Landesentscheid in Mainz

Ausgabe 42/2018

von Harald Schwager

Leo Wels wird Dritter beim Landesentscheid

Für Leo Wels  ging es beim Landesentscheid Rheinland-Pfalz der Jungen und Mädchen im schweren Jungen-Einer der 14jährigen darum sich als Newcomer in der Spitze zu etablieren. Die Regatta fand auf der Mainzer Wachsbleiche statt, hier sind die Speyerer Ruderer üblicherweise bei frostigen Temperaturen anlässlich der Nikolausregatta zu Gast. Etwas frostigere Temperaturen hätten sich die Starter ob der Sommerhitze sicher gewünscht, doch damit konnten die Veranstalter nicht dienen.

Beim Landesentscheid wird über die 3000-Meter-Distanz mit Wende gerudert, dabei werden die Boote einzeln gestartet und die Nachwuchsruderer müssen sich gegen die Uhr behaupten. Am Ende wird abgerechnet.

Im 6-Boote-Feld gelang dies Leo Wels ebenso wie beim anschließenden Zusatzwettbewerb hervorragend. Zuerst galt es gegen die Rheinströmung anzukämpfen und im Anschluss bei sehr schweren Bedingungen möglichst schnell um die Wendeboje zu kommen. Nach 14:29,30 Minuten war dies geschafft und der dritte Platz hinter Benedict Ott Vom Mainzer RV und Marlon Didovic von der Binger RG gesichert. Es folgten auf den Rängen die Ruderer aus Neuwied, Worms und Mainz.

Trainerin Julia Hoffmann freute sich über die Leistung ihres einzigen Schützlings beim Landesentscheid und blickte schon nach 2019. „Unsere aktuell riesige Nachwuchstruppe lässt darauf hoffen, dass wir beim Landesentscheid 2019 mit einer größeren Kindertruppe an den Start gehen können und viel bewegen.“

Alicia Bohn in Ratzeburg

Ausgabe 38/2018

Von Harald Schwager

Alicia Bohn rudert nach vorn

Bei der 2. Kleinbootüberprüfung des Deutschen Ruderverbandes in Ratzeburg ging es für die Kaderathleten darum sich in der Rangliste der Bundestrainer nach vorne zu arbeiten. Das wollte auch Alicia Bohn im Frauen-Einer der U23-Ruderinnen erreichen.

Im Vorlauf über die 2000 Meter-Strecke musste ein vierter Platz erreicht werden, um unter die besten acht Ruderinnen und ins A-Finale zu kommen und dabei möglichst nicht an die  Kraftreserven gehen zu müssen. Mit Rang drei hinter Maren Völz, RC Potsdam und Leonie Menzel, RC Germania Düsseldorf und direkt vor ihrer Doppelzweier-Partnerin der Hügelregatta Lätizia Loch, RV Treviris Trier gelang dies Alicia Bohn problemfrei, während die fünftplatzierte Paula Rossen, RC Süderelbe Hamburg ins B-Finale musste. Im A-Finale unter den Augen von Bundestrainerin Brigitte Bielig musste ein technisch sauberer, souverän geruderter Lauf mit vorderer Platzierung her, um eine möglichst große Chance für die Mannschafts-zusammensetzung zu erhalten. Und Alicia Bohn reizte im Acht-Boote-Feld des A-Finals ihre Möglichkeiten aus. Souverän ruderte die Speyrerin an der Spitze des Feldes mit und mit fortschreitender Streckenlänge mussten mehr und mehr Konkurrentinnen abreißen lassen. Auf dem letzten Streckenviertel hatten es die drei Konkurrentinnen Völz, Menzel, Bohn, die schon im Vorlauf gegeneinander angetreten waren, nur noch miteinander zu tun. Dann der Zieleinlauf, es siegte Leonie Menzel in 8:20,4 Minuten vor Alicia Bohn in 8:24,0 Minuten und Vorlaufsiegerin Maren Völz in 8:31,9 Minuten.

„Dass Alicia Bohn so weit nach vorn rudern konnte, ist phantastisch und hat sie hoffentlich nah ans Herz der Bundestrainerin heranrudern lassen, um bei der nun anstehenden Mannschaftsbildung für die DM und WM berücksichtigt zu werden“, freuten sich die mitgereisten Speyerer Schlachtenbummler.

Rund um den Kühkopf

 

Ausgabe 37/2018

Von Harald Schwager

Sieg bei Langstreckenregatta

Bei der traditionellen Fronleichnams-Langstreckenregatta „Rund um den Kühkopf“ waren 2 RGS-Boote über die 23 Kilometerstrecke am Start. Bei der Kühkopf-Regatta gehen Renneiner, Renndoppelzweier und Gig-Mannschaftsboote mit Steuermann an den Start. Alle Mannschaften einer Bootsklasse starten unabhängig von Alter und Geschlecht gegeneinander. Dreier, Vierer und Doppelvierer werden in einer Wertung zusammengefasst. Die Sieger werden anhand eines Handicap-Systems ermittelt. Für die Einer und Doppelzweier stellt der Rundkurs, zum Teil im engen Altrhein, eine besondere Herausforderung dar, da die Boote  nun mal ohne Steuermann unterwegs sind und häufiges Umschauen zwingend ist.

Im Einer-Rennen, davon 6 Kilometer auf dem Rhein gegen den Strom, waren ausschließlich Männer am Start, darunter Frank Durein, als ältester Teilnehmer im Feld. Mit einer über die gesamte Strecke konstanten Schlagzahl von 23 Schlägen pro Minute erreichte Frank Durein nach 1:49:25 Stunden das Ziel. Mit dem Handicap-Faktor von 0,8600 bedeutete das eine gewertete Zeit von 1:34:06 Stunden und gleichzeitig den Sieg vor dem ebenfalls stark rudernden Matthias Auer aus Nürtingen mit der Wertungszeit von 1:35:33 Stunden. Es folgten weit zurück die Boote aus Mannheim, Würzburg und Darmstadt.

Im Gig-Doppelvierer steuerte Ulrike Durein ihr Frauen-Quartett Martine Schraml, Birgit Dillmann, Monika Wels und Sabine Marczinke in 2:01,05 Stunden. Das bedeutete bei einem Handicap-Faktor von 0,8450 eine Wertungszeit von 1:42,19 Stunden und Platz elf im 23 Boote-Feld. Die Sieger kamen von der RG Nassovia Höchst und ruderten mit 1:30,11 Stunden in die Wertung.

„Bei bestem Wetter brachte uns der „Kühkopf“ nicht nur einen Sieg und eine gute Platzierung, sondern auch viel Spaß mit dem Team“, kommentierten die Teilnehmer unisono.