Archiv der Kategorie: Schnellinfo

Trainingslager in Le Grau-du-Roi

 

Ausgabe 01/2016

von Julia Hoffmann

Zwei Wochen Rudern unter der Sonne Südfrankreichs

– Auf den Kanälen rund um Montpellier ist das genau so cool, wie es sich anhört!

Am zweiten Weihnachtsfeiertag ging es für Elias Dreismickenbecker und mich um sechs Uhr am Morgen mit unserem treuen Gefährten, dem C5, auf die Autobahn in Richtung Süden, in Richtung Trainingslager. Kaum zehn Stunden später rollten wir auch schon auf den Bootsplatz des Rudervereins in Le Grau-du-Roi, dem 300-Einwohner-Dorf, das unsere Truppe von 45 Sportlern und 6 Trainern beherbergen durfte. Nach der entspannten Anreise wurden dann noch kurz die 40 Ruderboote abgeladen, bevor es ins Quartier ging.

Die ersten Trainingstage liefen recht entspannt an, zwar ließ sich die Sonne nicht ganz so oft blicken, dennoch konnten wir die langen Ausdauereinheiten und Rennradtouren bei angenehmen Temperaturen absolvieren. Ansonsten passiert in so einem Trainingslager ja bekanntlich nicht sehr viel. Es wird gegessen und geschlafen, meistens läuft nebenher ein Film auf dem Laptop und ab und zu denkt man auch an die Vorlesungen, die man eigentlich nachholen müsste, natürlich schleppt man den ganzen Unikram ziemlich umsonst einmal nach Frankreich und wieder zurück.

Nachdem auch wir den Jahreswechsel gebührend gefeiert hatten, wurde das Programm in der zweiten Woche doch kontinuierlich anspruchsvoller, die Rennräder wurden eingepackt, das bedeutet mehr Kilometer auf dem Wasser und fast täglich Belastungen. Wir haben da sehr vom Schwung der Truppe profitiert, mit 32 anderen Booten am Start für die Trainingsbelastungen zu liegen pusht natürlich sehr und jeder will am Ende auf der sogenannten Prozente-Liste möglichst weit oben stehen.

Um die Stimmung zu lockern, luden die Trainer zum gemeinsamen Grillen ein, dazu wurde zunächst der komplette Fleischvorrat im ansässigen Supermarkt aufgekauft und unter allen Sportlern ein Salatwettbewerb ausgeschrieben. Kein Wunder also, dass die Waage am Tag von den meisten gemieden wurde.

Obwohl die Aussicht aufs Meer natürlich unvergleichbar ist und auch die Tatsache, jeden Morgen frisches Baguette an die Tür geliefert zu bekommen, das Frühstück aufwertet, waren wir doch recht froh, als es wieder in Richtung Heimat ging.

Jetzt ist es wichtig, den Weg zurück in den Alltag zu finden und dabei den Effekt des Trainingslagers möglichst weit mitzunehmen. Dazu gehört, möglichst nahtlos weiter zu trainieren ohne sich dabei zu überfordern.

Die Saison 2016 kommt in großen Schritten auf uns zu, aber bisher läuft die Vorbereitung reibungslos und ohne größere Ausfälle oder Verletzungen, das lässt uns positiv auf die nächsten Wettkämpfe blicken. An der Stelle wünsche ich also allen viel Erfolg in 2016 und möchte natürlich ein großes Dankeschön an unseren Vorstand aussprechen, der hinter uns steht und immer alles genehmigt, sowie an alle, die uns unterstützen und durch die Saison begleiten!

Habt Spaß am Rudern und bei allen anderen Aktionen im Verein!

Liebe Grüße Julia

 

 

 

 

Die höchsten Saisonerfolge

Ausgabe 61/2015

Von Harald Schwager

Endlich geschafft: 21 Siege für Peter Gärtner in einer Saison

In der Rennrudersaison 2015 schaffte es Peter Gärtner nach 40 Jahren, nachdem er 1975 seinen ersten Regattasieg für die RG Speyer erringen konnte, erstmalig zu den wenigen Ruderern mit mehr als 20 Siegen je Saison zu stoßen. Mit 21 Saisonsiegen 2015 gehört der siegreichste RGS-Ruderer nun auch zu diesem kleinen Kreis. Besonders erfreulich war, dass bei 21 Saisonsiegen auch die Qualität nicht zu kurz kam. Neben dem Südwesttitel im Masters-Doppelvierer mit Lars Seibert, Martin Gärtner und Harald Schwager, gab es auch den World-Masters-Titel im Mixed-Doppelvierer mit Ralf Burkhardt, Elke Müsel und Corinna Bachmann zu vermelden.

Im Jahr 1976 war es Ingeborg Huck die zum ersten Mal 21 Siege in einer Saison erreichte, kurz vor Jörg Hinsenkamp, der dann 1977 gar 22 Saisonerfolge vermelden konnte.

Bislang konnten in der RGS-Rennrudergeschichte neben Tim Lauer (2007, 2008, 2009), der mit 30 Saisonerfolgen auch den Rekord hält, Peter Faber (2005 und 2006 je 25 Erfolge), Harald Schwager (1996, 1997 je 21 Siege), elf weitere Ruderer in einer Saison mehr als zwanzig Siege erringen: 28 Siege Lars Seibert (1997), 27 Siege Paul Schwager (2010), 24 Siege Janis Wagner (2011) je 23 Siege Lars Bergström (2008) und Julia Hoffmann (2013), je 22 Siege Jörg Hinsenkamp (1977), Inga Bergström (2007) und Ralf Burkhardt (2011) sowie je 21 Erfolge Ingeborg Huck (1976), Felix Gard (2008) und nun Peter Gärtner (2015)

Sieganzahl/Saison:

2007 – 30 Siege Tim Lauer

1997 – 28 Siege Lars Seibert

2010 – 27 Siege Paul Schwager

2005 – 25 Siege Peter Faber

2006 – 25 Siege Peter Faber

2011 – 24 Siege Janis Wagner

2008 – 23 Siege Lars Bergström

2013 – 23 Siege Julia Hoffmann

1977 – 22 Siege Jörg Hinsenkamp

2007 – 22 Siege Inga Bergström

2009 – 22 Siege Tim Lauer

2011 – 22 Siege Ralf Burkhardt

1976 – 21 Siege Ingeborg Huck

1996 – 21 Siege Harald Schwager

1997 – 21 Siege Harald Schwager

2008 – 21 Siege Tim Lauer

2008 – 21 Siege Felix Gard

2015 – 21 Siege Peter Gärtner

Traditioneller Weihnachtsfußball

Ausgabe 59/2015

von Harald Schwager

11 gegen 11 beim traditionellen Weihnachtsfußball

Beim Weihnachtsfußballspiel war in den vergangenen Jahren auf vieles Verlass, das traf fast alles auch 2015 zu:

Erstens: Wie in den Vorjahren war das Wetter wieder frühlingshaft mit angenehmen 12-13 Grad und es blieb nicht nur trocken, sondern die Sonne traute sich heraus. Nur 2012 zeigte das Thermometer mit 16 Grad noch höhere Werte. Die Domwiese war wie 2014 kaum aufgeweicht, sodass die Akteure auch nach einer Stunde Sport noch „fast sauber“ waren.

Zweitens: Der „eingespielte“ Spielmodus „Jung gegen Alt“ – eigentlich „Nicht mehr ganz so Jung“ gegen „Ganz schön Alt“ – brachte die bekannten Ergebnisse. Beim Fußball siegte die „alte“ Filigrantechnik, beim Rugby die „junge“ Dynamik.

Drittens: Über den genauen Endstand gab´s am Ende wieder Diskussionen. Beim Fußball so irgendwas zwischen 4:0 bis 5:1 für die „Alten“. Beim Rugby ein 2:0 für die „Jungen“.

Viertens: Unser Erster Vorsitzender Alfred Zimmermann und Kirchbootverantwortlicher Norbert Herbel hatten es sich erneut nicht nehmen lassen den Weg an die Rheinwiesen zu finden.

Fünftens: Die gute Versorgung der Zuschauer mit Speyerer Brezeln, Weihnachtsgebäck und zahlreichen Getränken war wie immer dank Karin Lischer, Danika Wettling, Geli Schwager u.a. gesichert. Eine Neuheit gab´s dann doch: neben Glühwein stand Eierpunsch auf der Getränkekarte. Als dann noch der VW-Bus mit Peter Josy am Steuer vorfuhr war die Versorgungslage vollends in trockenen Tüchern. Mehrfach konnten die Fußballer mit Geldermann-Sekt-Böllern angefeuert werden. Prost!

Sechstens: Obwohl 11 gegen 11 Akteure auf dem Platz standen, hatten die Zuschauer erneut die Überzahl, was die Attraktivität des Spiels belegt.

Siebtens: Erneut fanden fernab von Speyer wohnende RGS-Weihnachtsfußball-Fans den Weg auf die Domwiese. Felix Gard aus Darmstadt, Jens Klein aus Karlsruhe, Ingo Janz aus Frankfurt, Maximilian Bandel aus Bonn, Joshua Schwager aus Hamburg, Paul Schwager aus Zürich und auch Jochen Kühner kämpften mit dem Ball

Was war ganz anders: Im Gegensatz zu den Vorjahren ging das weihnachtliche Spiel völlig verletzungsfrei über die Bühne. Bravo!

….und Ralf Burkhardt spielte erstmalig kurzärmelig im RG-Trikot, während einige seiner kameraden auch in den Vorjahren bei deutlich tieferen Temperaturen Erfahrung in kurzen Hosen oder im T-shirt gesammelt hatten.

Im Schulungsraum ließen sich dann Aktive und Zuschauer die von Klaudia Laakmann zubereitete Suppe mit Wurst gemeinsam schmecken. Danke, wir freuen uns schon auf 2016. Hmmm. Jetzt kann Weihnachten kommen.

Nikolausi

Sieg für die RGS bei der letzten Regatta des Jahres

Bei der 28. „Nikolaus-Vierer“-Regatta waren gleich fünf Gig-Boote der RGS am Start. Wie der Name vermuten lässt, findet dieser Ruderevent zu Nikolaus auf der Wachsbleiche, einem Seitenarm des Rheins bei Mainz statt. Entsprechend vielschichtig sind auch die Klamotten, in denen die Ruderer und Ruderinnen ihre Boote besteigen: da sammeln sich Nikoläuse, die im mit Tannenbaum geschmückten Ruderboot antreten gegen eine Rotte Rentiere, deren Bug ein Geweih ziert. Nebenan legen sich vier Weihnachtsengel in die Riemen, Elfen treten gegen Knecht Ruprecht und seine drei Ruten an. Oder es sind ganze Geschenkpakete unterwegs. Kurz: wer hier in sportlichem Rennruder-Outfit antritt, gilt als Spielverderber – wenigstens eine rote Mütze sollte drin. Die Speyerer waren allesamt mit einer RG Speyer-Nikolausmütze, geschneidert von Steuerfrau Karin Lischer, am Start. Das Langstreckenrennen ging dieses Jahr über verkürzte 3.000 Meter, davon zunächst 2 Kilometer mit dem Strom und das letzte Streckendrittel gegen den Strom.

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Abrudern der Saison 2015

„Stadt Speyer“ wieder auf dem Wasser 

Die Kombination aus Sonne, 21 Grad im November und einer großen Anzahl von Booten auf dem Wasser machten das traditionelle Abrudern der Rudergesellschaft Speyer zu einem tollen offiziellen ruderischen Jahresausklang. Gleich fünf Gig-Vierer und einen von Reinhold Eppel geruderten Einer schickte der Sportvorsitzende Andreas Kabs zur letzten Ausfahrt auf den Rhein. Der obligatorische Wunsch immer „eine Handbreit Wasser unter dem Kiel zu haben“, hatte diesmal eine ganz besondere Bedeutung. Die Ruderer und insbesondere die Steuerleute hatten allen Grund wegen des extrem niederen Wasserstandes die Fahrt in den Trompeterbau mit äußerster Vorsicht anzugehen.

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Würzburger Bocksbeutelregatta

 

 

 

Ausgabe 53/2015

von Harald Schwager

 

Achtersieg bei der 81. Würzburger Bocksbeutel Ruderregatta

 

Mit zwei Booten war die RGS bei der „Bocksbeutel Langstrecke“ auf dem Main bei Würzburg vertreten. Insgesamt gingen 248 Mannschaften auf die 4500 Meter-Strecke. Gestartet wurde trotz Niedrigwasser bei Randersacker, Stromkilometer 258,2, das Ziel wurde bei der Bayernbucht, Stromkilometer 253,7 durchrudert.

Doch bevor die Wasserarbeit in Angriff genommen werden konnte, galt es Nerven zu bewahren. Thomas Zimmermann und Ralf Mattil hatten den Bootstransport übernommen, mussten jedoch vor dem vor dem Start nach Würzburg die Hängerreifen mit „frischer Luft“ versorgen, was die Abfahrt verzögerte. Aufgrund der Erkrankung von Corinna Bachmann sprang außerdem Beate Wettling kurzfristig ein und musste im Regattabüro innerhalb der vorgegebenen Ummeldefrist umgemeldet werden. In Ermangelung eines „leichten“ Steuermanns nahm Harald Schwager, als alternativlose Option, auf dem Steuermannssitz Platz. Nicht ohne zuvor im Regattabüro bei der Verwiegung für eine nette Unterhaltung gesorgt zu haben. Die fürs Verwiegen zuständige Dame dachte zunächst „hier wolle nur einer ´mal wieder wissen wie schwer er ist“. Dieses Missverständnis ließ sich ausräumen und ein Zusatzgewicht war auch nicht notwendig.

Besonders erfreulich war, dass entgegen dem vorhergesagten regnerischen und kalten Wetter die Ruderer zwar bei lausigen neun Grad begrüßt wurden aber der Regen komplett ausblieb und sich die Sonne sogar hin und wieder zeigte. Zum Glück verzögerte sich der Regattastart aufgrund von Schiffsverkehr um etwa zwanzig Minuten, so gelangte der Masters-Mixed Gig-Doppelvierer D mit Beate Wettling, Angelika Schwager, Thomas Zimmermann, Ralf Mattil und Steuermann Harald Schwager nach schnellem Aufriggern gerade noch rechtzeitig an den Start. Mit der für ein Gig-Boot hohen Schlagzahl von 29 Schlägen pro Minuten ging es auf den ersten 1000 Metern ins Rennen. Die Strecke wurde kraftvoll mit einer durchschnittlichen Schlagfrequenz von 27 bewältigt. Hier hatte Technikfuchs Thomas Zimmermann die richtige App aufs Handy geladen, um nach dem Rennen jeden Schlag noch einmal nachvollziehen zu können. Autsch. Nach 18:39 Minuten blieb die Uhr stehen, das bedeutete einen guten sechsten Platz. Durch das Niedrigwasser waren die Laufzeiten mehr als eine Minute langsamer als in den Vorjahren, damit die Zeit etwa auf Vorjahresniveau, trotz des schweren Steuermanns.

Der Masters-Achter C RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau ging in der in der Besetzung Lars Seibert, Arnd Garsuch, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager, Lutz Fiedler, Thomas Dresel an den Start. An den Steuerseilen saß Silke Pattloch, die ihre „Acht“ bei der Auffahrt zum Start im Rhythmus harmonisch zusammen brachte. Alle bestätigten nach dem Rennen, dass das Gefühl „heute läuft es super“, schnell da war. Da die Boote bei der Bocksbeutel Langstrecke im Minutenabstand gestartet werden, gilt es möglichst an das zuvor gestartete Boot heranzurudern. Knapp 1000 Meter vor dem Ziel war das vor dem Speyerer-Achter gestartete Team vom Frankfurter RC/Frankfurter RV/Offenbacher RV/RV Rheno-Franconia, das in 15:45 Minuten Fünfter wurde, in Reichweite und konnte schließlich 500 Meter vor dem Ziel überspurtet werden. Für die Speyerer Schlachtenbummler passierte das Überholmanöver genau an der richtigen Stelle, da hier eine Fußgängerbrücke über den Main führt und besten Einblick auf den Schlussspurt erlaubt. Doch bevor es dazu kam hatte Steuerfrau Silke Pattloch ihre Crew mit immer neuen 20er-Spurts vorangetrieben, keiner wollte hinterher sagen „gequält“, es hatte ja Spaß gemacht.

Nach 14:18 Minuten war die Ziellinie überrudert und der Sieg gesichert. Die in 14:24 Minuten zweitplatzierte Renngemeinschaft Frankfurter RG Nied/RC Nassovia Höchst war dem siegreichen Speyerer Achter noch am nächsten gekommen, gefolgt von der Renngemeinschaft Breisach/Rheinfelden/Heidelberg/Basel/Mannheim in 14:37 Minuten. Der viertplatzierte Achter aus Hameln/Rinteln lag mit 15:17 Minuten fast eine ganze Minute zurück. Nach dem Rennen blieb es lange ruhig im Boot, hatten doch alle die „Ansage“ vor dem Start von Peter Gärtner ernst genommen, dieses Jahr nicht wieder wie im Vorjahr mit einer Sekunde geschlagen zu werden. So wurde umgesetzt „nach dem letzten Rennschlag müsst ihr das Gefühl haben, jetzt wäre nichts mehr gegangen“. So war´s! Keiner hatte mehr Luft.

Die Crew freute sich nicht nur über den eigenen Sieg, sondern auch, dass Schlagmann Peter Gärtner nach seinem letzten Rennen der Saison 2015 bei insgesamt 21 Saisonsiegen, seinem persönlichen Rekord angekommen war. Bei der Siegerehrung bekam nicht nur jeder sein verdientes Raddalchen, sondern auch die obligatorische Flasche Frankenwein im Bocksbeutel.

 

 

Würzburger Bocksbeutelregatta 2015

 

Rennergebnisse          Masters-Männer Achter m. St. C

 

1 RGM RG Speyer 1883 e.V./ Mannheimer RG Rheinau 1909 e.V.                                                14:18

 

Lars Seibert(1981)/RGS, Arnd Garsuch(1978)/RGS, Ralf Burkhardt(1971)/RGS, Martin Gärtner(1965)/RGS, Peter Gärtner(1961)/RGS, Dr.Harald

Schwager(1960)/RGS, Lutz Fiedler(1968)/MRGR, Thomas Dresel(1960)/MRGR, Stf. Silke Pattloch(1972)/MRGR

 

2 RGM Frankfurter RG Nied 1921 e.V./ RC Nassovia Höchst 1881 e.V.                                       14:24

 

Sascha Ravens(1982)/FRGN, Wolfgang Becker(1966)/RCNH, Martin Wolters(1960)/FRGN, Rüdiger Dingeldey(1960)/RCNH, Carsten Burk(1981)/FRGN, Stefan Erhard(1959)/RCNH, Bernd Ravens(1961)/FRGN, Detlef Glitsch(1961)/RCNH, Stf. Gisela Taeuber(1963)/FRGN

 

3 RGM Breisacher RV e.V./ RC Rheinfelden Baden e.V./ Mannheimer RG Rheinau 1909 e.V./ Heidelberger RK 1872 e.V./ RC ‚Blauweiss‘ Basel                                                                                                                    14:37

 

Thomas Redhaber(1987)/BRV, Sebastian Krämer(1984)/BRV, Marzellinus Zipfel(1960)/BRV, Ditmar Schultz(1969)/BRV, Ruediger Wilz(1961)/RCR, Alexander Svoboda(1961)/MRGR, Christian Schyr(1966)/HRK, Uwe Grabisch(1954)/BRV, Stf. Inge Saier(1957)/RCBB

 

4 RGM RV ‚Weser‘ von 1885 e.V. Hameln/ WSV Rinteln e.V.                                                                   15:17

Klaus Schulze(1965)/RVW, Frank Nissel(1960)/RVW, Carsten Burhenne(1975)/RVW, Werner Steding(1958)/RVW, Christoph

Siekmann(1968)/RVW, Ingo Snyders(1970)/RVW, Achim Kerker(1964)/WSVR, Ole Dinkela(1969)/RVW, Stm. Volker Himmer(1959)/RVW

 

5 RGM Frankfurter RV von 1865 e.V./ Frankfurter RC Griesheim 1906 e.V./ Offenbacher RV 1874 e.V./ Ruderverbindung Rheno-Franconia e.V.                                                                                                      15:45

 

André Castelli(1965)/FRV, Gerd Volkmann(1960)/FRCG, René Bock(1963)/FRV, Berthold Scharrer(1974)/FRV, Klaus Beyer(1963)/FRV, Nils Marske(1981)/FRV, Daniel Eichelhard(1986)/ORV, Michael Jarosch(1981)/RVRF, Stf. Silke Schuck(1972)/FRV

 

abgemeldet Mannheimer RC von 1875 e.V.

 

Gregor Jakubik(1975), Thomas Kern(1964), Marko Kürbis(1977), Bernd Beetz(1950), Heiko Tittes(1968), Hans Rinderknecht(1957), Ralf Achenbach(1971), Christian Landmann(1979), Stf. Gudrun Tittes(1967)

 

abgemeldet Akademischer RC Würzburg e.V.

 

Ludger Kleyer(1956), Klaus-Jürgen Schulze(1964), Dirk Broschart(1970), Klaus Ixmeier(1965), Holger Benkert(1970), Thomas Ringelmann(1967), Frank Zumkeller(1968), Martin Heilig(1975), Stf. Evelyn Endreß(1986)

 

Ruderkalender für 2016

Ausgabe 54/2015

von Tim Lauer

 Ruderkalender für 2016

 Hallo liebe Ruderfreunde,

 Es ist wieder so weit:

Auch dieses Jahr wird die Jugendvertretung einen Ruderkalender für 2016 mit Fotos der Rudergesellschaft anbieten.

Hierfür können gerne auch eigene, aktuelle Bilder eingeschickt werden: vom aktiven Rudern auf dem Wasser im Renn- oder Gigboot, von geselligem Beisammensein oder auch sonstige schöne Fotos von uns Ruderern.

Wer sich also selbst gerne sehen möchte, sollte mir seine Bilder zeitnah zukommen lassen. Wir werden dann eine Auswahl treffen und wieder einen schönen Kalender gestalten.

Damit wir besser im Voraus planen können, bitte ich Euch, mir Bescheid zu geben, wie viele Kalender Ihr verbindlich bestellen möchtet.
Im Bootshaus werden auch Listen aushängen, in die Ihr euch eintragen könnt.

Enddatum hierfür ist der 10. November.

Die Kalender werden dann zur Siegesfeier für 10 Euro verkauft und verteilt!

Bildervorschläge sowie Bestellungen bitte an Tim Lauer   tim-lauer@gmx.net

Deutsche Meisterschaften in Schiersten

Ausgabe 52/2015

von Harald Schwager

 Deutsche Meisterschaften im Schiersteiner Hafen

Im Schiersteiner fanden sowohl die Deutschen Sprintmeisterschaften über die 350 Meter-Strecke als auch die Deutschen Meisterschaften ausgetragen über die 1000-Meter-Strecke statt.

Im Mixed-Doppelvierer waren über die Sprintstrecke für die Rudergesellschaft Speyer Tim Lauer, Felix Gard, Alicia Bohn und Julia Hoffmann am Start. Mit einem souveränen Vorlaufsieg qualifizierte sich das Quartett direkt für das Große Finale. Es ging erwartungsgemäß ganz eng her. Der TV Essen-Kupferdreh siegte am Ende in 59:04 Minuten mit knapp zwei zehntel Sekunden vor dem RC Witten gefolgt von der Stuttgarter RG. Die vier Speyerer retteten den unglücklichen vierten Platz ebenfalls mit zwei zehntel Sekunden Vorsprung auf den Vegesacker RV ins Ziel.

Ein weiterer Speyerer, unser Mitglied Maximilian Bandel mit Jannik Graaf für die Bonner RG am Start, schaffte den Einzug ins Große Finale des Männer-Zweier ohne Steuermann über den Umweg des Hoffnungslaufs. Drehte hier aber voll auf und führte bei 250 Metern schon mit einer drei viertel Bootslänge. Nach 1:00,18 Minuten war Gold vor dem RV Münster und dem Crefelder RC gesichert.

Bei den Meisterschaftsläufen saß Julia Hoffmann im Achter in Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/Ulmer RC/Frankfurter RG. Mit zwei Sekunden Rückstand auf die Lübecker RG ruderte der Achter um Julia Hofmann mit Anna Fechter, Anna-Maria Götz, Friederike Reißig, Jill Tanger, Karolina Farr, Meike Dütsch, Maike Stanischewski, gesteuert von Inga Thöne in 3:13,53 Minuten auf den Bronzerang.

 

 

 

 

Mixed-Doppelvierer o.St. A                                         Finale 350 m

1 . Turnverein 1877 e.V. Essen-Kupferdreh                  00:59.04

2 . Ruder-Club Witten e.V.                                                         00:59.20

3 . Stuttgarter Rudergesellschaft von 1899 e.V. 00:59.54

4 . Rudergesellschaft Speyer 1883 e.V.                        01:00.46

5 . Vegesacker Ruderverein e.V., Bremen                     01:00.67

Langstrecke -„Rund um den Wannsee“

Ausgabe 51/2015

von Julia Hoffmann

 Langstrecke – „Rund um Wannsee“

Das machen auch nur Ruderer – mal eben für eine Langstrecke nach Berlin zu fahren. Viele meiner Freunde zeigen mir den Vogel, wenn ich ihnen vom letzten Wochenende erzähle, ich sage allerdings: es hat sich wirklich gelohnt!

Zusammen mit dem U23 Frauenachter war ich, ebenso wie der U23 Männerachter, vom Berliner Ruderclub zur bekannten Achterlangstrecke „Rund um Wannsee“ eingeladen worden, da überlegt man es sich nicht zweimal, in den Zug zu steigen.

Die Anreise fand Freitagabend bei perfektem Wetter statt, aufgeriggert war der Achter schnell und dem kurzen Training zum Boot einstellen und zum Strecke kennen lernen stand nur noch im Weg, dass natürlich noch keine Riemen angeliefert worden waren.

Kurzerhand ließen wir das Training also ausfallen, machten uns einen gemütlichen Abend, zuerst beim Abendessen im BRC inklusive Lagerfeuer auf der Terrasse, anschließend im gemütlichen Aufenthaltsraum des Ruderleistungszentrum, zu dem man übrigens mit dem Auto nur 45 Minuten gebraucht hat. 😉

Am Samstagmorgen ging es dann früh aus den Federn, immerhin war der Massenstart zur Langstrecke mit insgesamt 45 Achtern auf 9Uhr angesetzt.

Glücklicherweise entdeckten wir sofort unsere Riemen auf dem Sattelplatz, zu perfekten Bedingungen fehlte nur noch eine Cox-Box mit Lautsprecher, die ist nämlich komischerweise über Nacht abhandengekommen…

Wir störten uns daran recht wenig, immerhin ist unser Steuermann Felix Heinemann im lauten Reden recht erprobt, und gingen also hochmotiviert für die anstehenden 15km als eines der ersten Boote auf Wasser.

Nach einer kurzen Runde auf dem Wannsee ging es dann auch schon an die Startlinie, viel Platz war da leider wenig, so dass wir auf Backbord, sowie auch auf Steuerbord mit unseren Riemen in der Startauslage jeweils schon in die Riemen der benachbarten Männerachter griffen. Da uns klar war, dass die Männer sich einen Bord an Bord Kampf liefern würden, hieß das für uns mit dem ertönenden Startsignal nur noch „Augen zu und durch“, möglichst mit der gleichen Schlagzahl wie die Männer. 😀

Gott sei Dank verliefen die ersten 200m mehr oder weniger berührungsfrei und Steuermann Felix hatte alles bestens im Griff.

Uns allen war bewusst, dass die ersten vier Kilometer der Langstrecke den Rennausgang maßgeblich entscheiden, danach führte die Strecke nämlich runter vom Wannsee und rein in die engen Kanäle, eine langgezogenen Backbordkurve hindurch, um nach weiteren 11 Kilometern auf dem kleinen Wannsee in die Zielgerade überzugehen.

Wir bretterten also mit einer gemütlichen Schlagzahl von 36 Schlägen pro Minute los und ließen dabei auch einige Boote hinter uns, das rächte sich allerdings auf dem langen Kanalstück, auf dem wir immer wieder spurten mussten, um uns die nachfolgenden Boote vom Leib zu halten, Platzmachen war wie gesagt nicht möglich.

Obwohl sich die Strecke gegen Ende ganz schön zog und noch der ein oder andere kleine Zwischenfall, wie ein gerissenes Steuerseil und ein gebrochenes Blatt unser Leben erschwerten, haben wir uns doch am Ende gar nicht so schlecht geschlagen und so blieb nach 54:00 Minuten die Uhr für uns stehen.

Nach dem Rennen verbrachten wir einen schönen sonnigen Mittag auf dem Bootsplatz des Berliner Ruderclubs und durften Zeuge des ersten Ruderbiathlons werden, bei dem die Teilnehmer abwechselnd Ergo fahren und schießen mussten.

 

 

Südwestdeutsche Meisterschaften in Trier

Ausgabe 48/2015

 von Harald Schwager

 5 Südwesttitel in Trier errudert

Bei den Südwestdeutschen Meisterschaften in Trier auf der Mosel im Schatten des Schloss Monaise durften sich unsere Rennruderer über 5 Titel bei den Südwestdeutschen Meisterschaften freuen, dazu kamen zwei Silber-, eine Bronzemedaille und zwei Mal Rang vier. Zudem brachte die in die Titelkämpfe eingebettete Trierer Regatta einen Sieg und einen dritten Platz.

Am ersten Regattatag standen die Kleinbootrennen über die 1000-Meter-Distanz auf dem Programm. Erfreulich aus Speyerer Sicht, dass sich alle startenden Boote über die Vorläufe für die Finals qualifizieren konnten. JWM-Teilnehmerin Alicia Bohn zeigte auch im Finale um den Südwesttitel ihre Klasse im Juniorinnen-Einer A und siegte in 3:47,33 Minuten deutlich vor Lena Reuß, Koblenzer RC Rhenania und ebenfalls JWM-Teilnehmerin, die 3:51,43 Minuten benötigte. Die weiteren Finalisten hatten mit dem Rennausgang nicht zu tun. Marvin Degen, eigentlich im Riemenbereich zu Hause, holte überraschend im Junior-Einer A hinter Melvin Hauschild aus Neuwied, die Silbermedaille mit vierzehn hundertstel Vorsprung auf den Dritten aus Koblenz. Elias Dreismickenbecker startete nicht in seiner angestammten Leichtgewichtsklasse, sondern stellte sich im Männer-Einer A in der Offenen Klasse der Konkurrenz und wurde Vierter.

Am zweiten Regattatag ging es in den Großbooten über die 500-Meter-Distanz. Hier setzte Marvin Degen in seinen letzten Rennen als Junior ein dickes Ausrufezeichen für die kommende Saison, seinem dann ersten Männer-Jahr. Im Junior-A-Vierer ohne Steuermann siegte er in der Renngemeinschaft RG Speyer/RG Treis-Karden mit Tim Bier, Jonathan Müller und Florian Stein mit einer knappen halben Länge vor der Renngemeinschaft GTRV Neuwied/RV Saarbrücken/Koblenzer RC Rhenania. Im Junior-A-Achter kämpften die Boote verbissen um den Sieg. Mit drei zehntel Sekunden Vorsprung hatte Marvin Degen auch hier das bessere Ende für sich. In der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RG Treis-Karden/GTRV Neuwied/Wormser RC siegte er in 1:25,95 Minuten.

Skuller Elias Dreismickenbecker ruderte hingegen im Riemenboot dem Männer-Vierer-ohne Steuermann A auf den vierten Platz. Zu Bronze reichte es dafür im Doppelvierer ohne Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Ingelheim/Mainzer RV mit Moritz Moss, Max Nitsche und Ruben Falkenburg.

Ihre zweite Goldmedaille sicherte sich Alicia Bohn nach 1:34,52 Minuten im Frauen-Doppelvierer A mit Jessica Beer, Stephanie Hang und Katharina Lang in der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Ingelheim/Koblenzer RC Rhenania mit einer knappen Sekunde Vorsprung auf das Quartett der RG Lahnstein, Bronze ging an den Mainzer RV. Nur neun hundertstel Sekunden schrammte Alicia Bohn im Frauen-Achter A an der dritten Goldmedaille vorbei. Die Renngemeinschaft RG Speyer/RV Treviris/RG Lahnstein/Koblenzer RC Rhenania/Mainzer RV ruderte in 1:34,26 Minuten zu Silber.

Eine sichere Bank war auch wieder der Masters-Doppelvierer. In 1:28,22 Minuten sicherten sich Martin Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager und Lars Seibert den Titel vor dem RV Treviris.

„Mit je zwei Gold- und einer Silbermedaille bei den Titelkämpfen avancierten die beiden Junioren Alicia Bohn und Marvin Degen zu den erfolgreichsten Speyerern“, freute sich Trainer Martin Gärtner.

Bei der in die Rennen der Südwestdeutschen Meisterschaft eingebetteten Trierer Regatta waren zwei Doppelzweier aus der Domstadt am Start. Im Männer-Doppelzweier ruderten in einem äußerst hart umkämpften Rennen Elias Dreismickenbecker und Moritz Durein in 1:36,45 Minuten auf Platz drei. Es war zudem eines der ganz wenigen toten Rennen, die in der Ruderei nur ganz selten vorkommen, sowohl der RV Ingelheim als auch der RV Saarbrücken benötigten 1:33,08 Minuten zum gemeinsamen Sieg. Auch das mehrfache Auswerten des Zielfilms erlaubte keine Entscheidung. Im Masters-Doppelzweier startete als „ältestes“ Boot Peter Gärtner und Harald Schwager, ließ sich von den „Jungen“ im Lauf nichts vormachen und siegte deutlich vor Koblenz gefolgt vom RV Treviris. Aufgrund der Altersklassenreglung hatte das Duo Gärtner/Schwager (54,5 Jahre im Schnitt) am Start drei Sekunden Vorsprung vor Koblenz (47,5 Jahre im Schnitt) bekommen, lag im Ziel aber sogar acht Sekunden vorn. Dementsprechend kommentierte der Streckensprecher: „Speyer liegt klar vorn, kommt hochfrequent über die Strecke und wird sich das wohl nicht mehr nehmen lassen. Den Altersklassenvorsprung hätten sie nun wirklich nicht benötigt“. Mit Siegfreude im Gesicht ergänzten die Beiden später: „Der Schlagmann im Trierer Boot mit seinen 27 Lenzen war gerade mal halb so alt wie wir.“

Regatta Sursee

von Harald Schwager

Rudergesellschaft gewinnt Mannschafts- und Masterspokal

in Sursee und ist bester Verein

Am letzten Septemberwochenende stand einmal mehr die Regatta in Sursee auf dem Programm. Früh war klar, dass ein großes Team von Jung bis Alt in die Schweiz reisen und aktiv ins Renngeschehen eingreifen wollte. Leider zerschlug sich die Idee erstmals neben einem Männer- bzw. Masters-Achter auch einen Masterinnen-Achter an den Start zur Langstrecke über den Sempacher See zu bringen. Selbst die Masters mussten letztlich passen, da sich aufgrund von Urlaub und Krankheit kein wettbewerbsfähiger Achter zur Langstrecke besetzen ließ. So galt die volle Konzentration des Teams dem sonntäglichen Sprint über die 450-Meter-Sprintdistanz im „Triechter“ bei Sursee.

Zum einen galt es erneut den Masters-Pokal zu verteidigen und zum zweiten den im Vorjahr um nur einen Punkt verfehlten Vereinspokal nach Speyer zu holen. Im Kampf um die Masters- und die Vereinswertung werden bei der 5-Bahnen-Regatta Punkte nur an Vereinsmannschaften in den Zweier-, Vierer- und Achterkonkurrenzen vergeben. Für den ersten Platz gibt es drei, den zweiten zwei und den dritten Platz einen Punkt bei mindestens vier Booten im Feld, ansonsten entsprechend weniger.

Von Beginn an galt für alle an den Start rudernden Speyerer Mannschaften „nicht aufgeben und um jeden Platz und damit jeden Punkt kämpfen“, damit das Ziel bester Verein der Regatta zu werden erreicht werden kann. Bei insgesamt zwölf Siegen, neun zweiten, neun dritten, sechs vierten und vier fünften Plätzen durfte sich das Speyerer Team am Ende tatsächlich über den Gesamtsieg freuen und den Vereins- als auch Masterspokal in Händen halten. Von den jüngsten Teams mit Anna und Maria Hoffmann, im Einer und gemeinsam im Doppelzweier am Start, bis zu den Ältesten Norbert Herbel und Peter Josy, die im Masters-Doppelzweier F auf Platz zwei landeten, griffen alle Altersklassen kräftig in die Riemen bzw. Skulls um sich durch entsprechende Platzierungen am Punktesammeln aktiv zu beteiligen.

Erste Regattaerfahrung bei den Jüngsten sammelten Lukas Seubert und Jan Grigarzik im Junioren-Einer U15 als auch Philipp Maier und Luca Mann im U15-Doppelzweier.

Nachdem es bei den ersten Rennen des Tages den vier Männer-Doppelvierern, Philipp Nowicki und Elias Kolbenschlag schrammten mit Rang 2 knapp an der Raddadel vorbei, nicht zu einem Sieg gereicht hatte und Lucas Trunk im U17-Einer auf Rang vier gerudert war, brachen Peter Gärtner und Harald Schwager im Masters-Doppelzweier in 1:23:50 Minuten den Bann und ruderten den ersten, gleich klaren Sieg vor Rheinfelden, Luzern und Worms nach Hause. Bei den Junioren A folgte im Doppelzweier Platz zwei für Marvin Degen und Lucas Trunk ebenso wie bei den Juniorinnen Alicia Bohn und Ernestine Archinger. Eine Besonderheit gab es im Masterinnen-Doppelzweier. Die Renngemeinschaft SC Thun/RC Bern und der RC Reuss Luzern sahen sich einer Speyerer Übermacht gegenüber. Die drei Speyerer Paarungen Elke Müsel/Corinna Bachmann, Katharina Klinge/Michaela Maier und Beate Wettling/Karin Heinz nahmen die Schweizer Teams im wahrsten Sinne des Wortes in die Zange, vier Punkte waren die Folge, bei einem klaren Sieg für die World Masters Siegerinnen Elke Müsel und Corinna Bachmann. Teresa Claus und Julia Hoffmann im Frauen-Doppelzweier taten es den beiden Masterinnen gleich und siegten in 1:31:97 Minuten mit mehr als einer Länge vor dem RC Zürich.

Erstmals seit langem konnte die RGS auch wieder einen Frauen-Achter, besetzt mit 1 Juniorin, 5 Masterinnen und 2 Seniorinnen, an den Start bringen, der sich mehr als beachtlich schlug: Julia Hoffmann, Teresa Claus, Alicia Bohn, Beate Wettling, Karin Heinz, Katharina Klinge, Elke Müsel und Corinna Bachmann gesteuert von Ernestine Archinger landeten im letzten Rennen vor der Mittagspause in 1:24:38 Minuten hinter dem eingefahrenen Achter des RC Zürich auf Platz zwei, deutlich vor den Verfolgern.

Als Punktegarant stellten sich die Doppelvierer-Konkurrenzen dar. Die beiden Masters Mixed-Doppelvierer in der Altersklasse B mit Ingo Janz, Gerrit Poggenpohl, Michaela Maier und Katharina Klinge in 1:24:86 Minuten und in der Altersklasse C mit Elke Müsel, Corinna Bachmann und den „beiden Alten“ Peter Gärtner und Harald Schwager in 1:25,51 Minuten siegten deutlich. Der Masters-Männer-Doppelvierer mit Ingo Janz, Martin Gärtner, Peter Gärtner und Harald Schwager brauchte 1:18:27 Minuten zum Sieg, der Senioren-Doppelvierer mit Elias Dreismickenbecker, Elias Archinger, Marvin Degen und Ingo Janz war 1:16:99 Minuten zu Rang eins unterwegs. Auch der Mixed-Doppelvierer mit Alicia Bohn, Julia Hoffmann, Elias Dreismickenbecker und Tim Lauer steuerte durch ihren Sieg drei Punkte bei. Der Frauen-Doppelvierer mit Alicia Bohn, Julia Hoffmann, Teresa Claus und Katharina Klinge kam ebenso wie der zweite Männer-Doppelvierer mit Tim Lauer, Felix Gard, Jens Klein und Paul Schwager nach spannenden Rennen auf den zweiten Platz. Dabei war der „Sprintmeister-Doppelvierer 2010“ auf Siegkurs, bis er zehn Schläge vor dem Ziel von einer querlaufenden Motorbootwelle quasi überspült wurde und pudelnass anlegte.

Im Männer-Zweier ohne Steuermann lagen Philipp Nowicki und Elias Kolbenschlag anfänglich gut im Rennen, bis sie aufgrund des starken Seitenwindes leicht versteuerten und mit dem Fußsteuer gegensteuern mussten. Da nahm das Unheil sein Lauf. „So ein Sch… wir hatten das Steuerseil nicht überkreuz eingebaut und haben dadurch immer stärker in die falsche Richtung gerudert“, schimpft das Duo nach Platz fünf beim Anlegen vernehmlich. Besser machte es das Junior/Master mit Marvin Degen und Martin Gärtner auf Platz drei.

Im Masters-Mixed Doppelzweier waren gleich vier Boote am Start, und holten zwei Siege, einen zweiten und dritten Platz. Den klarsten Sieg ruderten mit dreizehn Sekunden Vorsprung in der Altersklasse C in 1:36,28 Minuten Peter Gärtner und Elke Müsel im vollen Feld heraus. In einem Lauf fanden sich Ingo Janz mit Katharina Klinge, Altersklasse B, sowie Corinna Bachmann mit Harald Schwager, Altersklasse D, wieder. Bis etwa zur Streckenhälfte lagen die drei führenden deutschen Boote beisammen, die beiden Schweizer Boote bereits deutlich zurück. „Bei 300 Meter habt ihr uns geknackt, da konnten wir nichts mehr zulegen“, kommentierte der Wormser Michael Schambach auf Platz zwei. Der Zieleinlauf: 1. Bachmann/Schwager 1:35:63 Minuten, 2. Worms 1:38:96 Minuten 3. Janz/Klinge 1:40:97 Minuten,… Im dritten Lauf kamen Gerrit Poggenpohl und Michaela Maier in 1:45:73 Minuten in der Altersklasse B auf Platz 2 hinter Reuss Luzern.

Die Mixed-Doppelzweier-Konkurrenzen sahen die beiden starken Speyerer Teams Alicia Bohn und Tim Lauer sowie Julia Hoffmann und Elias Archinger. Das Duo Lauer/Bohn ruderte in 1:27,19 Minuten den Sieg vor RC Zürich/Club Aviron Vesenaz nach Hause, zuvor war Alicia Bohn im Einer auf Platz drei ins Ziel gekommen. Das Duo Archinger/Hoffmann musste hinter Belvoir RC Zürich mit Rang zwei vorlieb nehmen.

Der Höhepunkt der unter widrigen Windverhältnissen leidenden Regatta war dann das abschließende Achterrennen. Ernestine Archinger an den Steuerseilen hatte ihre Crew mit Tim Lauer auf dem Schlagplatz, Jens Klein, Marvin Degen, Elias Kolbenschlag, Philipp Nowicki, Martin Gärtner, Peter Gärtner und Harald Schwager im Griff und steuerte den hochfrequent rudernden Speyerer Achter in 1:14:87 Minuten zum Sieg vor RC Zürich/RV Bregenz/RV Konstanz. Der abschließende Achtersieg machte das Dutzend an Siegen voll und die Freude perfekt. „Dass gleich zwanzig unserer Starter mindestens einen Sieg mitnehmen durften“ freut uns bei dieser geschlossenen Teamleistung am meisten, waren sich die Speyerer Sursee-Fahrer einig. Prima auch, dass es viele Altersklassen übergreifende Mannschaften gab: Junior mit Master, Senior mit Master, Junior mit Senior, Junior mit Senior und Master alles war erlaubt und hat Spaß gemacht.

 

Die Sieger:

5 Siege:

Peter Gärtner, Harald Schwager

3 Siege:

Corinna Bachmann, Ingo Janz, Tim Lauer, Elke Müsel

2 Siege:

Alicia Bohn, Marvin Degen, Elias Dreismickenbecker, Martin Gärtner, Julia Hoffmann

1 Sieg:

Elias Archinger, Ernestine Archinger, Teresa Claus, Jens Klein, Katharina Klinge, Elias Kolbenschlag, Michaela Maier, Philipp Nowicki, Gerrit Poggenpohl  

Regatta in Schierstein

Ausgabe 45/2015

von Julia Hoffmann

 

Regatta Schierstein 2015 mit fünf Siegen

Am letzten Wochenende machte ich mich zu meiner erste Herbstregatta für dieses Jahr in den Schiersteiner Hafen auf, in dem in diesem Jahr auch die Deutschen Sprintmeisterschaften und zeitgleich die Deutschen Großbootmeisterschaften stattfinden werden.

Somit war die 60. Schiersteiner Sprintregatta nicht nur eine Jubiläumsveranstaltung, sondern ebenso eine wichtige Generalprobe für die Schiersteiner Crew, die meiner Meinung nach super geglückt ist.

Dass außer mir kein weiterer Speyerer in Schierstein an den Start gehen würde, damit hatte ich mich schnell abgefunden, boten das Altstadtfest und die World Masters Regatta in Hazewinkel schließlich verlockende Alternativen. Umso erfreulicher natürlich, gleich am ersten Regattatag auf Tim zu treffen, der am Sonntag mit Max Nitsche aus Ingelheim spontan in den Männer-B-Doppelzweier stieg und sich leider knapp geschlagen geben musste.

Ich selbst war nach einer langen Saison im Riemenboot zum ersten Mal wieder im Einer am Start und konnte im U23-Einer der Frauen am Samstag und Sonntag den zweiten Platz hinter Stephanie Hang aus Ingelheim und im Frauen Einer A jeweils Platz eins vor Wiesbaden und dem RV Nassovia Höchst belegen.

Neben dem Einer stand ein Frauen-A-Doppelvierer ohne Steuerfrau auf dem Plan, bei dem mir und zwei Mainzer Trainingspartnerinnen von Katharina Weingart ausgeholfen wurde. Katharina ist ehemalige A-Nationalkader Ruderin und saß in Schierstein seit 6 Jahren zum ersten Mal wieder im Ruderboot. Mit dieser Spitzenunterstützung gelang uns im Vierer zweimal ein souveräner Sieg vor der RG Lahnstein und der RG Wiesbaden Biebrich.

Um die Regatta auch richtig auszunutzen bin ich zusätzlich im Frauen-A- und im U23-Doppelzweier an den Start gegangen und konnte hier mit wechselnden Partnerinnen, wie Vanessa Fiedler vom Mainzer RV und Katharina Weingart von der RG Wiesbaden Biebrich drei zweite Plätze und einen Sieg einfahren.

Somit stand die Bilanz am Sonntagabend für mich bei fünf Siegen und fünf zweiten Plätzen.

Neben dem Rudern stand in gewohnter Manier natürlich auch die eine oder andere Runde an der Kuchentheke und dem Bratwurststand an, was die Regatta auch gesellschaftlich zu einem schönen Erlebnis machte. Zusätzlich zur Erheiterung sorgte der ungewöhnliche Wassertiefstand, der zu einer Wasserfarbe irgendwo zwischen „Kotz- und Giftgrün“ führte. Am Montag stand dementsprechend erst mal eine gründliche Bootsputz-Einheit auf dem Plan!

Für mich geht es nun nach einem Wochenende Erholung zusammen mit der riesigen Speyerer Truppe nach Sursee. Ich freue mich schon auf die Rennen.

World Masters Regatta 2015

44/2015

 Es regnet Silber – Frauen vergolden World Masters

Bei der viertägigen World Masters Regatta 2015 im belgischen Willebroek auf der Acht-Bahnen-Regattastrecke von Bloso Hazewinkel regnete es zweite Plätze, insgesamt acht, für unsere Masters. Zweimal vergoldet wurde die intensive Vorbereitung nicht zuletzt dank der Masterinnen. Elke Müsel siegte mit Silke Pattloch, unsere Achter-Steuerfrau von der Mannheimer RG Rheinau, im Doppelzweier sowie im Mixed-Doppelvierer mit Peter Gärtner, Ralf Burkhardt und Corinna Bachmann. Damit sicherte sich Elke Müsel zwei erste Plätze und die beste Speyerer Ausbeute. Komplettiert wurde das Bild mit vier dritten und einem sechsten Platz.

Im Doppelzweier A und B griffen Arnd Garsuch und Ralf Burkhardt ins Renngeschehen ein und sicherten sich zwei dritte Plätze. In der Altersklasse C führten Ralf Burkhardt und Peter Gärtner bei Streckenhälfte noch mit einer knappen Sekunde vor dem polnischen Doppelzweier, mussten dann im Endspurt allerdings abreißen lassen und wurden hinter Polen aber deutlich vor Frankreich zweites Boot. Unsere Boots- und Vereinskameraden Lutz Fiedler und Thomas Dresel, für ihren Heimatverein Mannheimer RG Rheinau am Start, lieferten zwei tolle Rennen ab und mussten sich im Doppelzweier C und D unglücklich einmal mit nur sieben und einmal mit einmal nur acht zehntel Sekunden geschlagen geben. Auch hier gab es die ins Gesamtbild passenden zweiten Plätze. Mit Silke Pattloch ruderte Thomas Dresel im Mixed-Doppelzweier C auf Rang drei. Einziger Ausreiser im Ergebnisgesamtbild war der sechste Platz des Doppelvierers D für die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau. Lutz Fiedler, Thomas Dresel, Peter Gärtner und Harald Schwager sahen in einem umkämpften Rennen, einen knappen Sieger Tschechien vor Großbritannien bei einem eine Länge zurückliegenden dichten Feld.

Corinna Bachmann war im Doppelzweier B und C mit ihrer langjährigen Partnerin Stefanie Wöppel vom Schifferclub Neckarrems unterwegs. In beiden Konkurrenzen blieb Corinna Bachmann der Sieg verwehrt und es gab den Silberrang. Ganz spannend lief das Rennen in der Altersklasse B. Bei 500 Metern führte das Duo Bachmann/Wöppel knapp vor Österreich und Großbritannien. Im Ziel lag dann der britische Doppelzweier mit 3:52,52 Minuten mit achtzehn hundertstel Sekunden vor mit 3:52,70 Minuten zeitgleichen Booten aus Österreich und Speyer/Neckarrems. Die nachfolgenden Boote aus Frankreich, Dänemark, Portugal und den Niederlanden hatten mit dem Rennausgang nichts zu tun. Im Doppelvierer der Renngemeinschaft RG Speyer/ Schifferclub Neckarrems saßen neben Corinna Bachmann, Stefanie Wöppel, Steffi Munke und Jenny Schwickart. Die vier Ruderinnen lieferten sich jeweils einen harten Kampf um die Spitze mussten aber letztlich mit Platz zwei (Ak B) und drei (Ak C) vorlieb nehmen.

Arnd Garsuch war zwei Mal mit den Ruderern der City of Bristol in Renngemeinschaft unterwegs und sicherte sich, als kurzfristig eingesprungener Ersatzmann, im Vierer mit Steuermann A hinter Russland, das einen einsamen Sieg herausruderte, und Großbritannien den dritten Platz. Das viertplatzierte Italien wurde jedoch mit mehr als drei Längen deutlich distanziert. Im Achter B ging es für Arnd Garsuch erneut im britischen Boot gegen Russland. Bei 500 Metern führte der Achter um Arnd Garsuch noch mit einer Sekunde, konnte im Endspurt jedoch nicht mithalten und wurde in 3:02,81 Minuten um etwas mehr als zwei Sekunden geschlagen Zweiter mit neun zehntel Sekunden Vorsprung auf den norddeutschen Achter Hamburg/Ratzeburg.

„Für Elke Müsel war die Nummer eins Programm“, freuten sich die Masters in Hazewinkel. Denn in der ersten Abteilung, mit der Startnummer 1 verwandelte Elke Müsel gleich ihren ersten Start bei einer World Masters Regatta in Gold. Im Doppelzweier C mit Silke Pattloch am Start lag das Duo zwar bei Streckenhälfte noch neun zehntel Sekunden hinter Großbritannien, konnte mit starken Spurtschlägen auf dem letzten Streckenviertel, diesen Rückstand ins Gegenteil drehen. Die Uhr blieb für die Siegerinnen bei 3:58,08 Minuten stehen, Großbritannien benötigte 3:58,91 Minuten. Ein Herzschlagfinale mit goldenem Ausgang, das von den Speyerern nach den vielen hervorragenden zweiten Plätzen schon fast als Erlösung vom „Zweite-Plätze-Fluch“ empfunden wurde. Im Einer C lieferte Elke Müsel erneut ein starkes Rennen ab. Sie konnte lange an der übermächtig erscheinenden Dänin Ulla Hvid dranbleiben, kam auf den Speyerer Abonnements-Platz zwei und distanzierte dabei die Dritte Jitka Masatova aus Tschechien deutlich. Ein Rennen auf Biegen und Brechen erlebten die Zuschauer in der Doppelvierer-Mixed-Konkurrenz C Elke Müsel, Corinna Bachmann, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt erkämpften sich bis zur Streckenhälfte einen hauchdünnen Vorsprung von acht zehntel Sekunden vor dem RC Oberhavel Hennigsdorf. Erst auf der zweiten Streckenhälfte konnte das Speyerer Boot dann mit einem technisch sauber gefahrenen Druckspurt das Rennen endgültig für sich entscheiden Sieg Nummer zwei und die vier Goldmedaillen in die Domstadt holen.

Im Achter lag die Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau mit Peter Gärtner, Lars Seibert, Arnd Garsuch, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Harald Schwager, Thomas Dresel und Lutz Fiedler am Start. Unsere bewährte Steuerfrau Silke Pattloch brachte den Achter schon beim Warmrudern wie erwartet gut zusammen. Schnell zeigte sich, dass der südamerikanische Achter mit Brasilien/Chile die am härtesten zu knackende Nuss sein würde. Bis zur 500-Meter-Marke war alles möglich, dann brachte Schlagmann Peter Gärtner mit zwei Druckspurts Wasser zwischen den Speyerer-Achter und den Rest des Feldes mit Portugal, Großbritannien, Schweiz und Dänemark, leicht führend aber immer noch Brasilien/Chile. Auf den letzten 250 Metern war das führende Boot nicht mehr zu halten und es gab einen weiteren zweiten Platz. Am letzten Regattatag sollte sich auch für den Mixed-Achter C die Speyerer Serie nicht ändern. Peter Gärtner, Martin Gärtner, Lars Seibert, Harald Schwager, Elke Müsel, Corinna Bachmann, Silke Pattloch, Katharina Klinge und Steuerfrau Resi Norrenberg (beide Frankfurter RG Germania) kamen hervorragend aus dem Start und lagen bei Streckenhälfte gleichauf mit dem belgischen Boot. Die beiden führenden Boote setzen sich dann auf den dritten 250 Metern ab, dank der von Steuerfrau Resi Norrenberg eingeforderten Spurts blieb Speyer noch an Belgien dran. Auf dem letzten Streckenviertel hatte der Achter dem belgischen Spurt nichts mehr entgegenzusetzen und wurde zweites Boot knapp vor Österreich und Großbritannien. Die folgenden Achter lagen deutlich zurück.

„Wir durften zwei tolle Siege feiern, hätten aber sicher gerne jeweils zwei Silberränge gegen je einmal Gold und Bronze getauscht, schließlich hatten wir einen Sack voll Silberränge zum tauschen“, war sich die Speyerer Mannschaft einig.

Im September 2016 steht die nächste World Masters Regatta in Kopenhagen an, da sollen es dann weniger zweite Plätze werden.

Regatta in Limburg

Auftakt zur Herbstsaison in Limburg mit 8 Siegen

Beim Auftakt in die Herbstsaison präsentierten sich die Speyerer Ruderer in Limburg auf der Lahn bereits in guter Verfassung. Über die Sprintdistanz von 500 Metern gab es acht Siege und elf zweite Plätze. Den ersten Regattatag nutzten auch ein Teil der Aktiven, die am kommenden Wochenende bei der World Masters Regatta im belgischen Hazewinkel an den Start gehen werden als letzte Vorbereitung. Sowohl Teresa Claus als auch Peter Gärtner kamen auf je vier Siege und waren damit die erfolgreichsten Speyerer Starter.

Im Einer war lediglich Teresa Claus im Frauen-A-Bereich Leichtgewicht unterwegs und wurde hinter dem Weilburger RV zweites Boot.

Die Doppelzweier-Konkurrenzen brachten zwei Siege. Peter Gärtner und Elke Müsel starteten gegen deutlich jüngere Konkurrenz bei den Masters und holten sich bei den Mixed-Booten in 1:44,2 Minuten den Sieg vor der Renngemeinschaft Frankfurter RG Oberrad/Flörsheimer RV. Norbert Herbel bangte bis kurz vor der Regatta noch um seinen Einsatz, da sein Partner Gerhard Kayser kurzfristig ausgefallen war. Am ersten Tag saß er mit Michael Schadock, Mühlheimer RV, im Doppelzweier F und wurde Zweiter. „Die Verschleißrate von Norbert ist hoch“, stellten die Speyerer fest, denn am zweiten Regattatag sprang Lothar Rompel vom Limburger ClfW ein und siegte mit Norbert Herbel mit einer Bootslänge vor Limburg. Die drei Duos Thomas Zimmermann/Jochen Hartmann, Beate Wettling/Harald Schwager und Peter Faber/Peter Josy, der „Peter-Doppelzweier“, kamen je auf den zweiten Platz.

In Vorbereitung auf Hazewinkel starteten Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Elke Müsel und Michaela Maier im Masters-Doppelvierer. Hier vertrat Michaela Maier die verhinderte Corinna Bachmann. Ein klarer Start-Ziel-Sieg mit der besten Laufzeit von 1:38,8 Minuten aller acht gestarteten Boote belegt die gute Form der Speyerer. In den Doppelvierer mit Steuermann-Konkurrenzen kämpfte das Quartett Gerrit Poggenpohl, Jochen Hartmann, Gerd Jakobs und Thomas Zimmermann hart und kam im ersten Rennen knapp hinter der Renngemeinschaft RV Bad Ems/Koblenzer RC aber deutlich vor der Renngemeinschaft Limburger ClfW/WSV Honnef auf Platz zwei. Im zweiten Rennen ging der Sieg ganz deutlich an die Speyerer Crew, dies brachte Steuerfrau Birgit Dillmann den ersten Regattasieg. In der Altersklasse E siegten Norbert Herbel, Harald Schwager, Thomas Dresel und Michael Schadock mit Teresa Claus am Steuer in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau/Mühlheimer RV klar vor Ludwigshafen. Der Mixed-Doppelvierer mit Thomas Zimmermann, Ralf Mattil, Angelika Schwager und Beate Wettling wurde von Teresa Claus zum Ein-Längen-Sieg vor Limburg gesteuert und kam an Regattatag zwei auch auf Platz zwei. Jochen Hartmann, Gerd Jakobs, Birgit Dillmann und Michaela Maier mussten sich mit Phillip Maier an den Steuerseilen mit einer Sekunde Rückstand geschlagen geben.

Im Offenen Achter brachte die RG Speyer eine starke Mannschaft aus Junioren, Senioren und Masters an den Start. Mit nur sechs zehntel Sekunden steuerte Teresa Claus ihre Besatzung mit Marvin Degen, Philipp Nowicki, Elias Kolbenschlag, Tim Lauer, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner, Peter Gärtner und Harald Schwager in 1:26,0 Minuten auf den zweiten Rang. Im Masters-Achter C der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) durfte sich Teresa Claus dann mit Gerrit Poggenpohl, Ralf Burkhardt, Ralf Mattil, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Harald Schwager sowie den Rheinauern Thomas Dresel und Lutz Fiedler über den Sieg freuen. Der abschließende Masters-Mixed-Achter D mit Elke Müsel, Michaela Maier, Beate Wettling, Angelika Schwager, Peter Gärtner, Harald Schwager sowie Thomas Dresel und Lutz Fiedler wurde sichere Beute für Speyer und brachte Teresa Claus nach 1:43,17 Minuten den vierten Sieg. Der mit Ralf Mattil und Harald Schwager verstärkte Achter des RV Bad Ems/Koblenzer RC Rhenania blieb hinter Limburg Zweiter.

Bei bester Stimmung ließen die größten Masters-Crews, insbesondere aus Limburg, Bad Ems, Koblenz und Speyer beim Stärkungsbier nach den Rennen gemeinsam mit der wie immer hilfreichen und freundlichen Limburger Regattaleitung die Rennen nochmals Revue passieren. Den unermüdlichen Limburger Regattaverantwortlichen war keine um- und Abmeldung oder Rennverschiebung zu viel, die Gäste sollten sich schlicht wohlfühlen. Das haben wir auch getan und mit einem dreifach kräftigen Hipp-Hipp-Hurra unsere Limburger Freunde hochleben lassen.

Aus Speyerer Sicht war besonders erfreulich, dass gerade die noch „regattajungen“ Neumasters hervorragend abschnitten und Birgit Dillmann, Jochen Hartmann als auch Gerd Jakobs ihre Karriere-Erstsiege gelangen.

Und als Highlight der Regatta: Thomas Zimmermann erruderte sich mit den Karrieresiegen Nr. 15 und 16 die Bronzene Rennruderernadel.

Empfang der WM-Teilnehmer

 

Empfang der WM-Teilnehmer

Liebe Ruderkameradinnen und Ruderkameraden,

erstmals in der Geschichte unserer Rudergesellschaft konnten gleich drei unserer LeistungssportlerInnen bei Weltmeisterschaften die Farben der Bundesrepublik Deutschland vertreten.

Dies waren:

Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer A bei der Junioren-WM in Rio de Janeiro, Brasilien      A-Finale Platz 4

Julia Hoffmann im Frauen-Achter bei der U 23 WM in Plovdiv, Bulgarien  A-Finale Platz 4

Elias Dreismickenbecker im Leichtgewichts-Einer bei der U 23 WM in Plovdiv, Bulgarien  B-Finale Platz 1

Aus diesem freudigen Anlass geben wir in der RGS am kommenden

Sonntag, den 16. August um 17:00 Uhr

einen Empfang zu Ehren von Alicia Bohn, Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker

Ich bitte Euch, zu diesem einmaligen Ereignis, alle recht zahlreich ins Bootshaus zu kommen und unseren erfolgreichen Sportlern einen würdigen Empfang zu bereiten.

Mit rudersportlichen Grüßen

Andreas Kabs

Sportvorsitzender

 

Alicia Bohn auf Platz vier in Rio de Janeiro

Alicia Bohn sensationell auf Platz vier bei der Junioren-WM

Mit ihrem Sieg im Juniorinnen-Einer bei der Deutschen Jugendmeisterschaft hatte sich Alicia Bohn das Ticket zur Junioren-Weltmeisterschaft 2015 in Rio de Janeiro gelöst. Das bedeutete jedoch zunächst noch einmal in ein mehrwöchiges Trainingslager mit mindestens drei täglichen Trainingseinheiten einzusteigen. Mit dabei, wie bei Einer-Ruderern und Ruderinnen üblich, ihr Heimtrainer Tim Lauer. Durch Tim Lauer bestens vorbereitet, kamen die beiden Speyerer in Rio an und legten den letzten Feinschliff an. Es galt sich auf der künftigen Olympiastrecke, die Sommerspiele 2016 werden hier stattfinden, an die neue Umgebung zu gewöhnen und mit den Wasserverhältnissen vertraut zu machen. Schließlich wollte Alicia Bohn als eine der jüngsten Teilnehmerinnen im Feld der weltbesten Juniorinnen zeigen was in ihr steckt.

Ihr Können und ihre hervorragende Form ließ Alicia Bohn schon im Vorlauf über die 2000-Meter-Strecke aufblitzen. In 7:52,86 Minuten ruderte sie auf den zweiten Platz und musste nur einer der Favoritinnen auf Gold aus Griechenland den Vortritt lassen, blieb aber um viele Längen vor der drittplatzierten Kroatin. Die Siegerinnen der vier Vorläufe qualifizierten sich direkt fürs Halbfinale während Alicia Bohn, wie die weiteren 18 Konkurrentinnen, den Umweg über den Hoffnungslauf gehen musste. Mit einem klaren Start-Ziel-Sieg, der Gegenwind hatte deutlich aufgefrischt, setzte sich Alicia Bohn in 8:24,44 Minuten sehr deutlich vor der zweitplatzierten Spanierin durch und erreichte ungefährdet das Halbfinale. Hier wartete die große Favoritin aus den Niederlanden. Von Tim Lauer bestens motiviert und eingestellt ließ Alicia Bohn nichts anbrennen. Um in einem möglichen Finale auf einer der Innenbahnen starten zu dürfen, kämpfte Alicia Bohn um jeden Zentimeter und wurde mit dem zweiten Platz belohnt. Es siegte die Niederlande, vor Alicia Bohn, die ihrerseits Italien auf Platz drei verwies, die Vorlaufsiegerin aus Belgien schied als Vierte aus. Damit hatte Alicia Bohn als einzige 16-jährige Ruderin das Finale erreicht, sie wird in wenigen Tagen ihren 17. Geburtstag sicherlich gebührend feiern, während ihre Gegnerinnen meist ein- bis eineinhalb Jahre älter sind und damit mehr Rudererfahrung aufweisen.

Aufgrund der Wettervorsagen, es sollte starker Wind aufkommen, hatten die Regattaverantwortlichen, das Programm komprimiert und um einen Tag verkürzt. Damit hatten die jungen Sportler weniger Zeit sich von den Strapazen der Vorrennen zu erholen, das galt insbesondere für diejenigen, die den Umweg über die Hoffnungsläufe gehen mussten. Die Finalrennen fanden nun anstatt am Sonntag schon am Samstag statt.

Spannung pur für die Speyerer, die ihre Alicia in den deutschen Farben, virtuell bei der Liveübertragung anfeuerten. Nicht überraschend legte Sofia Asoumanaki, Griechenland, stark vor und führte vor Marieke Keijser, Niederlande, bis zur Streckenhälfte, der 1000-Meter-Marke. Die ganz große Überraschung, Alicia Bohn lag auf dem Bronzerang, vor der Bulgarin Desislava Georgieva und der Mitfavoritin aus China. Auf den in diesem Rennen entscheidenden dritten 500-Metern sicherte sich die Niederländerin Gold vor Griechenland und die Bulgarin schob sich an Alicia Bohn vorbei, die hier 5 Sekunden verlor. Mit ihrem bekannten starken Finish, sie ruderte die zweitschnellste 500-Meter-Zeit mit 2:01,89 Minuten auf dem letzten Streckenabschnitt, schaffte es Alicia Bohn nicht mehr zur Bulgarin aufzuschließen und wurde Vierte in 8:04,88 Minuten vor China und Italien.

Aus Speyerer-Sicht besonders erfreulich, dass der Deutsche Ruderverband mit seinem Kommentar „Im Juniorinnen-Einer erruderte Alicia Bohn einen hervorragenden vierten Platz, das Final-Resultat lässt positiv in die Zukunft blicken“ den tollen Erfolg entsprechend würdigte. Hier gilt eindeutig nicht, dass Alicia Bohn Bronze verloren, sondern dass sie mit ihrem Finaleinzug in jedem Belang gewonnen hat.

 

Danke auch an alle Fans und „Mitfieberer“!

 

Unglaublich war auch das Mitfiebern der aktiven Ruderinnen und Ruderer der RGS. Im Verlauf der Tage von Rio glühten die Messenger-Dienste, mail-accounts und SMSen förmlich von „Anfeuerungsrufen“ der Alicia-Fans. „Jetzt gilt es Daumendrücken“, war noch das Wenigste. Alle waren jederzeit informiert wo und wann in Rio etwas passieren würde, ob es Verschiebungen gibt. Wie der Wind steht und ob gerade wieder ein kleines Zwicken gefühlt wird. Fotos zeigten die gute Laune in Rio. Hätten Alicia und ihr Trainer Tim verfolgen können welche Spannung sie in der Heimat auslösten, wäre die Motivation sicher noch weiter – wenn das überhaupt möglich war – unterstützt worden.

Es gab auch kleine Enttäuschungen: „Ich kann das live verfolgen“ – „Ja, wo?“ – „auf www.worldrowing.com“ – „da gibt´s doch nur das live-tracking, aber kein live-streaming“ – ja, man sieht da die eingeblendeten Boots-Grafiken“ – Mist das kenn´ ich, hab´ mir eine tatsächliche Übertragung gewünscht“ – …..usf.

Und großen Jubel: „Alicia hat es geschafft, ist im Finale!“

 

 

U23 Weltmeisterschaften in Plovdiv ( Bulgarien)

 

Ausgabe 40/2015

Vierter und Siebter Platz bei Ruder-Weltmeisterschaft in Bulgarien

Gleich zwei Speyerer hatten sich bekanntlich durch ihre Siege bei den Deutschen Meisterschaften für die U23-Weltmeisterschaft im bulgarischen Plovdiv qualifiziert. Nach nochmals vielen harten Trainingswochen in Ratzeburg mit ganztägigem Training ging es nun in den vergangenen vier Tagen für Julia Hoffmann im Achter und für Elias Dreismickenbecker im Leichtgewichts-Einer gegen stärkste internationale Konkurrenz über die 2000-Meter-Distanz.

Zuerst musste Elias Dreismickenbecker ran. Bereits im Vorlauf traf er auf den Favoriten aus Frankreich, dem er sich beugen musste. Mit seinem zweiten Platz aber schon zeigte, dass er unter den 21 Startern vorne mitrudern will. Da sich nur die Vorlaufsieger direkt fürs Halbfinale qualifizierten, musste Elias Dreismickenbecker in den Hoffnungslauf, den er souverän für sich entschied. Das bedeutete die Qualifikation fürs Halbfinale. Hier galt es mindestens Platz drei zu holen um im Großen Finale starten zu können. Erneut war es der Franzose Pierre Houin, der scharf anzog und einen Start-Ziel-Sieg herausruderte. Elias Dreismickenbecker kämpfte hart, konnte sich aber nicht an den Japaner Fukui und den Chinesen Sun heranarbeiten. Der vierte Platz, etwa eine Länge hinter dem Chinesen bedeutete Einzug ins Kleine Finale. Hier zeigte der junge Speyerer wieder eine Glanzleistung, führte vom Start weg und siegte in 7:12,66 Minuten vor dem Slowenen Ales Jalen. Damit hatte Elias Dreismickenbecker den größten Erfolg, den 7. Platz, bei einer U23-Weltmeisterschaft im leichten Männer-Einer geschafft.

Julia Hoffmann wollte sich im Frauen-Achter mit ihrem Team im Bahnverteilungsrennen eine Mittelbahn fürs Finale errudern, das gelang mit dem Sieg vor den USA bestens. Im Großen Finale lief es für den deutschen Achter dann nicht so rund. Russland und USA lieferten sich über die ersten 1500 Meter ein Kopf-an-Kopf-Rennen, das die USA auf den letzten 500 Metern deutlich für sich entschied. Die Britinnen hielten gut mit und wurden knapp Dritte. Der deutsche Achter mit Julia Hoffmann ruderte auf den ersten 1500 Metern zu verhalten und ging als fünftes Boot auf die letzten 500 Meter, hier kam der Achter nochmal richtig ins Rollen. Leider reichte auch die beste Zeit mit 1:34,30 Minuten auf dem Schlussviertel nur noch um die Niederländerinnen vom vierten Platz zu verdrängen. Auch wenn es nicht zu einer Medaille reichte, geht Julia Hoffmann als erste Ruderin der RGS-Geschichte ein, die es zu einer WM und dann auch noch im deutschen Achter schaffte.

Herzlichen Glückwunsch! Herzlichen Glückwunsch! 

Julia Hoffmann                          4. Platz im Achter

Elias Dreismickenbecker         7. Platz im Leichtgewichts-Einer

 

Herzlichen Glückwunsch! Herzlichen Glückwunsch! 

Die 8. Kirchbootregatta

Ausgabe 39/2015

Spaß und Spannung bei Speyerer Kirchbootregatta – Kanuten siegen und zeigen wie gerudert wird

Mittlerweile hat sich die Speyerer Kirchbootregatta fest als Kultveranstaltung in den Kalendern von Vereinen, Verbänden, Parteien, Firmen und Hobbymannschaften einen festen Platz erobert. So war es auch in diesem Jahr. Erneut mussten die bei der Anmeldung zu spät Gekommenen auf das nächste Jahr vertröstet werden. Mit einer massiven Investition in gleich zwei neue Kirchboote, die „Twins“ (Zwillinge), hatte die RGS zudem die Voraussetzungen geschaffen, dass die Rennen noch mehr Spaß machen würden. Erstens sind die Boote absolut identisch gebaut, damit gleich schnell und zweitens von zehn Sportlern zu rudern, sodass die Mannschaften auch tauschen konnten. Drittens und am wichtigsten, die Laufzweiten reduzieren sich aufgrund der schnelleren Boote um mehr als 20 Prozent gegenüber den Vorjahren, damit wurden die Rennen noch spannender.

In den ersten beiden Vorläufen ging es darum möglichst schnelle Zeiten zu rudern, die addiert wurden und über die Summe die acht Viertelfinalisten bestimmten. Es gab spannende, hart umkämpfte Rennen. Die Ruderer stellten wieder erfahrene Steuerleute ab, um im, in diesem Jahr aufgrund des niederen Wasserstandes, sehr engen Floßhafens absolut faire Rennen zu garantieren. Einmal mehr zeigte sich, dass insbesondere Technik und Harmonie in der Mannschaft über Sieg und Niederlage entscheiden, so wurden viele Männermannschaften von Mixed-Mannschaften geschlagen.

Ins Viertelfinale schafften es: Tyco, Kanuclub, Schützengesellschaft, St. Marien, FV Berghausen, Stadtwerke Powermixx, die Schdädische und Landesbetrieb Mobilität. Da alle acht Mannschaften in der Summation der Vorlaufzeiten sich nur um maximal sechs Sekunden unterschieden, die Schnellsten „Tyco“ wiesen 1:20,96 Minuten und der LBM als Achter 1:26,94 Minuten auf, das versprach Spannung pur in den Finalrennen. So kam es auch. Mit knappen Siegen kämpften sich der Kanuclub, die Stadtwerke Powermixx, Tyco und St. Marien ins Halbfinale. Für die beiden Letztgenannten war hier dann Schluss. Obwohl St. Marien im Halbfinale ganz knapp, mit nur einer Sekunde Rückstand ausschied, bedeutete dies für das einzige ins Halbfinale vorgedrungene Mixed-Boot, den ersten Rang in der Mixed-Wertung. Angefeuert von den vielen Zuschauern am Ufer des Floßhafens gingen der Kanuclub und die Stadtwerke im Finale zum fünften und letzten Mal auf die 200-Meter-Strecke. Bord-an-Bord näherten sich die Boote der Ziellinie, das Wasser spritzte, immer wieder gab es kleinere technische Unsauberkeiten, die die Mannschaften noch mehr motivierten. Am Ende hatte der Kanuclub die Bootsspitze vorn und den Sieg bei der achten Speyerer Kirchbootregatta sicher.

Eingebettet in die Regatta fand auch wieder der Schüler-Cup statt. Nach ergometerzeiten und Kirchbootrennen stand der Sieger fest. Es gewann das „Niki“ vor dem „Schwerd“ und „GaK“.

Mit Bravour hatten die Verantwortlichen dieses Großereignis über die Bühne gebracht. Zuschauer und Teilnehmer glücklich, d.h. alles gut gemacht. Damit dies gelingen konnte mussten organisiert und gearbeitet werden. Das beginnt für Felix Gard im Vorjahr durch die Bearbeitung der Ausschreibung mit tausenderlei emails der Teilnehmer aber auch dem Vertrösten der „Zuspätgekommenen“, für Tim Lauer mit der Organisation der Helfer, für die Steuerleute mit den Trainings für „ihre“ Mannschaften und natürlich des „Steuerstresses“ in den Rennen. Damit alle gut versorgt sind, mussten wieder unzählige Kuchen gebacken werden. Das Kuchenbuffet war wieder ganz fantastisch, dank der vielen Kuchenfeen, und natürlich weil Volkert Holl und Kirsten Lauer den „Fuchsbau“ bestens präpariert und mit Helfern bestückt hatten.

Aufgrund der neuen Boote gab es glücklicherweise viel weniger Arbeit für den Bootsbauer, hier musste ja im vergangenen Jahr Frank Becker noch viele Stunden investierten um das Leihkirchboot auf einen einigermaßen regattatauglichen Zustand zu bringen. Die Helfer an der Pritsche hatten es auch bedeutend leichter, da es nun völlig gleichgültig war in welches Boot die umsteigenden Mannschaften einstiegen.

Geli und Alfi führten wie gewohnt gekonnt und stets gute Laune verbreitend die Moderation. So wussten die Zuschauer und Mannschaften zu jedem Zeitpunkt wer gerade gewann, wie es weitergeht, wann geehrt wird und außerdem ob gerade wieder ein frischer Kuchen zur Verfügung steht oder ein frisches Fass Bier angezapft wurde. Ob sich alle gemerkt haben, was ein Riemen kostet?

Auch die Verantwortlichen bekamen am Ende von den Moderatoren etwas Arbeit zugeteilt. Schließlich mussten die Sieger ordentlich geehrt werden. Gerne nahmen die Siegermannschaften die Raddaddelchen und Pokale aus der Hand unserer Vorsitzenden Andreas Kabs, Robert Gard und Alfred Zimmermann entgegen.

Bei guter Laune und getaner Arbeit durften die Ruderer bei bestem Wetter den Abend wieder ganz unter sich ausklingen lassen, nicht ohne dass zwei Zehnermannschaften die beiden Kirchboote „noch schnell“ ins Reffenthal gerudert hatten.

Die 9. Kirchbootregatta 2016 kann kommen.

Wanderfahrt auf dem Neckar

 

Ausgabe 38/2015

von Claudia Mössner

Wochenend-Wanderfahrt

16.-18. Oktober 2015 – Neckar: Lauffen – Neckarelz

 

Ablauf voraussichtlich:

Freitag, 16.10.                        Anfahrt

Samstag, 17.10.         Lauffen – Bad Wimpfen, 26km, 4 Schleusen

Sonntag, 18.10.                     Neckarelz – Eberbach, 18km, 2 Schleusen

Möglich sind z.B. Abstecher auf Burg Hornberg (G.v. Berlichingen) bei der Staustufe Gundesheim. Auch die Altstadt von Bad Wimpfen ist einen Rundgang wert.

 

Weitere Termine:

Sonntag,         11.10.  Meldeschluss

Montag,         12.10.  Besprechung, 20:30 Bootshaus, Schulungsraum Im Hafenbecken 11

Donnerstag,     15.10.  Boote verladen, 19:30 Uhr Bootshaus, Im Hafenbecken 11

 

Allgemeine Infos:

Der Neckar ist vor der Haustür und geeignet für eine entspannte Wanderfahrt zum Saisonende. Für alle, die immer schon mal wissen wollten, wie eine Schleuse von innen aussieht, das wäre der Termin das auszuprobieren.

Die Vorbesprechung ist insbesondere für die Neuen unter uns, die so etwas noch nicht gemacht haben (und für die anderen auch) – die Sitzung soll trotzdem nicht zu lange dauern – bitte nehmt Euch die Zeit, sonst wird’s schwierig.

Übernachtungen finden im Bootshaus statt. Ruderkollegen, die nur an einem Tag können, bitte bei der Meldung mit angeben; meist ist das organisatorisch lösbar (siehe oben – Treffen montags).

Voraussichtlicher Unkostenbeitrag: 40 Euro (Übernachtung, Transport..).

Zur Besprechung am 12.10. wird eine Anzahlung von 10 Euro fällig.

Verbindliche Meldungen bitte an meine email-Adresse. Und – wäre schön, wenn wir eine größere Gruppe werden.

Claudia

Infos: Claudia, 0172 632 8447 / angua@online.de

WM-Vorbereitungen in Ratzeburg

Ausgabe 37/2015

von Julia Hoffmann

WM-Vorbereitung in Ratzeburg

Wie der normale Speyerer Sommer aussieht, braucht man keinem erzählen. Bei bestem Wetter treffen sich die Mitglieder der Rudergesellschaft am Bootshaus zum Rudern, Grillen und um die Sonne zu genießen. Geht es in Richtung Sommerferien, so steigt die Aktivität im Verein, denn es geht auf die Kirchbootregatta zu, bei der jede helfende Hand gebraucht wird und die natürlich immer wieder für bombastische Stimmung im Hafenbecken sorgt. Ist dieses Großevent überstanden, so freut sich der gemeine Speyerer aufs Brezelfest, sucht sich ein gemütliches Plätzchen zum Schwimmen oder rudert gemütlich durchs Reffenthal.

Mein Sommer sieht in diesem Jahr ein wenig anders aus. Zusammen mit Elias und dem gesamten U23 Nationalteam des Deutschen Ruderverbandes bin ich nun schon seit der Deutschen Jugendmeisterschaft im wunderschönen Ratzeburg, um hier im U23-Frauenachter Tag für Tag über den Ratzeburger See zu rudern.

Ein typischer Trainingstag sieht für uns dabei in etwa so aus: Um sechs Uhr in der Früh klingelt der Wecker und es geht auf ins Labor, dort wird von jeden Sportler Blut und Urin untersucht, sowie das Gewicht kontrolliert, danach bleiben circa 15 Minuten für einen Kaffee und ein Brötchen, spätestens um Viertel vor Sieben heißt es dann „Fuß vom Steg“.

Sitzt man nach den ersten 20-24km um neun am Frühstückstisch könnte man eigentlich schon ein deftiges Mittagessen vertragen, allerdings geht es um Zehn sehr abwechslungsreich weiter. In der zweiten Einheit ist dann alles möglich und von Maxkraft über Laufen bis hin zu Stabi/Dehnen mit Fitnesstrainer Sascha auch alles dabei.

Nach dem anschließenden Mittagessen geht es nicht sofort weiter, so dass Zeit für ein bis zwei Stunden Mittagsschlaf bleiben, bis es dann mit einem Stück Kuchen im Bauch wieder aufs Wasser geht, die nächsten 20km im Achter stehen an. Nun ist es schon fast geschafft, eine kleine Runde Dehnen oder Gymnastik beenden den anstrengend Tag und nach dem Abendessen und der gefühlten hundertsten Dusche freuen sich alle auf ihr Bett und den Fernseher.

Zweimal in der Woche werden in der Vormittagseinheit Belastungen gefahren, dafür fällt die zweite Rudereinheit weg und wir haben einen freien Nachmittag zur Verfügung, um uns hier in der Gegend ein bisschen umzuschauen, Eis essen und ins Kino zu gehen, das macht mit der Mannschaft hier auch richtig viel Spaß!

In knapp einer Woche geht es dann für die komplette Truppe nach Hamburg, um von dort aus nach Bulgarien zu fliegen, wo wir uns dann intensiv auf die ersten Vorläufe vorbereiten und die tolle Atmosphäre einer Weltmeisterschaft mitnehmen werden.

Wir wünschen uns allen also noch einen schönen Sommer, weiterhin gutes Wetter und viel Spaß!

Liebe Grüße aus Ratzeburg!

Julia und Elias

 

Offenbacher Ruderregatta

Ralf Burkhardt bärenstark – Sieg für Masters-Frauen Doppelzweier Hahn/Bachmann

Bei der Offenbacher Ruderregatta auf dem Main über die 1000-Meter-Strecke zeigte sich Ralf Burkhardt von der Rudergesellschaft Speyer bärenstark. Mit drei Siegen war er maßgeblich an der Gesamtausbeute von vier Siegen der Speyerer beteiligt. Neben den vier Siegen verbuchte die RG Speyer bei Kaiserwetter und optimalen Ruderbedingungen zwei zweite sowie je einen dritten und vierten Platz.

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