rothe von der Wanderrudergesellschaft Die Wikinger e.V. treffen wir in Köln in der Schreckenskammer. Bei kühlem Kölsch lernen wir uns kennen und besprechen unsere Strategie.

Samstagmorgen: Jetzt wird es ernst. Mit einer Mischung aus Nervosität und Gelassenheit fahren wir nach Leverkusen.

 

Vorher: Reinhold, Steffi, Detlef, Andrea, Ursel, Ellen
Vorher: Reinhold, Steffi, Detlef, Andrea, Ursel, Ellen

 Rennen 4: Frauen Gig-Doppelvierer m. ST. (Masters) E, MDA 55

auf-der-strecke

Unsere Mannschaft:

Ulrich Rothe, Wanderrudergesellschaft, Die Wikinger e.V., am Steuer.

Katrin Martinen, Wanderrudergesellschaft, Die Wikinger e.V., als erfahrene Marathonruderin auf Schlag.

Ursel Ries, Mündener Ruderverein e.V., übernimmt Platz 3 und bedient die wichtige Pumpe.

Andrea Vogel, Rudergesellschaft Speyer 1883 e.V., Platz 2.

Steffi Haase-Goos, Rudergesellschaft Speyer 1883 e.V., Bugplatz und Wellenbrecher.

Durchschnittsalter 60, Durchschnittsgröße 1,60m. Katrin Martinen ist erstmals die Größte im Boot und unser Steuermann Ulrich sieht locker über uns weg und hat alles im Blick.

Es geht los! Katrin Martinen auf Schlag lässt bald vergessen, dass wir zum ersten Mal gemeinsam im Boot sitzen. Das Wetter ist perfekt. In der Nacht hatte es geregnet, die Temperatur ging auf 12 Grad Celsius runter. Nun bleibt der Regen aus. Bei niedrigem Wasserstand gilt es die 42,8 km zu meistern.

Unser Boot läuft von Anfang an gut. Nach 10 km sichten wir unsere Mitkonkurrenten vom Wassersportverein Godesberg 1909/11 e.V. und überholen sie in einem Zwischensprint. Den Abstand können wir ausbauen und halten. Mit diesem Motivationsschub geht es kontinuierlich weiter.

Der Rhein zeigt sich zunächst von seiner guten Seite, relativ glattes Wasser (da hatten wir schon ganz andere Tage) und wenig Schiffsverkehr. Ulrich Rothe, unser erfahrener Steuermann, steuert sicher und souverän. Dann aber doch Schiffsverkehr und der hat es in sich, richtig hohe Wellen: das Boot voll in Fahrt – Zeit wird nicht verschwendet – wir spitz durch! Die Welle duscht alle im Boot gründlich, und Ursel bedient die leistungsstarke Pumpe, um uns wieder vom Wasser (im Boot) zu befreien. Dank Steffi als Wellenbrecher bleibt der Rest der Mannschaft von größeren Wassermassen verschont und Steffi immerhin ab den Ohren aufwärts trocken.

Nach 30 km erhöhen wir nochmals unseren Druck. Ulrich motiviert uns mit Zwischenständen, wenige Boote ziehen an uns vorbei. 3 km vor dem Ziel: jetzt ist Endspurt angesagt. Schlagzahl hoch – nochmals alles geben – die Boote hinter uns holen nicht auf. Dann läutet die Glocke bei 2 Stunden, 44,58. Ein tolles Gefühl. Wir haben es geschafft!

Die Belohnung: Mit tatsächlich nur einer Sekunde Rückstand auf die Lokalmatadoren und traditionellen Siegerinnen Dormagener Ruder-Gesellschaft Bayer e.V. stehen wir auf dem Treppchen und freuen uns über die Silbermedaille.

 

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Im dritten Speyerer Team war Reinhold Eppel in Rennrudergemeinschaft mit Ellen Brandenburger und Detlef Döhnert (Bamberger Rudergesellschaft / Ludwigshafener Ruderverein) im Rennen GIG Doppeldreier MDA 43 am Start. Trotz Handicap Fußsteuer schlugen sie sich wacker gegen die ortskundigen Rudervereine und belegten den 5. Platz.

Mit 02:36:48 Stunden erreichten sie die beste Zeit der Speyerer Rudergesellschaft beim 45. Rheinmarathon. Herzlichen Glückwunsch!

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Vielen Dank an Detlef Döhnert, der die Rennrudergemeinschaften zusammenstellte und uns die Teilnahme an dieser tollen Regatta ermöglichte.

Andrea Vogel

 

Masters-Pokal in Sursee gewonnen

Ausgabe 49/2016

von Harald Schwager

 

RGS gewinnt Masters-Pokal in Sursee

Zur Internationalen Regatta über die 450-Meter-Sprintdistanz in Sursee, Schweiz, auf dem Sempacher See reiste die Rudergesellschaft Speyer mit 21 Ruderern an.

Bereits am Freitag machten sich Julia Hoffmann, Philipp Nowicki, Moritz Durein und Martin Gärtner mit den Nachwuchsruderern auf in Richtung Schweiz. Schließlich ist die Übernachtung „im Bunker“ seit Jahrzehnten eines der „Highlights“ für die Speyerer Nachwuchsruderer. So auch 2016. Bei bestem Wetter, blauem Himmel, Sonne pur und angenehmen 25 Grad ließen das Abladen und Riggern am Samstag leicht von der Hand gehen. Einige Mannschaften nutzten den Samstag auch zum letzten Training. Aufgrund von Erkrankungen und „last minute“ Mannschaftsumstellungen bedeute der Samstag für einige Teams auch das erste gemeinsame Training. Die Verletzungsserie im Speyerer Masters-Team verhinderte leider auch einen Start über die Achter-Langstrecke über den Sempacher See am Samstag. Nichtsdestotrotz konnte im Regattazelt mit den Ruderfreunden aus Sursee im Regattazelt über die Anfänge der Regatta geklönt werden. Bei einem Bier zum Schweizer-Schnäppchenpreis tauschten sich „Regattatourist 2016“ Rainer Bohn, Peter Faber und Harald Schwager über die ersten Starts beginnend 1974 aus. Derweil grillte die Jugend am Bunker auf dem eigens mitgebrachten Gasgrill.

Für die Regatta ausgegebenes Ziel war das erneute verteidigen des Masters-Pokal und möglichst ein Sprung aufs Treppchen in der Vereinswertung. Bei der 5-Bahnen-Regatta werden Punkte nur an Vereinsmannschaften in den Zweier-, Vierer- und Achterkonkurrenzen vergeben, für den ersten Platz drei, den zweiten zwei und den dritten Platz ein Punkt.Damit war für alle startenden Speyerer Mannschaften die Losung „nicht aufgeben und um jeden Platz und damit jeden Punkt kämpfen“ ausgegeben. Bei insgesamt sechs Siegen, sieben zweiten, elf dritten, fünf vierten und ohne fünften Platz konnte sich das Speyerer Team am Ende über den Gewinn des Masters-Pokals und den dritten Platz in der Vereinswertung freuen. Von den jüngsten Teams, hier waren gleich neun Neueinsteiger in der U15-Klasse am Start, bis zu den Ältesten Peter Faber und Harald Schwager im Masters-Doppelzweier griffen alle Altersklassen kräftig in die Riemen bzw. die Skulls um sich aktiv am Punktesammeln zu beteiligen.

Bei den ersten Rennen des Tages den beiden Männer-Doppelzweiern gab es das Duo Elias Archinger und Marvin Degen einen zweiten und für Moritz Durein mit Jonas Wöhning einen vierten Platz. Danach ruderte Johannes Buchholz im U17-Einer auf Rang drei. Bei den Masters-Doppelzweiern hatten es Martin Gärtner und Lutz Fiedler mit deutlich jüngerer Konkurrenz zu tun und wurden in 1:20,92 Minuten gute Vierte. Peter Faber und Harald Schwager rangen mit der Renngemeinschaft SC Standstad/SC Zug um den Sieg wurden zweites Boot zehn Sekunden vor dem Basler RC. Eine Besonderheit gab es im Jungen-Einer U15. In den sechs Abteilungen fand sich je ein Vertreter der RG Speyer. Die Regattaneulinge des Jahres 2016 schlugen sich prächtig. Paul Bohnenstiel und Nicolas Bohn wurden je Zweite, Marvin Walter, Luca Mann und Ole Bartenbach kamen auf Rang drei und Leon Gimmy wurde Vierter. Im Masterinnen-Doppelzweier hatten es Elke Müsel und Corinna Bachmann „mit alten Bekannten zu tun“, nach 1:28,79 Minuten war der erste Speyerer Sieg vor der Renngemeinschaft SC Interlaken/SC Thun gesichert. Teresa Claus und Julia Hoffmann im Frauen-Doppelzweier taten es den beiden Masterinnen gleich und siegten fast mit identischer Zeit in 1:28,42 Minuten mit einer knappen Länge vor Basler RC/RC Schaffhausen.

Bei den Junioren-Doppelzweiern U15 hatte die RGS vier Boote am Start. Nach einem vierten Platz für Luca Mann und Philipp Maier gab es zwei dritte Plätze für die Duos Paul Bohnenstiel/Marvin Walter und Leon Gimmy/Sebastian Kohl. Ole Bartenbach und Nicolas Bohn mussten hart kämpfen bis sie dann in 1:31,61 Minuten den ersten Speyerer U15-Sieg bejubeln durften. Der SC Stäfa lag am Ende mit 1,2 Sekunden zurück.

Im Masters Mixed-Doppelvierer holten sich Corinna Bachmann, Elke Müsel, Lutz Fiedler und Schlagmann Harald Schwager den klaren Sieg vor dem zweitplatzierten Basler RC. Mit nur vierundzwanzig hundertstel Sekunden musste sich der Mixed-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Teresa Claus, Moritz Durein und Jonas Wöhning geschlagen geben. Den nächsten Vierer-Sieg sicherten sich die Jüngsten im Speyerer Team. Sebastian Kohl, Nicolas Bohn, Luca Mann, Ole Bartenbach gesteuert von Leon Gimmy hielten im C-Gig-Doppelvierer die Gegner auf Distanz. Der zweitplatzierte RC Rapperswil-Jona lag acht und der drittplatzierte Basler RC ganze zwölf Sekunden zurück. Im Masters-Doppelvierer hatten es Peter Faber, Lutz Fiedler, Martin Gärtner und Harald Schwager mit deutlich jüngerer Konkurrenz zu tun. Trotz einem sehr guten und schnellen Rennen, die Speyerer waren nach 1:13,54 Minuten im Ziel, reichte es leider nur zu Rang zwei und der Genugtuung die Masters-A-Mannschaft vom SC Zürich um acht hundertstel Sekunden geschlagen zu haben. Der Frauen-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Teresa Claus, Ernestine Archinger und Elke Müsel lieferte ein beherztes Rennen ab. Unglaublich aber wahr mit 1:22,63 Minuten stoppte der Zielrichter exakt die gleiche Zeit wie für den RC Cham, der SC Sempach lag zwei Längen zurück. Totes Rennen und Sieg für die Speyerer Frauen. Der Männer-Doppelvierer mit Moritz Durein, Elias Archinger, Jonas Wöhning und Marvin Degen ruderten in 1:16,40 Minuten auf den dritten Platz.

Im Männer-Zweier ohne Steuermann griffen Master Martin Gärtner und Jungsenior Marvin Degen in die Riemen und ruderten auf den vierten Platz.

Im Masters-Mixed Doppelzweier waren gleich zwei Speyerer Boote am Start und sie machten es dem jüngsten Team im Feld, dem SC Küsnacht, nicht leicht den Sieg zu erringen. Michaela Maier und Lutz Fiedler kamen als zweite drei zehntel Sekunden vor dem Duo Bachmann/Schwager ins Ziel, weit dahinter der RC Steckborn und der SC Sursee. Die Mixed-Doppelzweier-Konkurrenzen sahen die beiden Speyerer Teams Ernestine Archinger und Jonas Wöhning sowie Julia Hoffmann und Elias Archinger. Beide Duos kamen in ihren Läufen auf Platz drei.

Der Höhepunkt der von blauem Himmel und Sonnenschein begleiteten Regatta war das abschließende Achterrennen. Teresa Claus an den Steuerseilen stimmte ihre Crew ein. Felix Gard auf dem Schlagplatz, Jens Klein, Paul Schwager, Marvin Degen und die vier Masters Peter Faber, Lutz Fiedler, Martin Gärtner und Harald Schwager hatten es mit vier Männer-Achtern zu tun. Die eingefahrene Mannschaft vom Grasshopper Club Zürich war nicht zu halten und siegte verdient. Dahinter kämpfte Speyer um die Punkte. Die Renngemeinschaft Richterswil/Bern/Sempach/Rapperswil-Jona war nach 1:10,07 Minuten im Ziel, gefolgt von Speyer in 1:10,92 Minuten und den RC Baden in 1:11,89 Minuten, der SC Stäfa lag deutlich zurück.

Nicht nur mit dem im abschließenden Achterrennen erzielten Punkt war das Team höchstzufrieden, sondern besonders „dass sich gleich dreizehn Speyerer mindestens einmal in die Siegerliste eintragen durften“. Die geschlossene Mannschaftsleistung zeigte sich auch daran, dass alle Altersgruppen fleißig zur Punktesammlung und dem dritten Gesamtplatz beitrugen. Mit drei Siegen war Elke Müsel erfolgreichste Sursee-Sprinterin, gefolgt von Corinna Bachmann, Ole Bartenbach, Nicolas Bohn, Teresa Claus und Julia Hoffmann mit je zwei Siegen.

 

 

 

 

Gold für Kirchbootteam beim 45. Rheinmarathon

Der Rheinmarathon (42 km) von Leverkusen nach Düsseldorf ist der Saisonhöhepunkt der Langstrecken Ruderer der RG Speyer.

Dieses Jahr kam erstmalig eines unserer neuen Kirchboote (Konrad II) zum Einsatz.

Aus unserer Amateur-Champs Abteilung hatten sich 10 wackere Männer gefunden, die sich unter der Leitung und Organisation von Norbert Herbel dem Abenteuer Rheinmarathon stellen wollten.

Da Michael Picht kurzfristig erkrankte, galt es einen Ersatz zu finden. Die Organisatoren des Rheinmarathons, der Ruderclub Germania Düsseldorf von 1904, waren hier wie auch sonst perfekt und gewannen Hedwig Werhahn-Glade, vom Neusser Ruderverein e.V. für unser Team.

Um es vorweg zu nehmen. Hedwig hat eine tolle Leistung geliefert, insbesondere da sie erst im März diesen Jahres mit dem Rudern begonnen hat.

Liebe Hedwig. vielen Dank für Deinen Einsatz!

Am Freitag brachten wir das Kirchboot sicher in den Kölner Hafen, um es dort mit einem Kran, der einen Platz im Deutschen Museum verdient hätte, ins Wasser zu heben.

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Wie auch im letzten Jahr, war der Kran unwillig seine Arbeit zu verrichten. Diesmal war es die Batterie. Zuerst opferte sich die Sicherung eines Ladegeräts und dann fast die Elektrik einer Mercedes M Klasse. Aber alles half nichts, der Kran bewegte sich nicht.

Gleich steigt Qualm aus dem Motor auf.
Gleich steigt Qualm aus dem Motor auf.

Also sondierten wir das Gelände. Eine unbefestigte Rampe war unsere Rettung. Schnell wurde ein Traktor herbeigezaubert und das Kirchboot in null Komma nix zu Wasser gelassen.

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Zwischenzeitlich waren auch unsere Gegner eingetroffen. Der Neusser Ruderverein e.V. mit Ihrem Kirchboot „Quirinus“ und der Karlsruher Ruder-Verein Wiking von 1879 e.V / Ruderriege der Universität Karlsruhe Hochschulsport mit Ihrem Kirchboot „Der Wikinger“. Beide Kirchboote bieten im Gegensatz zu Konrad II 14 Ruderplätze.

Somit konnten sich die Mannschaften schon einmal beschnuppern und eine Einschätzung abgeben, wie denn morgen wohl das Rennen ausgehen würde. Man war sich schnell einig:

  1. Karlsruhe, Mixed Team, Durchschnittsalter 34, 14 Ruderplätze
  2. Speyer, fast reines Männer Team, Durchschnittsalter 52, 10 Ruderplätze
  3. Neuss, Mixed Team, Durchschnittsalter 58, 14 Ruderplätze

Jetzt konnten endlich Norbert Herbel, Ralf Mattil, Frank Durein, Thomas Zimmerman und Gerd Jakobs weiter nach Düsseldorf fahren. Der Trailer wurde am Ziel platziert und nach einen kurzem Stopp im Hotel, wo gerade Dieter Guhl und Volker Holl eingetroffen waren, ging es mit einstündiger Verspätung zur „Taktikbesprechung“ in die Brauerei Schumacher in der Düsseldorfer Altstadt. Dort warteten bereits Gunter Piller, Andreas Walter und Hubert Doser. Jetzt waren alle glücklich vereint und es wurde ein wunderbar entspannter Abend.

Taktibesprechung
Taktibesprechung

Am nächsten Tag starteten wir nach einem reichlichen Frühstück um 09:00 Uhr mit dem Shuttlebus zum Start nach Köln.

In den letzten Jahren hat der Rheinmarathon seinen Schrecken als Wetterhölle ein wenig verloren. Auch diesmal, 12 Grad Celsius, kein Regen, leichter Schiebewind. Einzig der niedrige Wasserstand ließ schon vermuten, dass es kein besonders schnelles Rennen würde.

Nach ein wenig Kletterei waren alle 3 Mannschaften in ihren Booten und es wurde langsam Richtung Start gerudert, der 3 km stromabwärts in Leverkusen lag.

Jetzt ging es endlich los. Die Karlsruher Mannschaft fuhr als erste über die Startlinie, dann folgte mit 10 Minuten Abstand Neuss und knapp 2 Minuten später unser Konrad II.

Mit Frank Durein und Gerd Jakobs am Schlag, sicher und schnell gesteuert von Norbert Herbel, nahm unser Boot Fahrt auf. Immer wieder galt es die Wellen, ausgelöst durch die Berufsschiffahrt, zu meistern, die aufgrund des niedrigen Wasserstand selbst einem Kirchboot alles abverlangten.

Ab der Hälfte des Rennens (ca. 20 Km) näherten wir uns dem Neusser Boot auf Schlagdistanz. Damit war klar, es würde kein Spaziergang, um an der Neusser Mannschaft vorbei zu kommen. Es entwickelte sich ein spannender Kampf um jeden Meter. Jeder Angriff unseres Bootes wurde von den Neussern gekontert. Das Elefantenrennen zog sich bestimmt 10 km hin, gefühlt 100 km. Irgendwann mussten wir anerkennen, dass wir nicht vorbeiziehen konnten. Um den Endspurt nicht zu gefährden, beschlossen wir eine kurze Trinkpause zu machen, da die erste Müdigkeit der Mannschaft zu spüren war.

Der Endspurt begann 10 km vor dem Ziel. Angefeuert von Norbert hat die Mannschaft wirklich alles gegeben. Es kam zu keinem Einbruch, trotzdem konnten wir das Neusser Boot nicht mehr einholen.

Im Ziel herrschte neben der Freude, dass wir es geschafft hatten, eine gewisse Unsicherheit, ob wir in der Gesamtzeit wirklich schneller als die Neusser Mannschaft waren.

Auf jeden Fall gratulierten wir ihnen zu ihrem großen Kampf und beide Teams waren sich einig, dass es ein faires Duell auf Augenhöhe war.

Jetzt kam der eigentlich harte Teil der Regatta. Alle Speyerer hatten ihre „Körner“ verbraucht, aber das Kirchboot musste noch 3 km stromauf gerudert werden, in den Segelhafen Düsseldorf, da es nur dort aus dem Wasser geholt werden konnte. Für alle waren es wohl die längsten 3 km ihres Ruderlebens. Aber irgendwann war es dann doch geschafft.

Müde, aber glücklich: v.l. Thomas Zimmermann, Norbert Herbel, Huber Doser, Gunter Piller, Frank Durein, Gerd Jakobs, Andreas Walter, Volker Holl, Ralf Mattil, Dieter Guhl, Hedwig Werhahn-Glade (Neusser Ruderverein e.V.)
Müde, aber glücklich: v.l. Thomas Zimmermann, Norbert Herbel, Huber Doser, Gunter Piller, Frank Durein, Gerd Jakobs, Andreas Walter, Volker Holl, Ralf Mattil, Dieter Guhl, Hedwig Werhahn-Glade (Neusser Ruderverein e.V.)

Nach dem Verladen des Bootes ging es zum verdienten Duschen. Beim Duschen sickerten die Rennergebnisse durch und wir waren ziemlich überrascht:

RG Speyer, schnellste Zeit , 1. Platz !

Dass wir schneller als das Neusser Boot waren, konnten wir uns noch vorstellen (am Ende waren es nur 30 Sekunden). Dass wir jedoch junge Karlsruher Mannschaft geschlagen hatten, war eine echte Überraschung.

Und das Schönste zum Schluss! Die Regattaleitung hatte spontan entschieden das Kirchbootrennen doch in 2 Bootsklassen aufzuteilen (14 Ruderplätze/ 10 Ruderplätze), so dass auch die Mannschaft des Neusser Rudervereins eine Goldmedaille bekam, denn auch sie waren schneller als das Karlsruher Boot. Somit hatte ein spannendes Rennen zwei verdiente Siegermannschaften.

Ergebnis:

 

Zwischenzeit in Dormagen

Gesamtzeit in Düsseldorf

RG Speyer + Hedwig

01:09:43

02:41:31

Neusser Ruderverein

01:10:27

02:42:03

Karlsruher Ruder-Verein Wiking von 1879 e.V. / Ruderriege der Universität Karlsruhe Hochschulsport

01:07:42

02:42:08

Danke an Norbert Herbel, der nicht nur in bewährter Manier die Teilnahme an der Regatta organisiert hat, sondern uns auch sicher, schnell und motivierend durchs Rennen führte.

An Frank Durein, der kurzfristig eingesprungen ist und am Schlag für den nötigen Dampf gesorgt hat.

An Alle, da sie alles gegeben haben.

 

Steffi Haase Goos und Andrea Vogel erreichten im Rennen Frauen-Gig-Doppelvierer m. Steuermann MDS 55 in Renngemeinschaft mit Katrin Martinen und Ursel Ries, (Mündener Ruderverein e.V. und Wanderrudergesellschaft ‚Die Wikinger‘ e.V. ) einen hervorragenden 2. Platz in 02:44:58 nur um 1 Sekunde geschlagen von Dormagener Ruder-Gesellschaft ‚Bayer‘ e.V.

Reinhold Eppel erreichte im Rennen GIG Doppeldreier MDA 43 in Renngemeinschaft mit Ellen Brandenburger und Detlef Döhnert (Bamberger Rudergesellschaft / Ludwigshafener Ruderverein) mit 02:36:48 den 5. Platz.

Ihren Bericht findet Ihr hier.

Gerd Jakobs

Regatta in Bernkastel-Kues

 

Ausgabe 48/2016

von Norbert Herbel

 

 

Langstreckenregatta in Bernkastel-Kues – Ulrike Durein steuert internationalen Frauenachter zum Sieg

800 Ruderer/Innen in 242 Booten von 110 Vereinen aus sechs Ländern – das ist der „Grüne Moselpokal“ in Bernkastel-Kues. Die markante Stimme des auch als Eurosport-Kommentators bekannten Arno Boes schickte die Boote bei herrlichem Frühherbstwetter auf die 4000 Meter lange Strecke – 2000 Meter moselabwärts und mit Backbordwende wieder zurück.

Als erstes feierte Frank Durein sein Regatta-Comeback; in der Renngemeinschaft mit unseren Limburger Ruderkameraden belegte er im Achter der Masters E (Mindestdurchschnittsalter MDA 55 Jahre) Platz zwei hinter dem RK am Baldeneysee Essen.

Etwas später gingen zwei Gig-Bootbesatzungen der RG Speyer kurz nacheinander an den Start. In der Masters D-Kategorie (MDA 50 Jahre) platzierten sich – gesteuert von Ulrike Durein – David Kolassa, Ralf Mattil, Bernd Fleddermann und Thomas Zimmermann in 17:50,9 Minuten auf Rang 6 im 8-Boote-Feld. Hier siegte die Koblenzer Rhenania in exakt 16 ½ Minuten. Im Rennen der Masters G (MDA 65 Jahre) starteten Gerhard Kayser, Michael von Stumberg, Norbert Herbel und Klaus Disqué. Steuermann Frank Durein führte das Team in 18:21,7 Minuten auf Platz 4 von 5 gestarteten Booten. Sieger war hier der WSV Honnef in 17:09,7 Minuten.

Obwohl die Speyerer Ruderer nicht im Vorderfeld landeten, tat dies der tollen Regattastimmung keinen Abbruch. „Nächstes Jahr sind wir wieder bei dieser herrlichen Regatta dabei – jedes Team allerdings mindestens eine Minute schneller“ waren sich die Speyerer einig.

Die Krönung des Speyerer Teams lieferte aber Ulrike Durein ab – als Steuerfrau eines internationalen Frauen-Achters in der Masters C-Klasse (MDA 43) führte sie die Renngemeinschaft RV Hellas Offenbach /Frankfurter RG „Germania“ / RC Aschaffenburg/RC Hamm / WSV Offenbach-Bürgel/Koblenzer RC Rhenania/Cambridge Rowing Club (NZL) in der Zeit von 15:03,3 Minuten zum Sieg. Mit an Bord des Achters auch unser RGS-Mitglied Katharina Klinge, für die Frankfurter RG „Germania“ startend. Das war Ulrike Dureins erster Regattasieg im Jahr 2016 und gleich der Gewinn des Ehrenpreises der Stadt Bernkastel-Kues.

1. Ruderbundesliga

 

Ausgabe 47/2016

von Harald Schwager

 

Maximilian Bandel gewinnt Bronze und holt Tagessieg

in der 1. Ruderbundesliga

 

Zum Abschluss der 8. Ruder-Bundesliga Saison in der „Spree-Arena“ fieberten am Samstag zahlreiche Fans entlang der East Side Gallery in Berlin mit den sprintstärksten Vereins-Achtern mit. Wie schon am vergangenen Renntag in Leipzig war das Zuschauerinteresse auch in der Sportmetropole Berlin riesig, etwa 10.000 Fans waren an der Strecke und sorgten für eine tolle Atmosphäre. In der 1. Liga der Männer drückten die Speyerer Fans unserem Vereinsmitglied Maximilian Bandel die Daumen. Das war mehr als erfolgreich!

In der 1. Liga der Männer hatte der Crefelder Ruder-Club von 1883 den Titel schon vor dem „Sportmetropole Berlin Renntag “ sicher. Der Liga-Champion wollte die Saison ungeschlagen beenden, doch der Emscher-Hammer, mit Maximilian Bandel auf dem Schlagplatz, machte ihm einen Strich durch die Rechnung. Im Finale gewann das Oktett um Maximilian Bandel aus Herne in einem spannenden Rennen knapp gegen den Achter aus Krefeld und sicherte sich damit Platz drei in der Gesamtwertung der Ruderbundesliga 2016 hinter dem Sprintteam Mülheim.

 Bundesliga Männer 2016 – Berlin Finallauf

 1 . Emscher-Hammer                              00:49.30,3 Minuten

2 . Crefelder Ruder-Club von 1883       00:49.61,1 Minuten

World Masters Regatta in Kopenhagen

 

Ausgabe 46/2016

von Harald Schwager

 

Seibert/Garsuch bei World Masters Regatta in Kopenhagen

Die bedeutendste Regatta der Masters-Ruderer fand in diesem Jahr bei bestem Wetter an allen Tagen in Kopenhagen auf der 8-Bahnen-Bagsvaerdsee-Strecke statt. Von Donnerstag bis Sonntag kämpften bei der FISA World Masters Regatta wieder tausende Ruderer um die Medaillen der Altersklassen A (Mindestalter 27 Jahre) bis K (Mindestdurchschnittsalter 85 Jahre). Sonnenschein rund um die Uhr mit bis zu 26 Grad sorgte für sehr gute Ruderbedingungen auch wenn an den ersten beiden Tagen zuerst Schiebewind, dann Gegenwind herrschte.

Lars Seibert und Arnd Garsuch mussten sich in ihrem ersten Rennen, dem Doppelzweier B am Donnerstag, im vollen Teilnehmerfeld mit acht Booten gleich mit bekannt härtester Konkurrenz nicht nur aus Russland auseinandersetzen. Es herrschte Schiebewind auf der Strecke, von welchem unsere Speyerer, auf der Bahn 8 landseitig und schön windgeschützt unterwegs, leider nichts abbekamen. Dynamo Moskau, mit den uns seit Jahren bekannten Ruderern Dmitrii Ovechko und Mikhail Izotov, konnte sich direkt am Start in Führung schieben und kontrollierte das Feld ungefährdet. Lars Seibert und Arnd Garsuch kamen schlecht vom Start weg und konnten sich erst nach etwa 500 m auf den 3. Rang vorschieben. Im Endspurt kam unser Doppelzweier nochmal an die zweitplatzierten Niederländer heran, es reichte jedoch nicht ganz zu Platz 2.

Das Ergebnis im MM 2x B (Mindestdurchschnittsalter 36 Jahre):

  1. Russland – Dynamo Moskau             3:12.81 Minuten
  2. Niederlande                                               3:18,47 Minuten
  3. RG Speyer – Seibert/Garsuch         3:19,64 Minuten
  4. Dänemark                                                   3:25,56 Minuten
  5. Großbritannien                                       3:29,84 Minuten
  6. Norwegen                                                  3:32,38 Minuten
  7. Schweden                                                  3:35,83 Minuten
  8. Deutschland                                            3:38,02 Minuten

Der Freitag war frei und diente der Erholung mit „sightseeing“ in Kopenhagen.

Am Samstag stand der Doppelzweier A auf dem Programm. Es herrschten Speyerer Ruderbedingungen: kein Wind, keine Wellen! Hoffnung aus Speyerer Sicht. Erneut im acht Boote-Feld verlief der Start wesentlich besser und es ging mit über 40 Schläge/Minute auf die Strecke. Dänemark hielt jedoch dagegen und konnte sich bereits früh absetzen und hielt den Vorsprung bis ins Ziel. Im Speyerer Doppelzweier verlief das Rennen absolut optimal, so war der 2. Platz im Ziel der verdiente Lohn der Anstrengung.

Das Ergebnis im MM 2x A (Mindestalter 27 Jahre):

  1. Dänemark                                           3:19.91 Minuten
  2. RG Speyer – Seibert/Garsuch 3:24,33 Minuten
  3. Niederlande                                      3:24,98 Minuten
  4. Schweden                                           3:27,80 Minuten
  5. Finnland                                              3:36,13 Minuten
  6. Deutschland                                     3:40,63 Minuten
  7. Spanien                                               3:42,72 Minuten
  8. Großbritannien                             3:52,58 Minuten

Lars Seibert und Arnd Garsuch zeigten sich von der Organisation vor Ort begeistert. Eingebettet in ein Naherholungsgebiet mit verwinkelten Ferienhaussiedlungen lag die sehr schöne Strecke im Grünen. Größtes Manko: Das Bier war sehr teuer.

„Die Vorbereitung hat sich gelohnt. Bei diesem hochkarätigen Teilnehmerfeld und optimalem Rennverlauf sind wir sehr zufrieden. Wir werden also auf jeden Fall weiter trainieren“, resümierten Lars Seibert und Arnd Garsuch. Bled (Austragungsort der FISA World Masters Regatta 2017) kann kommen!

 

 

Limburger Ruderregatta

Ausgabe 45/2016
Von Harald Schwager

Goldfluss Lahn und „sieben auf einen Streich“

Den Auftakt in die Herbstsaison nutzten unsere Rennruderer gleich zu einem Paukenschlag. Bei der Limburger Ruderregatta über die 500-Meter-Sprintdistanz gab es gleich 21 Siege, 18 zweite und 4 dritte Plätze. Die Lahn entwickelte sich dabei, sowohl für die jüngsten Nachwuchsruderer als auch für die erfahrensten Masters-Ruderer, zum Goldfluss. Den Vogel schoss eindeutig Peter Gärtner ab, er schaffte „sieben Siege auf einen Streich“, ihm kaum nach standen Harald Schwager mit sechs als auch Julia Hoffmann, Teresa Claus und Ralf Burkhardt mit je fünf ersten Plätzen. Corinna Bachmann und Elke Müsel heimsten vier Erfolge ein.
Eindeutig den größten Jubel im Speyerer Schlachtenbummler-Lager lösten jedoch die Debutsiege der Nachwuchsruderer aus. Der jüngste Speyerer, Leon Gimmy, ging im Leichtgewichts-Jungen-Einer, 13 Jahre, an den Start und hielt den zweiten Tom Bergmann vom Marburger RV mit mehr als einer Länge auf Distanz. Im Jungen-Einer, 14 Jahre, ruderte Luca Mann dem zweitplatzierten Maik Brieden, RC Meschede, gleich dreizehn Sekunden davon. Jan Grigarzik holte sich den Sieg im Junior-Einer B (15/16 Jahre). Im Jungen-Doppelvierer waren dann gesteuert von Leon Gimmy, Ole Bartenbach, Nicolas Bohn, Anton Bernardi und Luca Mann am Start und gaben mit einem zweiten und einem dritten Platz ihr Regatta-Debut. Paul Bohnenstiel und Marvin Walter, ebenfalls zum ersten Mal am Regattastart, zeigten zwei gute Rennen mit den Rängen zwei und drei. Komplettiert wurde das Nachwuchsbild von zwei zweiten Plätzen von Nicolas Bohn und Ole Bartenbach im Doppelzweier und einem weiteren zweiten Platz von Jan Grigarzik und Georg Melchiori im Junioren-Doppelzweier B.
Bei den Seniorinnen und Senioren gab es gleich zwei Doppelsiege. Elias Kolbenschlag war mit unseren Ruderfreunden vom RV Bad Ems in Renngemeinschaft unterwegs und gewann beide Doppelvierer-Konkurrenzen. Ihm gleich taten es Julia Hoffmann und Teresa Claus, sie waren mit Stephanie Hang, RV Ingelheim und Karolina Farr, Mainzer RV, nicht zu schlagen und gewannen zwei Mal den Frauen-Doppelvierer A. Der Mixed-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Teresa Claus, Elias Kolbenschlag und Moritz Durein siegte vor Limburg und Offenbach. Julia Hoffmann komplettierte ihr „Medaillen-Sortiment“ mit Siegen im Frauen-Einer A und dem Frauen-Doppelzweier A mit Stephanie Hang.
Bei den Masters wurden die Mixed-Doppelzweier für Corinna Bachmann und Harald Schwager als auch für Peter Gärtner und Elke Müsel genauso sichere Beute wie die Männer-Doppelzweier-Kombinationen Peter Gärtner/Harald Schwager als auch Peter Gärtner/Ralf Burkhardt. Michael von Stumberg und Ottmar Gärtner ruderten genauso wie das Duo Norbert Herbel/Gerhard Kayser auf Platz zwei. Im Doppeldreier Gig E kam Andreas Vahlenkamp nach langjähriger Regattapause mit Ottmar Gärtner und Michael von Stumberg auf Platz zwei. Die letztjährigen World-Masters-Sieger im Masters-Mixed-Doppelvierer Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt ließen auch in diesem Wettbewerb die Konkurrenz hinter sich, die Zweiten vom ARC Münster/WSV Offenbach/SG Wiking lagen über eine Länge zurück. Nachdem sich Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Ralf Mattil und Harald Schwager gesteuert von Teresa Claus den Sieg im Masters-Doppelvierer Gig D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) vor dem Limburger ClfW gesichert hatten, gab es auch im „ältesten“ Speyerer Doppelvierer Jubel. In der Altersklasse G (Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre) durften sich Norbert Herbel, Klaus Disqué, Gerhard Kayser und Michael von Stumberg, gesteuert von Moritz Durein, über den Sieg freuen.
Die Höhepunkte der Regatta waren sowohl für die Ruderer als auch die vielen Zuschauer eindeutig die Achterwettbewerbe. Nachdem es am ersten Tag in der Altersklasse D für den Masters-Achter der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Bad Ems einen zweiten Platz gegeben hatte, fand das Oktett im zweiten Rennen, nun in der jüngeren Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) startend, viel besser zusammen. Es siegten in der Besetzung Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt, Ralf Mattil, Harald Schwager, Harald Daniel, Christoph Platen, Markus Kinzinger und Steuerfrau Annette Illy verdient. Auf Initiative der beiden „Mannschafts-Organisatoren“ für die Masters-Einsätze bei der Limburger Regatta Lothar Rompel und Harald Schwager konnte auch ein „Oldie“-Achter-Rennen stattfinden. Dabei kam die Renngemeinschaft RG Speyer/RV Bad Ems/Limburger ClfW gesteuert von Rebecca Maria Will mit Norbert Herbel, Klaus Disqué, Gerhard Kayser, Michael von Stumberg, Andreas Vahlenkamp, Ottmar Gärtner, Eduard Wermann (Bad Ems) und Lothar Rompel am Schlag zu einem schön herausgeruderten zweiten Platz. Zum Abschluss des ersten Regattatages fand das im Vorjahr erstmals etablierte Mixed-Achter-Rennen statt. Steuerfrau Teresa Claus ließ ihre Mannschaft beim Sieg mit Corinna Bachmann, Elke Müsel, Michaela Maier, Beate Wettling, Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt und Harald Schwager kraftvoll aus dem Start rudern und das Rennen von der Spitze her, technisch sauber rudernd, kontrollieren. Im Nachgang zum Mixed-Achterrennen und zum Abschluss des Samstages tauschten sich alle Speyerer, Emser und Limburger Akteure in bester Freundschaft am Wurst- und Bierstand über das Erreichte aus. Eine seit vielen Jahren mittlerweile wohletablierte Geste der Ruderfreundschaft, trotz allen Wettbewerbs in den Booten und während der Rennen.
Auch zum Abschluss des zweiten Regattatages gab es noch guten Grund zum erlösenden Jubel. Doch zuerst öffnet der Himmel seine Schleusen. Durchnässt von einem Starkregen machten sich die Mixed-Doppelvierer Gig auf zum Start. Zuerst hatte es Elke Müsel in Renngemeinschaft mit dem Wormser RC beim Sieg vorgemacht. So wollten auch Corinna Bachmann, Beate Wettling, Thomas Zimmermann und Ralf Mattil gesteuert von Harald Schwager die Siegermedaille mit nach Speyer nehmen. Doch danach sah es zunächst nicht aus, mit einer halben Länge ruderte das Quartett bis etwa 2/3 der Strecke hinter dem führenden Boot her. Mit einem wuchtigen Endspurt kamen die Speyerer, dazu stets durch „heftige Ansagen“ motiviert, der Spitze jedoch Schlag um Schlag näher. Im Ziel ertönte die Hupe nur einmal. Ungläubiges warten in den Booten war die Folge. Dann kam die überraschende Ansage des Zielschiedsrichters: „Totes Rennen, es siegen gemeinsam Speyer und Limburg“. Ein im Rudersport ausgesprochen seltenes Ereignis. Der Jubel darüber war in beiden Vierern groß. Das Rennen hätte definitiv keinen Verlierer verdient gehabt.
„Am meisten haben wir uns über die Siege der Regattaneulinge gefreut, stolz sind wir auf die Achter-Erfolge, überrascht und glücklich über das tote Rennen, verzichten hätten wir auf die Starkregendusche zum Regattaende können“, fassten die Beteiligten den Regattaverlauf knapp zusammen.

Wer sich für alle Rennergebnisse mit Zeiten interessiert, geht auf:
http://www.lcw-limburg.de/lcw-regatta/

Sieg bei ARO-Mila

Bericht von Reinhold Eppel

Der Arbeidernes Roklubb von 1929 veranstaltet einmal im Jahr die ARO-Mila, d.h. eine Regatta über eine norwegische Meile (ca. 10 km) auf dem Oslo-Fjord. Am 22. 8. War es dieses Jahr so weit. Teilgenommen haben alle vier Rudervereine von Oslo. Unsere Freunde vom Norske Studenters Roklubb luden uns ein, bei diesem Rennen mitzumachen. Die meisten Boote am Start waren Seegigs, es gab aber auch vier gesteuerte und ungesteuerte C-Vierer und ein Rennvierer. Ich wurde in einen ungesteuerten Doppelvierer zusammen mit den Norwegischen Ruderer Jens-Petter und Halbrend und Claudia aus Leipzig eingeteilt.

Wir waren zunächst davon ausgegangen, dass es sich nicht so sehr um eine ernsthafte Regatta handelt nach dem Motto „dabei sein ist wichtiger als siegen“, aber nach dem Massenstart wurden wir eines besseren belehrt: mit einer Schlagzahl über 30 begaben sich die Boote auf südwestlichen Kurs, wobei die Seegigs bauartbedingt mehr und mehr zurückfielen. Ein Kilometer nach dem Start lagen wir auf dem 3. Platz, jedoch hatte der Wind – wie meistens am Nachmittag auf dem Fjord – deutlich aufgefrischt und sorgte als Gegenwind für bis zu 80 cm hohe Wellen. Bei jeder größeren Welle kam ein Brecher über die Bordwand, häufig traf es die Nummer eins, nicht viel seltener auch die anderen Ruderer, so dass wir bald mit komplett nassen Klamotten und 15 cm Wasser im Boot ruderten. Das hielt den norwegischen Schlagmann aber keineswegs von seinem 28er Streckenschlag ab.

Nach halber Strecke hatte das Rennboot längst aufgegeben und wir lagen an zweiter Position, nachdem auch ein anderer C-Vierer Wasser schöpfend Ruderhalt machten. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es eine Schwimmeinlage geben würde. Ärgerlich nur, dass man an dem felsigen Ufer der Inseln schlecht anlanden konnte, um das Boot auszuleeren.

Gottseidank ging es nach der Wende mit Rückenwind und etwas geschützter zwischen den Inseln weiter, so dass sich der Wasserstand im Boot nicht weiter erhöhte. Drei Kilometer vor dem Ziel fingen wir an, den knapp vor uns liegenden Vierer des Christiania Roklubb anzugreifen. Sie hielten heftig dagegen, konzentrierten sich aber anscheinend zu sehr auf das Rudern und weniger aufs Steuern, so dass sie vom Idealkurs abkamen und wir schließlich vorbeizogen und als erste das Ziel erreichten.

Nach der Siegerehrung sprach ich unseren Schlagmann Jens-Petter darauf an, dass wir in Deutschland bei vergleichbaren Wasserverhältnissen – z. B. beim Rheinmarathon Leverkusen-Düsseldorf – üblicherweise elektrische Pumpen im Boot hätten, um das Wasser schnell wieder aus dem Boot zu befördern. Er meinte, in Norwegen sei das nicht nötig. Schließlich wären die Wikinger bis nach Nordamerika gerudert – ohne elektrische Pumpen.

Empfang der Vizeweltmeister in der RGS

Ausgabe 42/2016

Von Harald Schwager

 

 

Empfang unserer Vizeweltmeister

 

 

Am Montag, den 29. August findet ab 19:30 Uhr im Bootshaus der RGS,

Im Hafenbecken 11, auf der Freifläche vor dem „Fuchsbau“ der Empfang für unsere Silbermedaillengewinner von Rotterdam statt.

 

Mit dabei sein wird auch Trainer Tim Lauer.

 

Alle Mitglieder und Freunde der RGS sind herzlich eingeladen den erfolgreichen Athleten und Trainern mit viel Jubel zu gratulieren!

Alicia Bohn ist Vizeweltmeisterin

 

Ausgabe 41/2016

Von Harald Schwager

 

Alicia Bohn holt ebenfalls Silber und ist Vizeweltmeisterin

Auf der Willem-Alexanderbaan in Rotterdam durfte sich Alicia Bohn bei der Juniorenweltmeisterschaft über die Silbermedaille freuen und tut es Elias Dreismickenbecker gleich (s. RGS-Schnellinfo 40/2016).

Mit ihrem klaren Vorlaufsieg hatte Alicia Bohn über die 2000-Meter-Distanz den direkten Einzug ins Halbfinale geschafft. Im Halbfinale hatte es Alicia Bohn mit Ruderinnen aus Weißrussland, Australien, Belgien, Kroatien und der Schweiz zu tun. Die niederländische Europameisterin Karolien Florijn und die Italienerin Clara Guerra, sie war mit Juniorenjahresweltbestzeit im Vorlauf zur Favoritin aufgestiegen, trafen sich im zweiten Halbfinale. Vom Start weg setzten sich Alicia Bohn und die Weißrussin Veranika Kaminskaya an die Spitze des Feldes. Bei Streckenhälfte unter sehr schwierigen Bedingungen und Gegenwind lag Alicia Bohn mit einer knappen halben Sekunde vorn. Auf den zweiten 1000 Metern konnte dann die Weißrussin den Bugball vorschieben und siegte mit zwei Sekunden vor Alicia Bohn, ebenfalls den Einzug ins Finale schaffte die Australierin Harriet Hudson, sie lag neun Sekunden zurück.

Im Finale setzte sich die Italienerin Clara Guerra schnell an die Spitze, doch Alicia Bohn blieb dran und lag bei Streckenhälfte nur eine gute Länge zurück, während überraschend die Französin Margaux Bailleul auf Rang drei ruderte. Die Halbfinalsiegerin Kaminskaya, Weißrussland, lag, ebenso wie die mitfavorisierte Niederländerin Karolien Florijn eine weitere Länge zurück. Auf der zweiten Streckenhälfte kontrollierte die Italienerin das Feld und siegte in 7:49,69 Minuten ungefährdet. Zur großen Freude der deutschen Schlachtenbummler verteidigte Alicia Bohn ihren zweiten Platz klar und beendete das Rennen nach 7:54,26 Minuten. Mit einer starken zweiten Streckenhälfte schaffte die Niederländerin in 7:56,16 Minuten noch den Sprung auf den Bronzeplatz und verdrängte die lange auf Platz drei rudernde Französin um siebzehn hundertstel Sekunden noch auf den vierten Rang. Weißrussland kam auf Rang fünf und Australien auf Platz sechs.

„Gleich zwei Silbermedaillen, Elias Dreismickenbecker im Doppelvierer und Alicia Bohn im Einer, von der Weltmeisterschaft mit nach Speyer nehmen zu dürfen hätten wir nicht zu träumen gewagt“, zeigten sich die mitgereisten Speyerer Schlachtenbummler überglücklich.

 

Elias Dreismickenbecker Vizeweltmeister im U23 Leichtgewichtsdoppelvierer o.Stm.

 

Ausgabe 40/2016

Von Harald Schwager

Elias Dreismickenbecker ist Vizeweltmeister im Rudern

Auf der Willem-Alexanderbaan in Rotterdam finden vom 21. bis 28. August die Weltmeisterschaften in den nichtolympischen Bootsklassen sowie der U23 und U19 statt. Es ist das erste Mal, dass alle drei Weltmeisterschaften zusammen ausgetragen werden. 70 Länder haben 1890 Aktive zu den Wettbewerben gemeldet. Der Deutsche Ruderverband bringt in allen 41 Bootsklassen eine Mannschaft an den Start. Von der Rudergesellschaft Speyer mit am Start sind Elias Dreismickenbecker im U23-Leichtgewichts-Doppelvierer ohne Steuermann und Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer.

Mit einem Vorlaufsieg schaffte das Quartett um Elias Dreismickenbecker mit einer Sekunde Vorsprung auf Schweden und knapp drei Sekunden vor Irland den direkten Einzug ins Halbfinale und ersparte sich den kräftezehrenden Umweg über die Hoffnungsläufe. Im Halbfinale lief es dann für Julian Schneider, Jonas Felix Weller, Philipp Grebner und Elias Dreismickenbecker nicht ganz optimal. Bis zur Streckenhälfte lag der Doppelvierer auf Rang drei ruderte sich dann auf Platz zwei vor, musste dann aber die von Rang fünf aufs letzte Streckenviertel gegangenen Kanadier noch vorbeiziehen lassen. Es siegte Italien und Deutschland war mit Rang drei im Finale. Favorisiert gingen die Briten und Italiener ins Finale, während das Deutsche Boot auf eine Medaille hoffte. So ergriff der Doppelvierer mit Elias Dreismickenbecker die Flucht nach vorn und fuhr die ersten 500 Meter maximal raus, das brachte die Führung die bis zur Streckenhälfte bei 1000 Meter gehalten werden konnte. Dann waren die Briten einfach zu stark und übernahmen die Spitze des Feldes. Doch der Deutsche Doppelvierer kämpfte und war nicht bereit die Italiener vorbeiziehen zu lassen. Völlig ausgepumpt brachte das Deutsche Quartett den Bugball nach 5:54,68 Minuten ins Ziel und hielt die Italiener, die 5:54,74 Minuten unterwegs waren, mit sechs hundertstel Sekunden auf Distanz. Auch die siegreichen Briten lagen nur mit eineinhalb Sekunden vorn. Es folgten Kanada, Irland und Schweden auf den Rängen vier bis sechs innerhalb einer Bootslänge. Ein extrem enges und spannendes Rennen endete für Elias Dreismickenbecker mit der Silbermedaille.

Alicia Bohn, nach ihrer Silbermedaille bei der Europameisterschaft, für den deutschen Juniorinnen-Einer gesetzt, ließ gleich im ersten Rennen der Junioren-Weltmeisterschaft Klasse aufblitzen. Sie beendete ihren Vorlauf über die 2000-Meter-Distanz als Siegerin in 7:44,61 Minuten vor Australien und Frankreich. Der Vorsprung auf Rang zwei betrug sage und schreibe sieben Sekunden, damit war der direkte Einzug ins Halbfinale geschafft. Ihre härteste EM-Widersacherin die niederländische Europameisterin Karolien Florijn musste sich im zweiten Vorlauf, der Juniorenjahresweltbestzeit rudernden Clara Guerra, Italien, beugen und in den Hoffnungslauf. Am Samstagabend geht es für Alicia Bohn nun ins Halbfinale und mit Rang eins bis drei dann hoffentlich am frühen Sonntagnachmittag ins Finale der Juniorenweltmeisterschaft.


 

 

Euromasters-Sieg in München

 

Ausgabe 39/2016

Von Harald Schwager

 

Euromasters-Sieg für Elke Müsel und Corinna Bachmann

Bei der Euro-Masters-Regatta auf der Münchener Olympiastrecke in Oberschleißheim über die Standarddistanz von 1000 Metern im Sechs-Bahnen-Feld gelangen unseren Masters ein Sieg, zwei zweite und zwei dritte Plätze sowie ein fünfter Platz.

Elke Müsel und Corinna Bachmann waren im Doppelzweier unterwegs. In der Altersklasse C mussten sich die beiden in einem sehr guten Rennen den letztlich zu starken Ruderinnen Stefanie Thum und Christina Haus, RC Großauheim, mit einer Bootslänge beugen. Die Niederländerinnen als drittplatziertes Boot wurden klar distanziert. In der jüngeren Altersklasse B holten sich die Beiden nach 3:52,85 Minuten mit einem klaren Start-Ziel-Sieg in einem weitauseinandergezogenen Feld die angestrebte Goldmedaille. Die Zweiten im Feld vom WSV Schifferclub Neckarrems benötigten 3:57,11 Minuten. Der Masterinnen-Doppelvierer B in Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Baden/Mannheimer RG Rheinau brachte für das Quartett Corinna Bachmann, Elke Müsel, Silke Pattloch und Verena Moster hinter extrem starken Niederländerinnen und erneut RC Großauheim in Renngemeinschaft mit der Hanauer RG den Bronzerang.

Einen harten Kampf mit unglücklichem Ausgang lieferten Peter Gärtner und Ralf Burkhardt im Masters-Doppelzweier C ab. Nach leichtem Bojenkontakt zu Beginn es Rennen lief es rund, dennoch hatte die Renngemeinschaft Limburger ClfW/Frankfurter RG Oberrad den Bugball vorn. Das Speyerer Duo konnte die Franzosen denkbar knapp mit zwei hundertstel Sekunden auf Platz drei verweisen und wurde Zweiter. Im Masters-Doppelzweier D gingen Peter Gärtner und Ralf Burkhardt das Rennen zu scharf an und konnten im Endspurt nicht mehr voll gegenhalten und wurden fünftes Boot.

Sehr zufrieden waren die Speyerer auch mit dem abschließenden Masters-Mixed-Doppelvierer. Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt legten ein technisch einwandfreies Rennen hin. Dabei blieben die ersten vier Boote immer nahe beisammen. Die starken Briten siegten in 3:16,89 Minuten. Die RG Speyer wurde mit elf hundertstel Sekunden Rückstand auf eine deutsch/österreichische Renngemeinschaft drittes Boot in 3:18,60 Minuten und hielt dabei die Renngemeinschaft RC Großauheim/Hanauer RG mit sieben zehntel Sekunden auf Distanz. Die folgenden Boote hatten mit dem Rennausgang nichts zu tun.

„Das war ein toller Abschluss der Hauptsaison, insbesondere, dass wir einen Sieg mit nach Speyer bringen konnten“, betonte das Speyerer Starter-Quartett.  

Silbermedaille für Alicia Bohn

Ausgabe 37/2016

Von Harald Schwager

 

Silbermedaille für Alicia Bohn bei Europameisterschaft

In Trakai, Litauen, fanden die Europameisterschaften der Junioren im Rudern statt. Der Deutsche Ruderverband war mit voller Mannschaft angetreten und hatte alle Bootsklassen besetzt. Im Trikot mit dem Bundesadler und der Deutschlandfahne auf den Ruderblättern durfte auch Alicia Bohn ins Renngeschehen über die 2000-Meter-Strecke eingreifen. Nach ihrem Sieg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juniorinnen-A-Einer war Alicia Bohn sowohl für die Europa- als auch Weltmeisterschaften nominiert worden.

Im Juniorinnen-Einer hatten 20 Länder ihre Vertreterinnen am Start. Alicia Bohn trat im Vorlauf gegen Frankreich, Dänemark, Litauen und Georgien an. Mit einem deutlichen Start-Ziel-Sieg in 8:01,2 Minuten und einer Bootslänge vor Frankreich holte sie sich die direkte Qualifikation zum Halbfinale und sparte sich den Umweg über die Hoffnungsläufe. Das Halbfinale brachte einen weiteren Start-Ziel-Sieg mit einer Länge Vorsprung auf Italien und Kroatien. Nach 8:03,08 Minuten ertönte die Zielsirene.

Im Finale traten an Deutschland, Frankreich, Niederlande, Kroatien, Belgien und Italien. Auf den ersten 500 Metern setzte sich die Französin Margaux Bailleul in Szene und führte knapp vor der Belgierin Rachel Willaumez und Alicia Bohn. Bei Streckenhälfte hatte sich Alicia Bohn an die Spitze vorgearbeitet, gefolgt von der Niederländerin Karolien Florijn, die Französin fiel auf Platz drei zurück. Und es blieb eng. 500 Meter vor dem Ziel lag die Niederländerin eine knappe Sekunde vor Alicia Bohn, der Rest des Feldes lag über eine Länge zurück. Nach 2000 Metern hatte Alicia Bohn in 7:49,3 Minuten ihr schnellstes Rennen gerudert und die Silbermedaille in der Tasche. Gold ging an die Niederlande, Frankreich kam zu Bronze.

„Das ist die bislang beste Platzierung einer Speyerer Ruderin bei Europameisterschaften und das noch im Einer“, zeigten sich die mitgereisten Fans begeistert.

Jetzt geht der Blick nach vorn und die nächsten Trainingseinheiten werden geplant, denn Ende August stehen die Juniorenweltmeisterschaften an. Dort soll nach dem vierten Rang im Vorjahr in Rio de Janeiro in der zweiten Auflage möglichst eine Medaille folgen.

 

 

Offenbacher Ruderregatta

Ausgabe 36/2016

Von Harald Schwager

 

 

Zwei Siege bei 92. Offenbacher Ruder-Regatta geholt

 

Von der 92. Offenbacher Ruder-Regatta über die 1000-Meter-Strecke auf dem Main brachte unsere Masters-Truppe zwei Siege und einen zweiten Platz mit nach Hause zurück.

Im Masters-Frauen-Doppelzweier C machten Elke Müsel und Corinna Bachmann schnell alles klar und dominierten ihr Rennen. Nach 3:38,48 Minuten standen die beiden Ruderinnen als Sieger fest, zweites Boot wurde klar distanziert der RV Hellas Offenbach in 3:43,75 Minuten. Ganz eng ging es im Masters-Männer-Doppelzweier D für Peter Gärtner und Ralf Burkhardt zu. Insbesondere der Flörsheimer RV wehrte sich über die Gesamtdistanz. Am Ende behielten die Speyerer den Bugball vorn und siegten in 3:14,97 Minuten mit 39 hundertstel Sekunden Vorsprung denkbar knapp. Den harten Kampf der beiden führenden Boote belegt auch der Rückstand der nachfolgenden Doppelzweier. Offenbach lag zehn und Siegburg gar siebzehn Sekunden zurück. Im abschließenden Masters-Mixed-Doppelvierer machten die beiden Speyerer Sieger-Duos dann gemeinsame Sache. Wie schon im Masters-Männer-Doppelzweier boten auch die Mixed-Crews den Zuschauern ein spannendes Rennen. Leider mit dem kürzeren Ende für die RGS. Die Renngemeinschaft RC Möve Großauheim/Hanauer RG gewann knapp mit 40 hundertstel Sekunden Vorsprung auf das Quartett Bachmann, Burkhardt, Gärtner und Müsel. Auch hier lag der drittplatzierte RC Aschaffenburg mit mehr als einer Länge weit zurück.

„Schade, dass es im Doppelvierer nicht für den gemeinsamen Sieg gereicht hat, da mussten wir sicher den Doppelzweier-Rennen und dem langen Tag als Kirchboot-Regattahelfer und Fußball-Fans, es lief Deutschland – Italien, am Regattavortag Tribut zollen“, waren sich die vier Speyerer einig. „Dennoch sind wir sehr zufrieden, im letzten Jahr hatten wir noch eine Länge Rückstand auf den siegreichen Doppelvierer, dieses Mal waren es vier Zehntel, im nächsten Jahr gewinnen wir“, blickte Corinna Bachmann schon nach vorn.

Die 9. Speyerer Kirchbootregatta

 von Dr. Harald Schwager

Viel Spaß trotz Regen bei Kirchboot-Regatta 2016

Von 26 teilnehmenden Mannschaften, kamen die zeitschnellsten Acht aus zwei Läufen ins Viertelfinale: Männerlauftreff Berghausen, die Physiotherapie Richter, die Schdäddische, das Marienkrankenhaus Ludwigshafen (die Mannschaft ruderte im ersten Durchgang mit 52,99 sec. Streckenrekord), der Landesbetrieb für Mobilität, die Diakonissenanstalt, die Vorjahresgewinner vom Kanu-Club und die späteren Sieger des SWS Energieteams.

Das Marienkrankenhaus Ludwigshafen ruderte im ersten Durchgang mit 52,99 sec. Streckenrekord

Sieger beim Schülercup, einem Mix aus Ergometer-Zeitfahren und Kirchbootrennen wurden die Jungs vom Schwerd-Gymnasium, vor den Teams vom Niki, dem GaK und der IGS.

Die Pokalgewinner:

Das zeitschnellste Team unter den Newcomern waren die Handballer des TuS Heiligenstein, erstmals dabei auch der DAV – Sektion Speyer, die Haie aus der Hafenstrasse („Wir beißen nicht, wir fressen am Stück“) und die LUFA Speyer.

Das schnellste Mixed-Team, dazu noch umwerfend kostümiert („Buggel schrubb!“) waren die Physiotherapeuten der Praxis Matthias Richter.

Den Pokal für das originellste Outfit bekamen die Schnakenjäger vom Männerlauftreff Berghausen (mit weiblicher Schnook an Bord!).

Den Pokal für die reine Frauenmannschaft errangen mit perfekter Wasserarbeit und Bootsgefühl die Ladys der Sparkasse Vorderpfalz.

Gesamtsieger 2016 wurde das pfeilschnelle Energieteam der SWS, vor dem Vorjahressieger Kanu-Club Speyer.

Großartige Arbeit leisteten neben allen 60 ehrenamtlichen Helfern die Organisatoren Felix Gard, Moritz Durein und Tim Lauer, der als Betreuer von Alicia Bohn beim Trainingslager in Berlin per Telefon dabei war. Die Versorgung war bei Volker Holl und seinem Team in besten Händen.

 

Viele Bilder wird es im kommenden Ruderblatt geben

Gold für Alicia Bohn

Ausgabe 34/2016

von Dr. Harald Schwager 

Alicia Bohn dominiert den Einer und holt Silber im Doppelvierer

Bei den Deutschen Meisterschaften auf der Hamburger Regattastrecke, war auch Alicia Bohn, im U19-Bereich unterwegs, sie sicherte sich Gold und Silber.

Eine reichlich einseitige Angelegenheit war der Weg ins Finale des Juniorinnen-A-Einers für Alicia Bohn. Im Vorlauf lag Alicia bei ihrem Sieg ganze sechszehn Sekunden vor Nora Peuser, RU Arkona Berlin, die als eine der Mitfavoritinnen als Zweite ins Ziel kam. Auch das Halbfinale zeigte lediglich, dass Alicia Bohn auf den Punkt fit war. Sie landete einen Sieg mit elf Sekunden Vorsprung auf eine weitere Mitfavoritin Anneke Mau vom RC Würzburg. Im Finale zeigte sich dann, dass Alicia Bohn ihren härtesten Widersacherinnen in Vorlauf und Halbfinale den Schneid abgekauft hatte. Früh setzte sie sich an die Spitze, zog einsam ihre Bahn.

Bezeichnend war der Streckenkommentar: „Das einzig spannende an diesem Rennen ist der Kampf um Platz zwei zwischen Anneke Mau und Nora Peuser, Alicia Bohn zieht einsam davon und ist nicht zu gefährden“. Selten hat eine Einer-Ruderin bei den Deutschen Jugendmeisterschaften die Konkurrenz so dominiert wie Alicia Bohn bei ihrer Titelverteidigung.

Nach Gold im Einer wollte Alicia Bohn dann auch im Doppelvierer noch Edelmetall. Im Bahnverteilungsrennen gab es einen Sieg für die Renngemeinschaft RG Speyer/RC Potsdam/Rathenower RC mit Alicia Bohn, Maren Völz, Svenja Karen Kornack und Elisa Döbertin. Das bedeutete eine gute Ausgangsbasis fürs Finale wo erneut die härtesten Widersacherinnen die Renngemeinschaft Vegesacker RV/ARC Würzburg/RC Düsseldorf/Pirnaer RV mit Luise Asmussen, Anneke Mau, Leonie Menzel und Sophie Leupold warteten. Das Quartett um Alicia Bohn kam nach 6:37,39 Minuten als zweites Boot ins Ziel. Die Siegerzeit lag bei 6.34,97 Minuten. Die Bronzemedaillen-Gewinner, eine ebenfalls starke Mannschaft, waren 6:45,17 Minuten unterwegs. Das belegt den extrem intensiven Kampf um Gold und Silber, der den nachfolgenden Booten keine Chance ließ. Das vierte Boot überquerte die Ziellinie nach 6:51,88 Minuten.

Die angereisten Speyerer konnten sich mit Alicia Bohn über Gold im Einer und Silber im Doppelvierer freuen, insbesondere weil dies bedeutete, dass nach 2015 erneut die Qualifikation für die Junioren-WM geschafft war.

Schäden an Privat-Pkws bei RGS-Aktivitäten

Hinweis durch unseren Vorsitzenden Alfred Zimmermann

Bei Schäden an Privat-Pkws, die im Rahmen von RGS-Aktivitäten benutzt werden (z.B. Ruderertransporte bei Regatten oder Wanderfahrten, Arbeitseinsätze im Bootshaus und Reffenthal etc.) immer die Polizei rufen – auch bei Bagatellschäden! – sonst erfolgt keine Regulierung durch unsere Sportbund-Versicherung.

Wenn kein Streifenwagen geschickt wird, unbedingt die „Wachbuch-Nummer“ der Meldung mitteilen lassen, damit es einen Nachweis der Polizei-Verständigung gibt.

Deutsche Meisterschaften U23 in Hamburg

Ausgabe 33/2016

Von Harald Schwager

 

Gold und Bronze für Elias Dreismickenbecker bei U23-DM

Bei den Deutschen Meisterschaften auf der Hamburger Regattastrecke, Allermöhe durfte sich Elias Dreismickenbecker über Gold und Bronze freuen.

Zunächst sicherte sich der junge Speyerer im U23-Leichtgewichts-Doppelzweier mit seinem Partner Julian Schneider, Mainzer RV, mit Rang drei im Bahnverteilungsrennen eine gute Startbahn fürs Finale. Im Finale legte bis zur 500-Meter-Marke die Renngemeinschaft Mainzer RV/Crefelder RC deutlich vor und führte mit mehr als zwei Sekunden, Elias Dreismickenbecker lag mit Julian Schneider gut im Feld auf Platz drei. Bei Streckenhälfte hatte sich das Feld in drei Gruppen geteilt. Der Abstand zu den beiden führenden Boote war etwas größer geworden, aber Rang drei stand. Bei der 1500-Meter-Marke hatte sich dann die Renngemeinschaft RC Allemania/Der Hamburger und Germania RC eine Sekunde vor Speyer/Mainz gelegt. Damit ging Elias Dreismickenbecker von Rang vier aus in den Endspurt. Dieser wurde fulminant gerudert und in 1:35,32 Minuten absolviert. Ganze sechs Sekunden lag das Duo Dreismickenbecker/Schneider am Ende vor den Hamburgern und sicherten sich die Bronzemedaille hinter RV Erlangen/ARC Würzburg mit Gold und Mainzer RV/Crefelder RC mit Silber.

Im U23-Leichtgewichtsdoppelvierer machten Elias Dreismickenbecker und Julian Schneider, dann gemeinsame Sache mit den Siegern im Doppelzweier Jonathan Schreiber und Joachim Agne. Ein klarer Sieg im Bahnverteilungsrennen lies gutes fürs Finale erwarten. Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht. Das Quartett um Elias Dreismickenbecker setzte sich vom Start weg an die Spitze des Feldes und gab diese bis in Ziel nicht mehr ab. Gleichmäßig wie ein Uhrwerk baute der Doppelvierer seine Führung aus. Jeweils eine knappe Sekunde pro 500-Meter-Teilabschnitt führte letztlich zu drei Sekunden Vorsprung. Nach 6:03,53 Minuten war Gold für die Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RV Erlangen/ARC Würzburg gesichert. Exakt drei Sekunden danach kam die Renngemeinschaft RC Allemania/RG Hansa/WSV Honnef/Der Hamburger und Germania ins Ziel, nur drei zehntel Sekunden dahinter die Bronzemedaillengewinner RC Allemania/Ratzeburger RC/Mainzer RV/Crefelder RC.

„Ein toller Triumph für Elias Dreismickenbecker, der sich noch am gleichen Tag durch die Gold und Bronze im Doppelzweier und -vierer einen Platz im Doppelvierer bei der im August anstehenden U23-Weltmeisterschaft sicherte“, jubelte die RGS-Fangemeinde.

Regatta Ratzeburg

Ausgabe 32/2016

Von Harald Schwager

Spitzenplätze für Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker

Bei der 57. Ratzeburger Ruderregatta waren Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker am Start und erfolgreich in den Endläufen vertreten.

Julia Hoffmann war im Frauen-Einer A unterwegs und schaffte es zwei Mal sich im Endlauf ganz vorn zu platzieren. Am ersten Regattatag ging Julia Hoffmann das Rennen im Sechs-Boote-Feld scharf an und führte nach den ersten 500 Metern mit zwei Sekunden vor der Dänin Anneta Cecilia Eidesgaard, die am Ende als drittes Boot ins Ziel kam. Bei Streckenhälfte hatte sich Judith Anlauf, RC Süderelbe Hamburg, bis auf knappe acht zehntel Sekunden an Julia Hoffmann herangearbeitet. Auf den zweiten 1000 Metern machte die Hamburgerin alles klar und siegte vor Julia Hoffmann. Mit der Erfahrung des ersten Tages ging Julia Hoffmann das Rennen etwas verhaltener an, so lagen bei der 500-Meter-Marke alle Boote eng beisammen. Bei Streckenhälfte begann sich das Feld dann auseinanderzuziehen. Julia Hoffmann blieb erneut an Judith Anlauf dran und holte sich verdient zum zweiten Mal den Silberplatz.

Über den Vorlauf drang Elias Dreismickenbecker mit seinem Partner Julian Schneider, Mainzer RV, ins Finale des Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier vor. In einem engen Rennen, bei der 1500-Meter-Marke lagen noch alle acht Boote innerhalb einer Bootslänge zusammen, fiel die Entscheidung erst auf den letzten 500 Metern. Die junge Mannschaft Dreismickenbecker/Schneider wurde am Ende achtes Boot. Sehr gut lief es für Elias Dreismickenbecker mit seinen Bootskameraden Julian Schneider, Jonathan Schreiber und Joachim Agne in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RV Erlangen/ARC Würzburg im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer ohne Steuermann. Im vollen Feld setzten sich erwartungsgemäß Frankreich vor Dänemark und deutschen Männer-A-Doppelvierer durch. Dann folgte nur knappe zwei Sekunden das Quartett um Elias Dreismickenbecker als bei weitem schnellster U23-Doppelvierer im Rennen der Offenen Kategorie. Mit diesem Erfolg im Gepäck möchte Elias Dreismickenbecker mit seinem Team nun in 14 Tagen bei den Deutschen U23-Meisterschaften ganz vorne landen und endgültig das Ticket zur U23-Weltmeisterschaft in Rotterdam lösen.

„Wenn´s richtig läuft sind wir bei den Deutschen vorne dabei und rudern bei der WM um Medaillen mit“, zeigte sich das Quartett selbstbewusst.

Regatta in Bamberg

 

von Harald Schwager

RGS bringt sechs Siege aus Bamberg mit

Auf dem Main-Donau-Kanal Bug bei Bamberg ging es für unsere Rennruderer über die 1000-Meter-Strecke um Medaillen. Aus neun Rennen brachten die Speyerer Ruderer gleich sechs erste, zwei zweite und einen dritten Platz mit nach Hause.

Besonders erfolgreich waren Elke Müsel und Corinna Bachmann, sie holten bei drei Starts drei Siege. Dabei trauten sich die beiden Masterinnen nicht nur den Start in ihrer Altersklasse zu, sondern griffen auch in der Offenen Frauenklasse ins Renngeschehen ein. Im Frauen-Doppelzweier A ruderten sie auf der ersten Streckenhälfte eine knappe Länge hinter dem führenden Boot, um dann mit hoher Schlagzahl auf den zweiten 500 Metern zu brillieren und sicherten sich nach 3:55,76 Minuten den Sieg. „Elke ist auf Schlagzahl 39 hochgegangen“, zeigte sich Peter Gärtner beim Regattabericht noch ganz begeistert. Dabei verwiesen sie die folgenden Boote mit acht, den Passauer RV, neun, die Rgm. SV Planeta Radebeul/Pirnaer RV und gar achtzehn Sekunden, den RV Erlangen, auf die Plätze. Den zweiten Lauf gingen sie zielorientiert an, führten schnell mit einer Länge, die bis ins Ziel verteidigt wurde. Auch der Masterinnen-Doppelzweier war letztlich eine ziemlich einseitige Angelegenheit für die beiden Speyrerinnen. Im vollen Feld ruderten sie auf und davon, selbst der zweitplatzierte WSV Neckarrems lag siebzehn Sekunden zurück.

Im Männer-Zweier-ohne Steuermann A übernahmen Marvin Degen und Elias Kolbenschlag zunächst deutlich die Führung, mussten dann allerdings dem hohem Tempo Tribut zollen und wurden hinter dem Münchener Ruder- und Segelverein zweites Boot, dicht gefolgt von der Renngemeinschaft Schleissheimer RC/RG Zeltingen. Im zweiten Rennen ging es über die volle Strecke ganz eng her. Leider hatte das Duo Degen/Kolbenschlag mit Rang drei, bei einem Zieleinlauf der Boote innerhalb von einer Sekunde, das kurze Ende für sich.

Gerhard Kayser und Norbert Herbel kämpften als eingespieltes Doppelzweierteam mit dem RV Nürnberg um jeden Zentimeter und rangen die Gegner im ersten Lauf verdient nieder und siegten in 4:27,27 Minuten. Das bedeutete den ersten Sieg eines Masters-G-Bootes, Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre, für die RGS. Im zweiten Rennen folgte ein zweiter Platz hinter den Kaidel-Brüdern vom Schweinfurter RC Franken, aber deutlich vor dem drittplatzierten Doppelzweier.

Zwei Mal problemlos siegte der Masters-Doppelvierer D in der Renngemeinschaft RG Speyer/Post SV Koblenz mit Schlagmann Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Mattil und dem Koblenzer Wolfgang Bernd. „Auch wenn wir technisch nicht sehr sauber über die Strecke gekommen sind, so waren wir doch deutlich kraftvoller unterwegs und konnten die Gegner jederzeit gut kontrollieren“, kommentierte Peter Gärtner nach den Rennen.

„Leider musste die Regatta aufgrund eines aufziehenden Unwetters abgebrochen werden, sodass unser Masters-Mixed-Doppelvierer im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel“, zeigten sich die Speyerer über das unschöne Regattaende enttäuscht.

Viel schlimmer waren aber die durch die Sturmböen und das Unwetter entstandenen Bootsschäden, da das Material nicht mehr schnell genug verstaut werden konnte. Erfreulicherweise blieb das Speyerer Bootsmaterial weitestgehend verschont.