Regatta in Sursee

Ausgabe 62/2018

Von Harald Schwager

 Rudergesellschaft siegt auf dem Sempacher See

Bei der Regatta in Sursee, Schweiz, auf dem Sempacher See strahlte die Sonne und die Rennruderer der Rudergesellschaft Speyer zeigten sich von der Sonnenseite. Die Speyerer waren mit allen Altersgruppen von der Jugend bis zu den Master-Ruderern gemeinsam am Start. Die Jüngsten im Feld, Julius Vortisch und Hendrik Elsner bei den U13 sowie Manuela Huck, absolvierten ihre ersten Regattastarts.

Beim renommierten Langstreckenachterrennen über den Sempacher See gab es einen Sieg. Das im Vorfeld für die Regatta ausgegebene Ziel war neben der  Verteidigung des Masters-Pokals auch ein Sprung aufs Treppchen in der Vereinswertung. Bei der 5-Bahnen-Regatta werden für die drei Erstplatzierten eines Rennens Punkte an Vereinsmannschaften in Mannschaftsbooten vergeben, Renngemeinschaften erhalten keine Punkte. Damit war für alle startenden Speyerer Mannschaften die Losung klar „jeder Punkt zählt“. Die sechzehn Siege, sieben zweite und vier dritte Plätze bei der Kurzstreckenregatta brachten am Ende der Regatta: den Masters-Pokal und den Pokal für den Gesamtzweiten.

Bei bestem Ruderwetter brachte die RG Speyer am ersten Regattatag gleich zwei Achter, einen Junioren-Achter und einen Mixed-Achter, zur Langstrecke über die knapp sieben Kilometer lange Distanz über den Sempacher See zu Wasser. Auf einer Breite von etwa 500 Metern lagen 28 Achter am Start und wurden per Kanonenschuss gemeinsam ins Rennen geschickt. Ein Augenschmaus für die Zuschauer. Die Masters mit Schlagfrau Elke Müsel, Corinna Bachmann, Silke Pattloch, Martin Gärtner, Lutz Fiedler, Peter Gärtner und Harald Schwager ruderten mit Julia Hoffmann gesteuert von Anna Heyl in der offenen Klasse. Schon nach dem ersten Streckenkilometer lag der Speyerer-Mixed-Achter deutlich selbst vor einigen Masters-Männer-Achtern. Mit Schlagzahl 32-33 lief das Boot präzise wie ein Uhrwerk über die Strecke. Nach 24:10,80 Minuten stand der Sieg fest, damit verbesserte sich der Speyerer Achter um ganze 40 Sekunden gegenüber der Zeit beim Vorjahressieg. Der Juniorenachter wurde fünftes Boot bei den U19.

Zur Sprintregatta über die 450-Meter-Distanz machten sich insgesamt 32  Ruderinnen und Ruderer ans Punkte sammeln für die RG Speyer.

Die ersten drei Siege ruderten Nicolas Bohn, Marvin Walter und Alexander Martirosyan in ihren U17-Einern nach Hause. Den ersten „Dreier“ sammelten Peter Gärtner und Harald Schwager mit einem ungefährdeten 2-Längen-Sieg im Masters-Doppelzweier. Ebenfalls einen klaren 2-Sekunden-Sieg fuhren Elke Müsel und Corinna Bachmann im Masterinnen-Doppelzweier ein. Dann ging es Schlag-auf-Schlag in den Doppelvierern: Der U17-Doppelvierer mit Ole Bartenbach, Alexander Martirosyan, Paul Bohnenstiel und Marvin Walter machten es vor und holten beim Sieg in 1:11,59 Minuten mehr als eine Länge vor dem Basler RC heraus. Der Mixed-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Andreas Conta, Lutz Fiedler und Silke Pattloch machte nur wenig spannender und lagen im Ziel zwei Sekunden vorn. Im Mixed-Masters-Doppelvierer mussten zwei Speyerer Boote gar gegeneinander antreten. Die Jüngeren mit Ralf Burkhardt, Jan Weiß, Silke Pattloch und Michaela Maier siegten vor den Älteren Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Harald Schwager vor dem SC Küssnacht, dem RC Schaffhausen und dem SC Richterswil. Auch der Frauen-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Silke Pattloch, Corinna Bachmann und Marion Peltzer-Lehr wurde in 1:22,12 Minuten zur Beute der Speyerer, eineinhalb Sekunden vor dem SC Thun. Eine große Punktausbeute lieferten die Masters-Mixed-Doppelzweier ab. Jan Weiß siegte in 1:23,94 Minuten in der jüngsten Altersklasse vor dem SC Richterswil und dem RC Bern. Lutz Fiedler und Michaela Maier behielten den Bugball in 1:26,44 Minuten vor dem SC Küssnacht und dem RC Schaffhausen. Unbedingt gewinnen wollten beide Speyerer Mannschaften in der höchsten Altersklasse und lieferten sich einen harten Bord-an-Bord-Kampf vom Start bis ins Ziel. Nach Zielfotoentscheid lautete das Ergebnis: Sieg für Ralf Burkhardt und Marion Peltzer-Lehr in 1:26,50 Minuten vor dem Duo Peter Gärtner/Elke Müsel in 1:26,58 Minuten gefolgt vom RC Cham der 1:37,64 Minuten benötigte.

Dem Punkteregen der Mixed-Doppelzweier wollte die Jugend nicht hintanstehen und steuerte drei „Dreier“ bei. Marvin Walter und Simon Holstein siegten im U17-Doppelzweier in 1:22,67 Minuten ebenso souverän wie Ole Bartenbach und Nicolas Bohn in 1:22,13 Minuten und David Martirosyan mit Sebastian Kohl in 1:22,46 Minuten. Tim Rothschink und Paul Bohnenstiel holten mit ihrem dritten Platz hinter dem SC Biel und RC Sarnen ebenfalls noch einen Punkt. Die Leistungsdichte der Speyerer Jugend, ablesbar an den nahezu identischen Laufzeiten bei den Siegen, lässt schon jetzt auf die Zukunft hoffen.

Den Abschluss bildete traditionell das Männer-Achterrennen und ebenso traditionell brachte die RGS einen Achter an den Start. Die Masters Lutz Fiedler, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Jan Weiß und Harald Schwager verstärkt von Elias Kolbenschlag und den beiden Junioren Nicolas Bohn und David Martirosyan gesteuert von Marion Peltzer-Lehr gelang das Kunststück in der offenen Männerkonkurrenz in 1:11,45 Minuten den Bugball als Erster über die Ziellinie zu bringen. Zweiter wurde der SC Richterswil in 1:12,33 Minuten

„Wie immer gewinnt die RGS den Masters-Pokal und 2018 auch den zweiten Platz in der Gesamtwertung“, kommentierte Stefan Kirchhofer, Präsident des Regatta-Komitees bei der Siegerehrung.

Erfolgreichste Regattateilnehmerin in diesem Jahr war Silke Pattloch mit fünf Siegen, vor Lutz Fiedler mit vier Erfolgen, gefolgt von neun Ruderern mit je drei Siegen.