Jonathan Habermehl siegt in München

Bei der Internationalen Junioren-Regatta in München auf der Olympiabahn Oberschleißheim zeigten sich die Speyerer Ruderinnen und Ruderer von ihrer Schokoladenseite.

Für die U19-Ruderer ging es vor allem darum, wichtige Rennerfahrung auf einer internationalen Regatta zu sammeln. Für die U17-Ruderinnen und Ruderer war es eine gute Möglichkeit Südwestkombinationen zu testen und sich mit nationaler Konkurrenz zu messen. 

Joshua Rieber und Felix Lorch starteten im U19-Doppelzweier in einem starken internationalen Feld. Die Erfahrungen des ersten Laufes, den Polen in 6:56,99 Minuten für sich entschied und das Speyerer-Duo auf Platz vier ins Ziel kam nahmen die Beiden mit in den zweiten Lauf. Nach einer gut geruderten ersten Streckenhälfte musste das Duo Rieber/Lorch das Feld ziehen lassen. Der Zieleinlauf lautete Schweiz vor Polen, die Speyerer landeten auf Rang fünf. „Große Schritte sind gemacht und eine klare, spannende Aufgabe für die nächsten Wochen liegt vor uns die Lücke weiter zu schließen“, so Trainer Damion. 

Gabriela Künkel und Nike Görtz ruderten im U17-Leichtgewichtsdoppelzweier ein sehr starkes Rennen, Bugball an Bugball ging es bis zum Endspurt, erst dann setzte sich die Stuttgarter RG ab und Speyer kam auf Rang zwei ins Ziel. Im gesetzten Lauf der schnellsten Boote zeigten Künkel/Görtz erneut ein solides Rennen und wurden beim erneuten Sieg der Stuttgarter RG verdient viertes Boot. Trainer Damion freute sich, „sie haben gezeigt, dass sie gut Rennen fahren können und noch viel Entwicklungspotenzial in Technik, Effizienz und Bootsgeschwindigkeit in diesem Zweier steckt. 

Runa Seibert legte den Fokus, wenngleich ersatzgeschwächt, auf den Juniorinnen-B-Vierer ohne Steuerfrau, die Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV gemeinsam mit Marlene Dilk, Eva Hermann, Katharina Stauder. In einem sehr starken Feld ist kam das Quartett nach 5:45,80 Minuten auf Platz vier ins Ziel, es siegte der LRV Mecklenburg-Vorpommern. Gemeinsam mit Sara Greis stieg Runa Seibert auch noch in den U17-Zweier-ohne und lieferte zwei gute Rennen auf Rang fünf und sieben ab. Trainer Damion zeigte sich beeindruckt, „Es ist mutig, kurzfristig auch noch in den Zweier-ohne einzusteigen, es einfach zu versuchen und Erfahrung zu sammeln. Sehr cool“. 

In der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RV Treviris/Mainzer RG zeigte Jonathan Habermehl mit seinen Bootskameraden Jan Sommer, Johannes Haag, Olaf Lutz und Steuerfrau Dorothea Dette im U17-Leichtgewichts-Doppelvierer eine Spitzenleistung. An beiden Regattatagen lieferte das Quartett einen klaren Start-Ziel-Sieg mit jeweils mehr als einer Länge Vorsprung ab. Auch im U17-Leichtgewichts-Einer zeigte Jonathan Habermehl starke Läufe. Im ersten Rennen sahen die Zuschauer sein Stehvermögen, bei 500 Meter noch eine halbe Länge zurück schob er sich bis zur 1000-Meter-Marke bis auf vier hundertstel Sekunden an den schärfsten Konkurrenten Pascal Hamann Velasco, Heidelberger RK, heran. Auf den letzten 500 Meter gab es kein Halten mehr, mehr als vier Sekunden betrug der Vorsprung beim erneuten Sieg für Habermehl auf Platz zwei und über 14 Sekunden auf den Drittplatzierten Daniel Häckel, Stuttgart-Cannstatter RC. Im gesetzten Lauf siegte Tobia Lovera, Heidelberger RK und Jonathan Habermehl kam  nach einem erneut guten Rennen als viertes Boot ins Ziel.

„Wir haben viel gelernt und freuen uns auf die große Regatta in Köln, nach starker Arbeit aller Sportlerinnen und Sportler. Ein besonderer Dank geht an Martin Gärtner für seine große Hilfe an der Strecke und für das Fahren des Bootsanhängers. Sehr guter Einsatz vom ganzen Team“, waren sich alle einig.