Brill und Gronbach zeigen sich stark

Bei der zweiten und mitentscheidenden U23-Rangliste, der 2. Kleinbootüberprüfung, des Deutschen Ruderverbandes in Ratzeburg haben die Finalrennen in den Kleinbooten wichtige Aufschlüsse für die Besetzung der Mannschaften für die U23-Weltmeisterschaften in Duisburg geliefert. Die Resultate bilden eine wesentliche Grundlage für die Nominierung durch das Trainer-Team um DRV-Cheftrainer Marcus Schwarzrock und U23-Bundestrainer Dirk Brockmann.  Entsprechend hoch war die Motivation.

Im Zweier-ohne Steuermann griffen für die Rudergesellschaft Speyer Leon Gronbach mit Partner Justus Beckmann, RV Bochum, und Maximilian Brill mit Partner Johannes Benien, RV Dorsten, ins Renngeschehen ein. Dabei trafen die beiden Speyer gleich im Vorlauf aufeinander. Von den sechs gestarteten Booten sollten zwei ins Finale einziehen. Die Speyerer einigten sich gütlich und zogen gemeinsam ins Finale ein. Gronbach/Beckmann siegten in 6:38,05 Minuten vor Brill/Benien knapp vor dem RV Hellas Offenbach. Die weiteren Boote hatten mit dem Rennausgang nicht zu tun. Im Finale des Zweier-ohne entwickelte sich das spannendste Rennen des Tages im Riemenbereich. Ole Hanack und Ensio Flöter vom RV Hellas Offenbach setzten sich in 6:37,37 Minuten durch, nur 0,37 Sekunden dahinter erreichten Leonardo Rosenquist und Vinzent Kuhn, RC Allemania/RV Münster das Ziel auf Rang zwei. Georg Rieck und Jakob Knapp vom Berliner Ruder-Club komplettierten das Podium in 6:39,19 Minuten. Auch in Schlagdistanz zur Spitze blieben Maximilian Brill mit Johannes Benien auf Rang 5 und Leon Gronbach mit Justus Beckmann auf Platz 6. Die ersten fünf Boote lagen nach 2.000 Metern innerhalb von lediglich vier Sekunden, was die außergewöhnliche Leistungsdichte im Männer-Riemenbereich eindrucksvoll unterstreicht.

Bei der anschließenden 67. Internationalen Ratzeburger Ruderregatta über die 2000-Meter-Strecke taten sich am ersten Tag Maximilian Brill und Leon Gronbach im DRV-U23-Achter zusammen und ruderten im Finale des Acht-Bootfeldes mit einer Länge Rückstand auf die Niederlande auf den Silberrang. Knapp dahinter folgte der zweite deutsche Achter mit Ole Bartenbach an Bord, der die Briten auf dem vierten Platz mit knappen drei zehntel Sekunden schlug.

Am zweiten Tag trennten sich die Wege von Gronbach und Brill wieder. Im Achter zogen sowohl Ole Bartenbach im ersten Vorlauf auf Rang zwei und Leon Gronbach im zweiten Vorlauf ebenfalls auf dem zweiten Platz ins Finale ein. Spannung bot das Finale der besten acht Achter. Die auf den ersten 500-Metern stark gestarteten Briten fielen im Lauf des Rennens zurück und wurden viertes Boot. Bei der 1000-Meter-Marke hatten erneut die Niederland, gefolgt vom Achter um Ole Bartenbach, die Führung übernommen und gaben diese bis ins Ziel nicht wieder ab. Noch vor den letzten 500 Metern schob sich der Achter um Leon Gronbach auf den Silberrang vor. Damit Silber für Gronbach, Bronze für Bartenbach.

Maximilian Brill nahm im Vierer-ohne-Steuermann Platz und überraschte mit einem knappen Vorlaufsieg, ganze 12 Hundertstel Sekunden vor dem zweitplatzierten Boot. Im Finale legte das Quartett Maximilian Brill, Johannes Benien, Georg Rieck und Jakob Knapp einen Blitzstart hin und führte nach den ersten 500 Metern. Bei Streckenhälfte war der Vorsprung auf eine Länge angewachsen. Erst im Schlussspurt konnte der Vierer-ohne des RV Hellas Offenbach aufschließen, lag im Ziel dann aber noch drei zehntel Sekunden zurück. Wie hart umkämpft dieses Rennen war, zeigt der Abstand von ganzen neun Sekunden auf die drittplatzierten Briten.Die Ergebnisse der 2. Kleinbootüberprüfung und der Ratzeburger Regatta lassen die Speyerer hoffen auch bei den Deutschen Meisterschaften wieder ganz vorn dabei zu sein.