Internationale Regatta in Essen

 

Ausgabe 35/2018

von Harald Schwager

 

Alicia Bohn stellt sich der Konkurrenz bei der Hügelregatta

 

Alicia Bohn stellte sich bei der internationalen Hügelregatta auf dem Baldeneysee in Essen der Konkurrenz und zeigte sehr gute Leistungen. Dabei trat die U23-Nationalmannschaft auf Einladung von Bundestrainerin Brigitte Bielig an. Der Fokus lag auf den Doppelzweiern und es sollten sich erste Hinweise auf Mannschaftsbesetzungen für die Weltmeisterschaften ergeben. So ruderte Alicia Bohn nicht im angestammten Einer, sondern nach einem Intensivtrainingswochenende mit Lätizia Loch vom RV Treviris Trier. Der extra für die Hügelregatta formierte Doppelzweier harmonierte gut und landete am ersten Regattatag nach den Vorläufen im B-Finale. Dabei messen sich die U23-Athleten direkt mit den Mannschaften der A-Nationalmannschaften. Im B-Finale kam das Duo Bohn/Loch gut aus dem Start und konnte bis zur Streckenhälfte im engen Acht-Boote-Feld vorne mitrudern, dann setzten sich die das polnische und das tschechische Nationalteam ab und siegten vor Ungarn und den Niederlanden. Der fünfte Platz für Alicia Bohn und Lätizia Loch in 7:22,13 Minuten vor der Schweiz, dem tschechischen U23-Doppelzweier und dem Essener Doppelzweier zeigt klar das Potential der jungen Crew. Am zweiten Tag galt es im Vorlauf für den Doppelzweier Bohn/Loch insbesondere das zweite deutsche U23-Boot mit Nora Peuser und Laura Kampmann hinter sich zu lassen. Das gelang und bedeutete erneut den Einzug ins  B-Finale. Hier drehten Nora Peuser und Laura Kampmann den Spies um und lagen eine Länge vor der Speyer/Trier-Kombination. In 8:15,37 Minuten wurden Bohn/Loch sechstes Boot. Schnell machte die Bundestrainerin aus Gegnerinnen Bootskameradinnen und setzte die beiden Doppelzweier zum 2. U23-Doppelvierer zusammen. Das Experiment klappte auf Anhieb. Im A-Finale setzte sich das Quartett um Alicia Bohn gegen den 1. deutschen U23-Doppelvierer, die siebte wurden, deutlich durch und wurde in 7:43,87 Minuten fünftes Boot hinter Tschechien und vor Polen.

„Das war eine kräftezehrende, anstrengende Regatta, nicht zuletzt weil die Rennen aufgrund von Gewitterwarnungen dicht aufeinander folgten. Mit dieser insgesamt sehr zufriedenstellenden Erfahrung bin ich nun gespannt auf die 2. Kleinbootüberprüfung der U23 Nationalmannschaft. Hier werde ich im Einer antreten“, informierte Alicia Bohn.

Regatta Gießen

 

 

Ausgabe 36/2018

Von Harald Schwager

Sechs Siege aus der Lahn gefischt – Leo Wels rudert allen davon

Bei der traditionellen, mittlerweile 106. Gießener Pfingst-Regatta war die RGS mit den Nachwuchssportlern um Trainerin Julia Hoffmann vertreten und schlug sich sowohl über die 1000-Meter-Distanz als auch in den Sprintwettbewerben wacker. Neben sechs Siegen, gab es acht zweite und zehn dritte Plätze.

Im Junioren Einer-B ruderte Ole Bartenbach im Sprint über 350 Meter auf den Silberplatz und über 1000 Meter zwei Mal auf den dritten Platz, während sich Sebastian Kohl in seinen Rennen zwei Mal auf Rang zwei platzierte. Den Junioren-Doppelzweier B beendeten Sebastian Kohl und Leon Gimmy auf Platz drei. Im Leichtgewichts-Junioren-Doppelzweier B reichte es für Leon Gimmy mit seinem Partner Niklas Probst vom Bernkasteler RV für den zweiten Platz. Mit Antonio Iturri ging Leon Gimmy in der Renngemeinschaft RG Speyer/Creuznacher RV über die Sprintdistanz und landete auf Platz drei. Ihre ersten Rennen überhaupt bestritten Jakob Fabian und Tim Rothschink im Leichtgewichts-Junioren-Doppelzweier B und das gleich beachtlich. Neben einem dritten Platz trennte sie im zweiten Rennen auf Platz nur eine Länge vom Sieg. Ole Bartenbach sorgte dann im Doppelvierer mit Steuermann in der Renngemeinschaft RG Speyer/Creuznacher RV/Mainzer RV für den ersten Siegesjubel. In 3:12,54 Minuten beendeten sie ihr Rennen mit mehr als  einer Sekunde Vorsprung auf das zweitplatzierte Boot der Renngemeinschaft Bernkasteler RV/Creuznacher RV, die Dritten lagen mehr als eine Länge zurück. Im Sprint ging es für den Doppelvierer um Ole Bartenbach dann heiß her, Bord-an-Bord kämpften die Mannschaften um jeden Zentimeter. In 1:09,82 Minuten im Ziel und um 27 hundertstel geschlagen auf Platz zwei lautete das Endergebnis.

Bei den Junioren A sammelte Johannes Buchholz viel Regattaerfahrung. Seine drei Rennen im Einer brachten drei dritte Plätze, das Doppelzweier-Rennen mit Sebastian Kohl Rang zwei hinter dem RV Eltville und das Doppelzweier Duo Buchholz/Trunk steuerte Rang zwei und drei zu den RGS-Ergebnissen bei.

Im Frauen-Einer A stellte sich Julia Hoffmann im Kampf um den Wanderpokal „Liebig-Preis“ der Konkurrenz und spielte ihre Routine aus. Noch am besten konnte Lokalmatadorin Silke Brandt von der Gießener RC Hassia mithalten, musste aber letztlich Julia Hoffmann bei ihrem klaren Sieg knapp fünf Sekunden davonziehen lassen, noch weiter lag die drittplatzierte Lisa Wunderlich aus Pirna zurück. Den gleichen Film ließ Julia Hoffmann im Frauen-Einer-Sprint ablaufen, schnelle Führung und Sieg in 1:21,07 Minuten vor der Gießenerin mit zwei Sekunden Vorsprung. Im Frauen-Doppelvierer folgte dann noch ein dritter Rang für Julia Hoffmann in der Renngemeinschaft RG Speyer/RG Lahnstein.

Eindeutig den Vogel schoss aus Speyerer Sicht Regattaneuling Leo Wels ab. Im Jungen-Einer III (14 Jahre) galt es 1000 Meter zu meistern. Nach 4:07,50 Minuten hatte Leo Wels das Ziel erreicht und lag mehr als 7 Sekunden vor dem Verfolger Finn Villwock von der RG Heidelberg, gefolgt vom Ruderer aus Wetzlar. Gleiches Bild und gleiche Abstände gab es am zweiten Regattatag. Erneut siegte Leo Wels vor Heidelberg und Wetzlar allerdings in einer weiter auf 4:02,78 Minuten verbesserten Zeit. Auch im Sprintrennen über 350 Meter hatten die Gegner nicht den Hauch einer Chance. In 1:15,72 Minuten siegte Leo Wels mit fast fünf Sekunden Vorsprung, über die Sprintstrecke eine Welt, und wurde bei seiner ersten Regatta gleich zum 100% Ruderer und holt bei drei Starts drei Siege.

„Wir hatten sehr viel Spaß, durften sechs Siege und vor allem Leo Wels feiern“, freute sich Trainerin Julia Hoffmann über die Regattaergebnisse und –erlebnisse.

 

Junioren-Regatta in Köln

 

Ausgabe 33/2018

von Harald Schwager

 Zwei Siege bei der Junioren-Regatta in Köln

Bei der Junioren-Regatta in Köln auf der Regattabahn Fühlingen hatte sich die bundesdeutsche Leistungsspitze der Junioren versammelt, um sich in Vorbereitung auf die Juniorenmeisterschaften noch einmal ein Leistungsbild zu verschaffen. Für die Rudergesellschaft waren Alexander und David Martirosyan sowie Tim Streib am Start und brachten zwei Siege, zwei dritte, zwei vierte und einen sechsten Platz mit nach Hause.

Im Leichtgewichts-Einer Junioren B zeigte Alexander Martirosyan über die 1500 Meter Kampfgeist und blieb über die 1500-Meter-Distanz stets zu den beiden führenden Booten aus München und Witten dran und sicherte sich in 5:55,50 Minuten den dritten Platz. Damit landete er im vierten gesetzten Lauf. Gut eingestellt führte er hier bei der 500-Meter-Marke mit mehr als zwei Sekunden, auf dem nächsten Streckenabschnitt attackierte der Ruderer vom Neusser RV und kam bis auf acht zehntel Sekunden heran. Doch im Endspurt spielte Alexander Martirosyan seine Reserven aus und siegte mit fast zwei Sekunden Vorsprung auf Neuss und eine Länge vor der Hürther RG.

David Martirosyan im Junior-Einer B unterwegs lag bei 500 Meter an der Spitze des Feldes, musste dann aber dem hohen Anfangstempo Tribut zollen und fiel auf Rang der zurück. Seine 5:47,05 Minuten brachten ihn in den dritten gesetzten Lauf, hier landete David Martirosyan auf dem sechsten Platz. Im Junioren-B-Doppelzweier startete David Martirosyan mit Nicolas Pauli vom RV Treviris Trier. Auf den ersten 500 Metern konnte der RV Datteln noch folgen, dann begann sich das Duo Speyer/Trier mit jedem Schlag etwas abzusetzen. Bei der 1000-Meter-Marke betrug der Vorsprung eine Länge, im Ziel lagen die Gegner drei und mehr Längen zurück.

Für Tim Streib ging es Junioren-Einer A über die 2000-Meter-Strecke. Platz vier in 7:48,30 Minuten bedeuteten am zweiten Regattatag die Teilnahme im vierten gesetzten Lauf. Schnell setzte sich ein Führungstrio ab und Tim Streib ruderte bis zur Streckenhälfte im Verfolgerfeld knapp hinter Wetzlar auf Platz fünf. Auf den zweiten 100 Metern orientierte sich Tim Streib dann am drittplatzierten Ruderer der RG Kassel und kam immer näher heran. In 8:04,50 Minuten beendete der seinen Lauf, letztlich hinter Kassel auf dem vierten Platz.

„Zwei Siege von dieser hochwertig besetzten Regatta mit nach Speyer nehmen zu können ist schon super“, zeigte sich das kleine Speyerer Team zufrieden.

Regatta Offenbach

 Ausgabe 29/2018

Siege bei der EUREGA Undine Offenbach

Gleich bei zwei Regatten waren die Aktiven der Rudergesellschaft Speyer unterwegs und brachten je einen Sieg nach Speyer zurück.

Bei der diesjährigen Europäischen Rhein Regatta „EUREGA“ des Bonner Ruder-Vereins 1882 e.V. waren drei Speyerer Gig-Doppelvierer  mit Steuermann am Start.

Bei diesem  einzigartigen Rudermarathon starten Vierer aus ganz Europa , mit wieder über350 Teilnehmern auf zwei Strecken. Es wird entweder über 100 km ab der Loreley oder über 45 km ab Neuwied bis Bonn gerudert. Alle Speyerer Boote starteten über die 45 Kilometer-Distanz.

In  der Mastersklasse Männer C (Mindestdurchschnittsalter 43Jahre) steuerte  Claudia Mössner ihre Jungs Andreas Poth, Thomas Meier, Bastian Hoffmann und Andreas Walter in 2:45,55 Stunden auf Rang sechs. Die fünftplatzierten waren in Reichweite und benötigten 2:44,54 Stunden. Die Sieger vom Düsseldorfer RV waren nach 2:28,02 Stunden im Ziel. Bei den Masterinnen D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) steuerte Bernd Marczinke das Speyerer Quartett Birgit Dillmann, Sabine Marczinke, Andrea Vogel und Moni Wels in 2:55,49 Stunden auf Platz vier. Es siegte in 2:40,25 Stunden die Renngemeinschaft Siegburger RV/WSV Meppen/RTK Köln/KölnerRV.

Das Speyerer Mixed Boot in der Offenen Klasse mit Gerd Jakobs, Markus Konieczny, Danika Seibert und Martine Schraml an Bord wurde von Frank Durein gewohnt professionell durch die Wellen des Rheins gesteuert. Nach tollen 2:36,05 Stunden stand der Sieg bei der EUREGA fest, die Zweiten vom RC Rhenus Bonn waren 39 Sekunden länger unterwegs.

Regatta Heidelberg

Ausgabe 32/2018

von Harald Schwager

 Fünf Siege aus dem Neckar gefischt

Bei der Heidelberger Ruderregatta zeigten sich unsere Rennsportler gut in Form. Auch wenn es die Regatta der zweiten Plätze, neun an der Zahl, werden sollte, galt es gleich fünf Siege zu beklatschen. Zwei dritte und ein vierter Platz komplettierten das Bild.

Bei den Junioren B waren Marvin Walter und Simon Holstein zunächst im Leichtgewichts-Einer unterwegs. Beide brachten im vollen Feld über die 1500-Meter-Distanz je einen zweiten Platz nach Hause. Dabei schrammte Marvin Walter mit sieben zehntel Sekunden ganz knapp am Sieg hinter dem Franzosen Mael Benoit vom SN du Perreux vorbei. Im Leichtgewichts-Doppelzweier wollten es die beiden dann noch besser machten und rangen bis ins Ziel mit dem RC Undine Radolfszell um Platz eins. Am Ende fehlten auch hier acht zehntel Sekunden zum Sieg. Die nachfolgenden Boote lagen weit zurück. Am zweiten Tag war es dann soweit, schon bei der 500-Meter-Marke lag das Speyerer Duo vorn und baute den Vorsprung kontinuierlich bis ins Ziel auf mehrere Längen vor Worms, Nürtingen und Stuttgart aus. Einen weiteren zweiten Platz gab es für Ole Bartenbach im Junioren-Einer B hinter dem RV Nürnberg. Sein zweites Rennen musste Ole Bartenbach leider verletzt aufgeben.

Nicht ganz so gut lief es im Junioren-Einer A für Johannes Buchholz mit Rang vier am ersten Tag, im zweiten Lauf sahen die Speyerer Schlachtenbummler Johannes Buchholz dann auf Platz zwei hinter dem Ruderer des RV Saarbrücken.

Julia Hoffmann setzte sich mit den Ruderinnen vom Ulmer RC Donau ins Boot. Zum Auftakt gestalteten Julia Hoffmann und Meike Dütsch ihr Rennen im Frauen-Doppelzweier A erfolgreich. Nach 5:46,76 Minuten waren sie im Ziel und die Gegnerinnen vom Karlsruher RV Wiking/Marbacher RV um zwei Sekunden geschlagen. Am zweiten Regattatag folgte Rang drei. Zum Abschluss des ersten Tages hatten die Veranstalter ein Schmankerl aufs Programm gesetzt, im Sprint ging es bei fetziger Musik über die 350 Meter Distanz. Die Renngemeinschaft RG Speyer/Ulmer RC Donau mit Julia Hoffmann kam blitzschnell aus dem Start und war kaum gestartet nach 1:04,50 Minuten auch schon im Ziel. Zu schnell für alle weiteren Boote die allesamt mehr als fünf Sekunden länger unterwegs waren.

Bei den Masters ging es über die gewohnte 1000-Meter-Distanz. Im Mixed-Doppelvierer ohne Steuermann hatten Corinna Bachmann, Michaela Maier, Thomas Dresel und Lutz Fiedler ein hartes Feld erwischt. Mit vollem Einsatz ging es kraftvoll in Richtung Ziel, letztlich war das Team vom WSV Waldshut nicht zu schlagen, dass die weiteren Boote deutlich zurücklagen war nur ein schwacher Trost bei einem erneuten zweiten Platz. Insbesondere weil es am zweiten Regattatag bei nahezu identischem Rennverlauf erneut „Silber“ zu vermelden gab. Auch im Masters-Doppelvierer, hier war Thomas Dresel in der Renngemeinschaft RG Speyer/RC Bad Hersfeld/Dresdner RC/RR Berlin am Start, folgte ein weiterer zweiter Platz und ein dritter Rang. Erneut hieß der Sieger jeweils WSV Waldshut. Auch Lars Seibert und Arnd Garsuch ruderten in der Renngemeinschaft RG Speyer/Ludwigshafener RV mit Axel Oschmann und Markus Schnitzer hinter der Renngemeinschaft Frankfurter RG/RC Allemania/Limburger ClfW/Flörsheimer RV knapp geschlagen auf Platz zwei, weit vor dem drittplatzierten Boot Limburger ClfW/ARC Würzburg.

Viele Starter gab es in der Königsklasse dem Achter bei den Masters. In der Renngemeinschaft RG Speyer/WSV Honnef/Ludwigshafener RV/Limburger ClfW war Steuerborder Harald Schwager am Start. Mit langen wuchtigen Schlägen ging es dem Ziel entgegen, das nach 3:09.89 Minuten erreicht war. Das bedeutete den Sieg vor der Renngemeinschaft Mannheimer RC/Frankfurter RG/Wormser RC. Am zweiten Regattatag ging der Achter auf drei Plätzen umbesetzt aufs Wasser, fand aber erneut technisch schnell zusammen. Am Start gab es einige Verwirrung, da der „Speyerer“-Achter als ältere Mannschaft mit 5 Sekunden Vorsprung hätte starten sollen, doch der Starter schickte die Jüngeren zuerst auf die Strecke. So galt es den Gegner ein- und zu überholen. Bei Streckenhälfte rückte dieses Unterfangen in den Bereich des Möglichen. Bei 700 Meter geschafft und die Willenskraft des Gegners gebrochen. Bei kräftigem Gegenwind lag die Laufzeit bei 3:16,05 Minuten was zum am Ende deutlichen Sieg vor der Renngemeinschaft  Heidelberger RK/Mannheimer RC/Frankfurter RG/Wormser RC reichte und den Fehler des Starters vergessen ließ.

„Am meisten hat uns gefreut, dass alle Altersklassen vorn dabei waren und auch einen Sieg mit nach Hause nehmen konnten“, zeigte sich das Speyerer Team zufrieden.