Archiv der Kategorie: Schnellinfo

Limburger Ruderregatta

Ausgabe 45/2016
Von Harald Schwager

Goldfluss Lahn und „sieben auf einen Streich“

Den Auftakt in die Herbstsaison nutzten unsere Rennruderer gleich zu einem Paukenschlag. Bei der Limburger Ruderregatta über die 500-Meter-Sprintdistanz gab es gleich 21 Siege, 18 zweite und 4 dritte Plätze. Die Lahn entwickelte sich dabei, sowohl für die jüngsten Nachwuchsruderer als auch für die erfahrensten Masters-Ruderer, zum Goldfluss. Den Vogel schoss eindeutig Peter Gärtner ab, er schaffte „sieben Siege auf einen Streich“, ihm kaum nach standen Harald Schwager mit sechs als auch Julia Hoffmann, Teresa Claus und Ralf Burkhardt mit je fünf ersten Plätzen. Corinna Bachmann und Elke Müsel heimsten vier Erfolge ein.
Eindeutig den größten Jubel im Speyerer Schlachtenbummler-Lager lösten jedoch die Debutsiege der Nachwuchsruderer aus. Der jüngste Speyerer, Leon Gimmy, ging im Leichtgewichts-Jungen-Einer, 13 Jahre, an den Start und hielt den zweiten Tom Bergmann vom Marburger RV mit mehr als einer Länge auf Distanz. Im Jungen-Einer, 14 Jahre, ruderte Luca Mann dem zweitplatzierten Maik Brieden, RC Meschede, gleich dreizehn Sekunden davon. Jan Grigarzik holte sich den Sieg im Junior-Einer B (15/16 Jahre). Im Jungen-Doppelvierer waren dann gesteuert von Leon Gimmy, Ole Bartenbach, Nicolas Bohn, Anton Bernardi und Luca Mann am Start und gaben mit einem zweiten und einem dritten Platz ihr Regatta-Debut. Paul Bohnenstiel und Marvin Walter, ebenfalls zum ersten Mal am Regattastart, zeigten zwei gute Rennen mit den Rängen zwei und drei. Komplettiert wurde das Nachwuchsbild von zwei zweiten Plätzen von Nicolas Bohn und Ole Bartenbach im Doppelzweier und einem weiteren zweiten Platz von Jan Grigarzik und Georg Melchiori im Junioren-Doppelzweier B.
Bei den Seniorinnen und Senioren gab es gleich zwei Doppelsiege. Elias Kolbenschlag war mit unseren Ruderfreunden vom RV Bad Ems in Renngemeinschaft unterwegs und gewann beide Doppelvierer-Konkurrenzen. Ihm gleich taten es Julia Hoffmann und Teresa Claus, sie waren mit Stephanie Hang, RV Ingelheim und Karolina Farr, Mainzer RV, nicht zu schlagen und gewannen zwei Mal den Frauen-Doppelvierer A. Der Mixed-Doppelvierer mit Julia Hoffmann, Teresa Claus, Elias Kolbenschlag und Moritz Durein siegte vor Limburg und Offenbach. Julia Hoffmann komplettierte ihr „Medaillen-Sortiment“ mit Siegen im Frauen-Einer A und dem Frauen-Doppelzweier A mit Stephanie Hang.
Bei den Masters wurden die Mixed-Doppelzweier für Corinna Bachmann und Harald Schwager als auch für Peter Gärtner und Elke Müsel genauso sichere Beute wie die Männer-Doppelzweier-Kombinationen Peter Gärtner/Harald Schwager als auch Peter Gärtner/Ralf Burkhardt. Michael von Stumberg und Ottmar Gärtner ruderten genauso wie das Duo Norbert Herbel/Gerhard Kayser auf Platz zwei. Im Doppeldreier Gig E kam Andreas Vahlenkamp nach langjähriger Regattapause mit Ottmar Gärtner und Michael von Stumberg auf Platz zwei. Die letztjährigen World-Masters-Sieger im Masters-Mixed-Doppelvierer Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt ließen auch in diesem Wettbewerb die Konkurrenz hinter sich, die Zweiten vom ARC Münster/WSV Offenbach/SG Wiking lagen über eine Länge zurück. Nachdem sich Ralf Burkhardt, Peter Gärtner, Ralf Mattil und Harald Schwager gesteuert von Teresa Claus den Sieg im Masters-Doppelvierer Gig D (Mindestdurchschnittsalter 50 Jahre) vor dem Limburger ClfW gesichert hatten, gab es auch im „ältesten“ Speyerer Doppelvierer Jubel. In der Altersklasse G (Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre) durften sich Norbert Herbel, Klaus Disqué, Gerhard Kayser und Michael von Stumberg, gesteuert von Moritz Durein, über den Sieg freuen.
Die Höhepunkte der Regatta waren sowohl für die Ruderer als auch die vielen Zuschauer eindeutig die Achterwettbewerbe. Nachdem es am ersten Tag in der Altersklasse D für den Masters-Achter der Renngemeinschaft RG Speyer/RV Bad Ems einen zweiten Platz gegeben hatte, fand das Oktett im zweiten Rennen, nun in der jüngeren Altersklasse C (Mindestdurchschnittsalter 43 Jahre) startend, viel besser zusammen. Es siegten in der Besetzung Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt, Ralf Mattil, Harald Schwager, Harald Daniel, Christoph Platen, Markus Kinzinger und Steuerfrau Annette Illy verdient. Auf Initiative der beiden „Mannschafts-Organisatoren“ für die Masters-Einsätze bei der Limburger Regatta Lothar Rompel und Harald Schwager konnte auch ein „Oldie“-Achter-Rennen stattfinden. Dabei kam die Renngemeinschaft RG Speyer/RV Bad Ems/Limburger ClfW gesteuert von Rebecca Maria Will mit Norbert Herbel, Klaus Disqué, Gerhard Kayser, Michael von Stumberg, Andreas Vahlenkamp, Ottmar Gärtner, Eduard Wermann (Bad Ems) und Lothar Rompel am Schlag zu einem schön herausgeruderten zweiten Platz. Zum Abschluss des ersten Regattatages fand das im Vorjahr erstmals etablierte Mixed-Achter-Rennen statt. Steuerfrau Teresa Claus ließ ihre Mannschaft beim Sieg mit Corinna Bachmann, Elke Müsel, Michaela Maier, Beate Wettling, Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Burkhardt und Harald Schwager kraftvoll aus dem Start rudern und das Rennen von der Spitze her, technisch sauber rudernd, kontrollieren. Im Nachgang zum Mixed-Achterrennen und zum Abschluss des Samstages tauschten sich alle Speyerer, Emser und Limburger Akteure in bester Freundschaft am Wurst- und Bierstand über das Erreichte aus. Eine seit vielen Jahren mittlerweile wohletablierte Geste der Ruderfreundschaft, trotz allen Wettbewerbs in den Booten und während der Rennen.
Auch zum Abschluss des zweiten Regattatages gab es noch guten Grund zum erlösenden Jubel. Doch zuerst öffnet der Himmel seine Schleusen. Durchnässt von einem Starkregen machten sich die Mixed-Doppelvierer Gig auf zum Start. Zuerst hatte es Elke Müsel in Renngemeinschaft mit dem Wormser RC beim Sieg vorgemacht. So wollten auch Corinna Bachmann, Beate Wettling, Thomas Zimmermann und Ralf Mattil gesteuert von Harald Schwager die Siegermedaille mit nach Speyer nehmen. Doch danach sah es zunächst nicht aus, mit einer halben Länge ruderte das Quartett bis etwa 2/3 der Strecke hinter dem führenden Boot her. Mit einem wuchtigen Endspurt kamen die Speyerer, dazu stets durch „heftige Ansagen“ motiviert, der Spitze jedoch Schlag um Schlag näher. Im Ziel ertönte die Hupe nur einmal. Ungläubiges warten in den Booten war die Folge. Dann kam die überraschende Ansage des Zielschiedsrichters: „Totes Rennen, es siegen gemeinsam Speyer und Limburg“. Ein im Rudersport ausgesprochen seltenes Ereignis. Der Jubel darüber war in beiden Vierern groß. Das Rennen hätte definitiv keinen Verlierer verdient gehabt.
„Am meisten haben wir uns über die Siege der Regattaneulinge gefreut, stolz sind wir auf die Achter-Erfolge, überrascht und glücklich über das tote Rennen, verzichten hätten wir auf die Starkregendusche zum Regattaende können“, fassten die Beteiligten den Regattaverlauf knapp zusammen.

Wer sich für alle Rennergebnisse mit Zeiten interessiert, geht auf:
http://www.lcw-limburg.de/lcw-regatta/

Sieg bei ARO-Mila

Bericht von Reinhold Eppel

Der Arbeidernes Roklubb von 1929 veranstaltet einmal im Jahr die ARO-Mila, d.h. eine Regatta über eine norwegische Meile (ca. 10 km) auf dem Oslo-Fjord. Am 22. 8. War es dieses Jahr so weit. Teilgenommen haben alle vier Rudervereine von Oslo. Unsere Freunde vom Norske Studenters Roklubb luden uns ein, bei diesem Rennen mitzumachen. Die meisten Boote am Start waren Seegigs, es gab aber auch vier gesteuerte und ungesteuerte C-Vierer und ein Rennvierer. Ich wurde in einen ungesteuerten Doppelvierer zusammen mit den Norwegischen Ruderer Jens-Petter und Halbrend und Claudia aus Leipzig eingeteilt.

Wir waren zunächst davon ausgegangen, dass es sich nicht so sehr um eine ernsthafte Regatta handelt nach dem Motto „dabei sein ist wichtiger als siegen“, aber nach dem Massenstart wurden wir eines besseren belehrt: mit einer Schlagzahl über 30 begaben sich die Boote auf südwestlichen Kurs, wobei die Seegigs bauartbedingt mehr und mehr zurückfielen. Ein Kilometer nach dem Start lagen wir auf dem 3. Platz, jedoch hatte der Wind – wie meistens am Nachmittag auf dem Fjord – deutlich aufgefrischt und sorgte als Gegenwind für bis zu 80 cm hohe Wellen. Bei jeder größeren Welle kam ein Brecher über die Bordwand, häufig traf es die Nummer eins, nicht viel seltener auch die anderen Ruderer, so dass wir bald mit komplett nassen Klamotten und 15 cm Wasser im Boot ruderten. Das hielt den norwegischen Schlagmann aber keineswegs von seinem 28er Streckenschlag ab.

Nach halber Strecke hatte das Rennboot längst aufgegeben und wir lagen an zweiter Position, nachdem auch ein anderer C-Vierer Wasser schöpfend Ruderhalt machten. Ich hatte mich schon damit abgefunden, dass es eine Schwimmeinlage geben würde. Ärgerlich nur, dass man an dem felsigen Ufer der Inseln schlecht anlanden konnte, um das Boot auszuleeren.

Gottseidank ging es nach der Wende mit Rückenwind und etwas geschützter zwischen den Inseln weiter, so dass sich der Wasserstand im Boot nicht weiter erhöhte. Drei Kilometer vor dem Ziel fingen wir an, den knapp vor uns liegenden Vierer des Christiania Roklubb anzugreifen. Sie hielten heftig dagegen, konzentrierten sich aber anscheinend zu sehr auf das Rudern und weniger aufs Steuern, so dass sie vom Idealkurs abkamen und wir schließlich vorbeizogen und als erste das Ziel erreichten.

Nach der Siegerehrung sprach ich unseren Schlagmann Jens-Petter darauf an, dass wir in Deutschland bei vergleichbaren Wasserverhältnissen – z. B. beim Rheinmarathon Leverkusen-Düsseldorf – üblicherweise elektrische Pumpen im Boot hätten, um das Wasser schnell wieder aus dem Boot zu befördern. Er meinte, in Norwegen sei das nicht nötig. Schließlich wären die Wikinger bis nach Nordamerika gerudert – ohne elektrische Pumpen.

Empfang der Vizeweltmeister in der RGS

Ausgabe 42/2016

Von Harald Schwager

 

 

Empfang unserer Vizeweltmeister

 

 

Am Montag, den 29. August findet ab 19:30 Uhr im Bootshaus der RGS,

Im Hafenbecken 11, auf der Freifläche vor dem „Fuchsbau“ der Empfang für unsere Silbermedaillengewinner von Rotterdam statt.

 

Mit dabei sein wird auch Trainer Tim Lauer.

 

Alle Mitglieder und Freunde der RGS sind herzlich eingeladen den erfolgreichen Athleten und Trainern mit viel Jubel zu gratulieren!

Alicia Bohn ist Vizeweltmeisterin

 

Ausgabe 41/2016

Von Harald Schwager

 

Alicia Bohn holt ebenfalls Silber und ist Vizeweltmeisterin

Auf der Willem-Alexanderbaan in Rotterdam durfte sich Alicia Bohn bei der Juniorenweltmeisterschaft über die Silbermedaille freuen und tut es Elias Dreismickenbecker gleich (s. RGS-Schnellinfo 40/2016).

Mit ihrem klaren Vorlaufsieg hatte Alicia Bohn über die 2000-Meter-Distanz den direkten Einzug ins Halbfinale geschafft. Im Halbfinale hatte es Alicia Bohn mit Ruderinnen aus Weißrussland, Australien, Belgien, Kroatien und der Schweiz zu tun. Die niederländische Europameisterin Karolien Florijn und die Italienerin Clara Guerra, sie war mit Juniorenjahresweltbestzeit im Vorlauf zur Favoritin aufgestiegen, trafen sich im zweiten Halbfinale. Vom Start weg setzten sich Alicia Bohn und die Weißrussin Veranika Kaminskaya an die Spitze des Feldes. Bei Streckenhälfte unter sehr schwierigen Bedingungen und Gegenwind lag Alicia Bohn mit einer knappen halben Sekunde vorn. Auf den zweiten 1000 Metern konnte dann die Weißrussin den Bugball vorschieben und siegte mit zwei Sekunden vor Alicia Bohn, ebenfalls den Einzug ins Finale schaffte die Australierin Harriet Hudson, sie lag neun Sekunden zurück.

Im Finale setzte sich die Italienerin Clara Guerra schnell an die Spitze, doch Alicia Bohn blieb dran und lag bei Streckenhälfte nur eine gute Länge zurück, während überraschend die Französin Margaux Bailleul auf Rang drei ruderte. Die Halbfinalsiegerin Kaminskaya, Weißrussland, lag, ebenso wie die mitfavorisierte Niederländerin Karolien Florijn eine weitere Länge zurück. Auf der zweiten Streckenhälfte kontrollierte die Italienerin das Feld und siegte in 7:49,69 Minuten ungefährdet. Zur großen Freude der deutschen Schlachtenbummler verteidigte Alicia Bohn ihren zweiten Platz klar und beendete das Rennen nach 7:54,26 Minuten. Mit einer starken zweiten Streckenhälfte schaffte die Niederländerin in 7:56,16 Minuten noch den Sprung auf den Bronzeplatz und verdrängte die lange auf Platz drei rudernde Französin um siebzehn hundertstel Sekunden noch auf den vierten Rang. Weißrussland kam auf Rang fünf und Australien auf Platz sechs.

„Gleich zwei Silbermedaillen, Elias Dreismickenbecker im Doppelvierer und Alicia Bohn im Einer, von der Weltmeisterschaft mit nach Speyer nehmen zu dürfen hätten wir nicht zu träumen gewagt“, zeigten sich die mitgereisten Speyerer Schlachtenbummler überglücklich.

 

Elias Dreismickenbecker Vizeweltmeister im U23 Leichtgewichtsdoppelvierer o.Stm.

 

Ausgabe 40/2016

Von Harald Schwager

Elias Dreismickenbecker ist Vizeweltmeister im Rudern

Auf der Willem-Alexanderbaan in Rotterdam finden vom 21. bis 28. August die Weltmeisterschaften in den nichtolympischen Bootsklassen sowie der U23 und U19 statt. Es ist das erste Mal, dass alle drei Weltmeisterschaften zusammen ausgetragen werden. 70 Länder haben 1890 Aktive zu den Wettbewerben gemeldet. Der Deutsche Ruderverband bringt in allen 41 Bootsklassen eine Mannschaft an den Start. Von der Rudergesellschaft Speyer mit am Start sind Elias Dreismickenbecker im U23-Leichtgewichts-Doppelvierer ohne Steuermann und Alicia Bohn im Juniorinnen-Einer.

Mit einem Vorlaufsieg schaffte das Quartett um Elias Dreismickenbecker mit einer Sekunde Vorsprung auf Schweden und knapp drei Sekunden vor Irland den direkten Einzug ins Halbfinale und ersparte sich den kräftezehrenden Umweg über die Hoffnungsläufe. Im Halbfinale lief es dann für Julian Schneider, Jonas Felix Weller, Philipp Grebner und Elias Dreismickenbecker nicht ganz optimal. Bis zur Streckenhälfte lag der Doppelvierer auf Rang drei ruderte sich dann auf Platz zwei vor, musste dann aber die von Rang fünf aufs letzte Streckenviertel gegangenen Kanadier noch vorbeiziehen lassen. Es siegte Italien und Deutschland war mit Rang drei im Finale. Favorisiert gingen die Briten und Italiener ins Finale, während das Deutsche Boot auf eine Medaille hoffte. So ergriff der Doppelvierer mit Elias Dreismickenbecker die Flucht nach vorn und fuhr die ersten 500 Meter maximal raus, das brachte die Führung die bis zur Streckenhälfte bei 1000 Meter gehalten werden konnte. Dann waren die Briten einfach zu stark und übernahmen die Spitze des Feldes. Doch der Deutsche Doppelvierer kämpfte und war nicht bereit die Italiener vorbeiziehen zu lassen. Völlig ausgepumpt brachte das Deutsche Quartett den Bugball nach 5:54,68 Minuten ins Ziel und hielt die Italiener, die 5:54,74 Minuten unterwegs waren, mit sechs hundertstel Sekunden auf Distanz. Auch die siegreichen Briten lagen nur mit eineinhalb Sekunden vorn. Es folgten Kanada, Irland und Schweden auf den Rängen vier bis sechs innerhalb einer Bootslänge. Ein extrem enges und spannendes Rennen endete für Elias Dreismickenbecker mit der Silbermedaille.

Alicia Bohn, nach ihrer Silbermedaille bei der Europameisterschaft, für den deutschen Juniorinnen-Einer gesetzt, ließ gleich im ersten Rennen der Junioren-Weltmeisterschaft Klasse aufblitzen. Sie beendete ihren Vorlauf über die 2000-Meter-Distanz als Siegerin in 7:44,61 Minuten vor Australien und Frankreich. Der Vorsprung auf Rang zwei betrug sage und schreibe sieben Sekunden, damit war der direkte Einzug ins Halbfinale geschafft. Ihre härteste EM-Widersacherin die niederländische Europameisterin Karolien Florijn musste sich im zweiten Vorlauf, der Juniorenjahresweltbestzeit rudernden Clara Guerra, Italien, beugen und in den Hoffnungslauf. Am Samstagabend geht es für Alicia Bohn nun ins Halbfinale und mit Rang eins bis drei dann hoffentlich am frühen Sonntagnachmittag ins Finale der Juniorenweltmeisterschaft.


 

 

Euromasters-Sieg in München

 

Ausgabe 39/2016

Von Harald Schwager

 

Euromasters-Sieg für Elke Müsel und Corinna Bachmann

Bei der Euro-Masters-Regatta auf der Münchener Olympiastrecke in Oberschleißheim über die Standarddistanz von 1000 Metern im Sechs-Bahnen-Feld gelangen unseren Masters ein Sieg, zwei zweite und zwei dritte Plätze sowie ein fünfter Platz.

Elke Müsel und Corinna Bachmann waren im Doppelzweier unterwegs. In der Altersklasse C mussten sich die beiden in einem sehr guten Rennen den letztlich zu starken Ruderinnen Stefanie Thum und Christina Haus, RC Großauheim, mit einer Bootslänge beugen. Die Niederländerinnen als drittplatziertes Boot wurden klar distanziert. In der jüngeren Altersklasse B holten sich die Beiden nach 3:52,85 Minuten mit einem klaren Start-Ziel-Sieg in einem weitauseinandergezogenen Feld die angestrebte Goldmedaille. Die Zweiten im Feld vom WSV Schifferclub Neckarrems benötigten 3:57,11 Minuten. Der Masterinnen-Doppelvierer B in Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Baden/Mannheimer RG Rheinau brachte für das Quartett Corinna Bachmann, Elke Müsel, Silke Pattloch und Verena Moster hinter extrem starken Niederländerinnen und erneut RC Großauheim in Renngemeinschaft mit der Hanauer RG den Bronzerang.

Einen harten Kampf mit unglücklichem Ausgang lieferten Peter Gärtner und Ralf Burkhardt im Masters-Doppelzweier C ab. Nach leichtem Bojenkontakt zu Beginn es Rennen lief es rund, dennoch hatte die Renngemeinschaft Limburger ClfW/Frankfurter RG Oberrad den Bugball vorn. Das Speyerer Duo konnte die Franzosen denkbar knapp mit zwei hundertstel Sekunden auf Platz drei verweisen und wurde Zweiter. Im Masters-Doppelzweier D gingen Peter Gärtner und Ralf Burkhardt das Rennen zu scharf an und konnten im Endspurt nicht mehr voll gegenhalten und wurden fünftes Boot.

Sehr zufrieden waren die Speyerer auch mit dem abschließenden Masters-Mixed-Doppelvierer. Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt legten ein technisch einwandfreies Rennen hin. Dabei blieben die ersten vier Boote immer nahe beisammen. Die starken Briten siegten in 3:16,89 Minuten. Die RG Speyer wurde mit elf hundertstel Sekunden Rückstand auf eine deutsch/österreichische Renngemeinschaft drittes Boot in 3:18,60 Minuten und hielt dabei die Renngemeinschaft RC Großauheim/Hanauer RG mit sieben zehntel Sekunden auf Distanz. Die folgenden Boote hatten mit dem Rennausgang nichts zu tun.

„Das war ein toller Abschluss der Hauptsaison, insbesondere, dass wir einen Sieg mit nach Speyer bringen konnten“, betonte das Speyerer Starter-Quartett.  

Silbermedaille für Alicia Bohn

Ausgabe 37/2016

Von Harald Schwager

 

Silbermedaille für Alicia Bohn bei Europameisterschaft

In Trakai, Litauen, fanden die Europameisterschaften der Junioren im Rudern statt. Der Deutsche Ruderverband war mit voller Mannschaft angetreten und hatte alle Bootsklassen besetzt. Im Trikot mit dem Bundesadler und der Deutschlandfahne auf den Ruderblättern durfte auch Alicia Bohn ins Renngeschehen über die 2000-Meter-Strecke eingreifen. Nach ihrem Sieg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juniorinnen-A-Einer war Alicia Bohn sowohl für die Europa- als auch Weltmeisterschaften nominiert worden.

Im Juniorinnen-Einer hatten 20 Länder ihre Vertreterinnen am Start. Alicia Bohn trat im Vorlauf gegen Frankreich, Dänemark, Litauen und Georgien an. Mit einem deutlichen Start-Ziel-Sieg in 8:01,2 Minuten und einer Bootslänge vor Frankreich holte sie sich die direkte Qualifikation zum Halbfinale und sparte sich den Umweg über die Hoffnungsläufe. Das Halbfinale brachte einen weiteren Start-Ziel-Sieg mit einer Länge Vorsprung auf Italien und Kroatien. Nach 8:03,08 Minuten ertönte die Zielsirene.

Im Finale traten an Deutschland, Frankreich, Niederlande, Kroatien, Belgien und Italien. Auf den ersten 500 Metern setzte sich die Französin Margaux Bailleul in Szene und führte knapp vor der Belgierin Rachel Willaumez und Alicia Bohn. Bei Streckenhälfte hatte sich Alicia Bohn an die Spitze vorgearbeitet, gefolgt von der Niederländerin Karolien Florijn, die Französin fiel auf Platz drei zurück. Und es blieb eng. 500 Meter vor dem Ziel lag die Niederländerin eine knappe Sekunde vor Alicia Bohn, der Rest des Feldes lag über eine Länge zurück. Nach 2000 Metern hatte Alicia Bohn in 7:49,3 Minuten ihr schnellstes Rennen gerudert und die Silbermedaille in der Tasche. Gold ging an die Niederlande, Frankreich kam zu Bronze.

„Das ist die bislang beste Platzierung einer Speyerer Ruderin bei Europameisterschaften und das noch im Einer“, zeigten sich die mitgereisten Fans begeistert.

Jetzt geht der Blick nach vorn und die nächsten Trainingseinheiten werden geplant, denn Ende August stehen die Juniorenweltmeisterschaften an. Dort soll nach dem vierten Rang im Vorjahr in Rio de Janeiro in der zweiten Auflage möglichst eine Medaille folgen.

 

 

Offenbacher Ruderregatta

Ausgabe 36/2016

Von Harald Schwager

 

 

Zwei Siege bei 92. Offenbacher Ruder-Regatta geholt

 

Von der 92. Offenbacher Ruder-Regatta über die 1000-Meter-Strecke auf dem Main brachte unsere Masters-Truppe zwei Siege und einen zweiten Platz mit nach Hause zurück.

Im Masters-Frauen-Doppelzweier C machten Elke Müsel und Corinna Bachmann schnell alles klar und dominierten ihr Rennen. Nach 3:38,48 Minuten standen die beiden Ruderinnen als Sieger fest, zweites Boot wurde klar distanziert der RV Hellas Offenbach in 3:43,75 Minuten. Ganz eng ging es im Masters-Männer-Doppelzweier D für Peter Gärtner und Ralf Burkhardt zu. Insbesondere der Flörsheimer RV wehrte sich über die Gesamtdistanz. Am Ende behielten die Speyerer den Bugball vorn und siegten in 3:14,97 Minuten mit 39 hundertstel Sekunden Vorsprung denkbar knapp. Den harten Kampf der beiden führenden Boote belegt auch der Rückstand der nachfolgenden Doppelzweier. Offenbach lag zehn und Siegburg gar siebzehn Sekunden zurück. Im abschließenden Masters-Mixed-Doppelvierer machten die beiden Speyerer Sieger-Duos dann gemeinsame Sache. Wie schon im Masters-Männer-Doppelzweier boten auch die Mixed-Crews den Zuschauern ein spannendes Rennen. Leider mit dem kürzeren Ende für die RGS. Die Renngemeinschaft RC Möve Großauheim/Hanauer RG gewann knapp mit 40 hundertstel Sekunden Vorsprung auf das Quartett Bachmann, Burkhardt, Gärtner und Müsel. Auch hier lag der drittplatzierte RC Aschaffenburg mit mehr als einer Länge weit zurück.

„Schade, dass es im Doppelvierer nicht für den gemeinsamen Sieg gereicht hat, da mussten wir sicher den Doppelzweier-Rennen und dem langen Tag als Kirchboot-Regattahelfer und Fußball-Fans, es lief Deutschland – Italien, am Regattavortag Tribut zollen“, waren sich die vier Speyerer einig. „Dennoch sind wir sehr zufrieden, im letzten Jahr hatten wir noch eine Länge Rückstand auf den siegreichen Doppelvierer, dieses Mal waren es vier Zehntel, im nächsten Jahr gewinnen wir“, blickte Corinna Bachmann schon nach vorn.

Die 9. Speyerer Kirchbootregatta

 von Dr. Harald Schwager

Viel Spaß trotz Regen bei Kirchboot-Regatta 2016

Von 26 teilnehmenden Mannschaften, kamen die zeitschnellsten Acht aus zwei Läufen ins Viertelfinale: Männerlauftreff Berghausen, die Physiotherapie Richter, die Schdäddische, das Marienkrankenhaus Ludwigshafen (die Mannschaft ruderte im ersten Durchgang mit 52,99 sec. Streckenrekord), der Landesbetrieb für Mobilität, die Diakonissenanstalt, die Vorjahresgewinner vom Kanu-Club und die späteren Sieger des SWS Energieteams.

Das Marienkrankenhaus Ludwigshafen ruderte im ersten Durchgang mit 52,99 sec. Streckenrekord

Sieger beim Schülercup, einem Mix aus Ergometer-Zeitfahren und Kirchbootrennen wurden die Jungs vom Schwerd-Gymnasium, vor den Teams vom Niki, dem GaK und der IGS.

Die Pokalgewinner:

Das zeitschnellste Team unter den Newcomern waren die Handballer des TuS Heiligenstein, erstmals dabei auch der DAV – Sektion Speyer, die Haie aus der Hafenstrasse („Wir beißen nicht, wir fressen am Stück“) und die LUFA Speyer.

Das schnellste Mixed-Team, dazu noch umwerfend kostümiert („Buggel schrubb!“) waren die Physiotherapeuten der Praxis Matthias Richter.

Den Pokal für das originellste Outfit bekamen die Schnakenjäger vom Männerlauftreff Berghausen (mit weiblicher Schnook an Bord!).

Den Pokal für die reine Frauenmannschaft errangen mit perfekter Wasserarbeit und Bootsgefühl die Ladys der Sparkasse Vorderpfalz.

Gesamtsieger 2016 wurde das pfeilschnelle Energieteam der SWS, vor dem Vorjahressieger Kanu-Club Speyer.

Großartige Arbeit leisteten neben allen 60 ehrenamtlichen Helfern die Organisatoren Felix Gard, Moritz Durein und Tim Lauer, der als Betreuer von Alicia Bohn beim Trainingslager in Berlin per Telefon dabei war. Die Versorgung war bei Volker Holl und seinem Team in besten Händen.

 

Viele Bilder wird es im kommenden Ruderblatt geben

Gold für Alicia Bohn

Ausgabe 34/2016

von Dr. Harald Schwager 

Alicia Bohn dominiert den Einer und holt Silber im Doppelvierer

Bei den Deutschen Meisterschaften auf der Hamburger Regattastrecke, war auch Alicia Bohn, im U19-Bereich unterwegs, sie sicherte sich Gold und Silber.

Eine reichlich einseitige Angelegenheit war der Weg ins Finale des Juniorinnen-A-Einers für Alicia Bohn. Im Vorlauf lag Alicia bei ihrem Sieg ganze sechszehn Sekunden vor Nora Peuser, RU Arkona Berlin, die als eine der Mitfavoritinnen als Zweite ins Ziel kam. Auch das Halbfinale zeigte lediglich, dass Alicia Bohn auf den Punkt fit war. Sie landete einen Sieg mit elf Sekunden Vorsprung auf eine weitere Mitfavoritin Anneke Mau vom RC Würzburg. Im Finale zeigte sich dann, dass Alicia Bohn ihren härtesten Widersacherinnen in Vorlauf und Halbfinale den Schneid abgekauft hatte. Früh setzte sie sich an die Spitze, zog einsam ihre Bahn.

Bezeichnend war der Streckenkommentar: „Das einzig spannende an diesem Rennen ist der Kampf um Platz zwei zwischen Anneke Mau und Nora Peuser, Alicia Bohn zieht einsam davon und ist nicht zu gefährden“. Selten hat eine Einer-Ruderin bei den Deutschen Jugendmeisterschaften die Konkurrenz so dominiert wie Alicia Bohn bei ihrer Titelverteidigung.

Nach Gold im Einer wollte Alicia Bohn dann auch im Doppelvierer noch Edelmetall. Im Bahnverteilungsrennen gab es einen Sieg für die Renngemeinschaft RG Speyer/RC Potsdam/Rathenower RC mit Alicia Bohn, Maren Völz, Svenja Karen Kornack und Elisa Döbertin. Das bedeutete eine gute Ausgangsbasis fürs Finale wo erneut die härtesten Widersacherinnen die Renngemeinschaft Vegesacker RV/ARC Würzburg/RC Düsseldorf/Pirnaer RV mit Luise Asmussen, Anneke Mau, Leonie Menzel und Sophie Leupold warteten. Das Quartett um Alicia Bohn kam nach 6:37,39 Minuten als zweites Boot ins Ziel. Die Siegerzeit lag bei 6.34,97 Minuten. Die Bronzemedaillen-Gewinner, eine ebenfalls starke Mannschaft, waren 6:45,17 Minuten unterwegs. Das belegt den extrem intensiven Kampf um Gold und Silber, der den nachfolgenden Booten keine Chance ließ. Das vierte Boot überquerte die Ziellinie nach 6:51,88 Minuten.

Die angereisten Speyerer konnten sich mit Alicia Bohn über Gold im Einer und Silber im Doppelvierer freuen, insbesondere weil dies bedeutete, dass nach 2015 erneut die Qualifikation für die Junioren-WM geschafft war.

Schäden an Privat-Pkws bei RGS-Aktivitäten

Hinweis durch unseren Vorsitzenden Alfred Zimmermann

Bei Schäden an Privat-Pkws, die im Rahmen von RGS-Aktivitäten benutzt werden (z.B. Ruderertransporte bei Regatten oder Wanderfahrten, Arbeitseinsätze im Bootshaus und Reffenthal etc.) immer die Polizei rufen – auch bei Bagatellschäden! – sonst erfolgt keine Regulierung durch unsere Sportbund-Versicherung.

Wenn kein Streifenwagen geschickt wird, unbedingt die „Wachbuch-Nummer“ der Meldung mitteilen lassen, damit es einen Nachweis der Polizei-Verständigung gibt.

Deutsche Meisterschaften U23 in Hamburg

Ausgabe 33/2016

Von Harald Schwager

 

Gold und Bronze für Elias Dreismickenbecker bei U23-DM

Bei den Deutschen Meisterschaften auf der Hamburger Regattastrecke, Allermöhe durfte sich Elias Dreismickenbecker über Gold und Bronze freuen.

Zunächst sicherte sich der junge Speyerer im U23-Leichtgewichts-Doppelzweier mit seinem Partner Julian Schneider, Mainzer RV, mit Rang drei im Bahnverteilungsrennen eine gute Startbahn fürs Finale. Im Finale legte bis zur 500-Meter-Marke die Renngemeinschaft Mainzer RV/Crefelder RC deutlich vor und führte mit mehr als zwei Sekunden, Elias Dreismickenbecker lag mit Julian Schneider gut im Feld auf Platz drei. Bei Streckenhälfte hatte sich das Feld in drei Gruppen geteilt. Der Abstand zu den beiden führenden Boote war etwas größer geworden, aber Rang drei stand. Bei der 1500-Meter-Marke hatte sich dann die Renngemeinschaft RC Allemania/Der Hamburger und Germania RC eine Sekunde vor Speyer/Mainz gelegt. Damit ging Elias Dreismickenbecker von Rang vier aus in den Endspurt. Dieser wurde fulminant gerudert und in 1:35,32 Minuten absolviert. Ganze sechs Sekunden lag das Duo Dreismickenbecker/Schneider am Ende vor den Hamburgern und sicherten sich die Bronzemedaille hinter RV Erlangen/ARC Würzburg mit Gold und Mainzer RV/Crefelder RC mit Silber.

Im U23-Leichtgewichtsdoppelvierer machten Elias Dreismickenbecker und Julian Schneider, dann gemeinsame Sache mit den Siegern im Doppelzweier Jonathan Schreiber und Joachim Agne. Ein klarer Sieg im Bahnverteilungsrennen lies gutes fürs Finale erwarten. Diese Erwartung wurde nicht enttäuscht. Das Quartett um Elias Dreismickenbecker setzte sich vom Start weg an die Spitze des Feldes und gab diese bis in Ziel nicht mehr ab. Gleichmäßig wie ein Uhrwerk baute der Doppelvierer seine Führung aus. Jeweils eine knappe Sekunde pro 500-Meter-Teilabschnitt führte letztlich zu drei Sekunden Vorsprung. Nach 6:03,53 Minuten war Gold für die Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RV Erlangen/ARC Würzburg gesichert. Exakt drei Sekunden danach kam die Renngemeinschaft RC Allemania/RG Hansa/WSV Honnef/Der Hamburger und Germania ins Ziel, nur drei zehntel Sekunden dahinter die Bronzemedaillengewinner RC Allemania/Ratzeburger RC/Mainzer RV/Crefelder RC.

„Ein toller Triumph für Elias Dreismickenbecker, der sich noch am gleichen Tag durch die Gold und Bronze im Doppelzweier und -vierer einen Platz im Doppelvierer bei der im August anstehenden U23-Weltmeisterschaft sicherte“, jubelte die RGS-Fangemeinde.

Regatta Ratzeburg

Ausgabe 32/2016

Von Harald Schwager

Spitzenplätze für Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker

Bei der 57. Ratzeburger Ruderregatta waren Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker am Start und erfolgreich in den Endläufen vertreten.

Julia Hoffmann war im Frauen-Einer A unterwegs und schaffte es zwei Mal sich im Endlauf ganz vorn zu platzieren. Am ersten Regattatag ging Julia Hoffmann das Rennen im Sechs-Boote-Feld scharf an und führte nach den ersten 500 Metern mit zwei Sekunden vor der Dänin Anneta Cecilia Eidesgaard, die am Ende als drittes Boot ins Ziel kam. Bei Streckenhälfte hatte sich Judith Anlauf, RC Süderelbe Hamburg, bis auf knappe acht zehntel Sekunden an Julia Hoffmann herangearbeitet. Auf den zweiten 1000 Metern machte die Hamburgerin alles klar und siegte vor Julia Hoffmann. Mit der Erfahrung des ersten Tages ging Julia Hoffmann das Rennen etwas verhaltener an, so lagen bei der 500-Meter-Marke alle Boote eng beisammen. Bei Streckenhälfte begann sich das Feld dann auseinanderzuziehen. Julia Hoffmann blieb erneut an Judith Anlauf dran und holte sich verdient zum zweiten Mal den Silberplatz.

Über den Vorlauf drang Elias Dreismickenbecker mit seinem Partner Julian Schneider, Mainzer RV, ins Finale des Leichtgewichts-Männer-Doppelzweier vor. In einem engen Rennen, bei der 1500-Meter-Marke lagen noch alle acht Boote innerhalb einer Bootslänge zusammen, fiel die Entscheidung erst auf den letzten 500 Metern. Die junge Mannschaft Dreismickenbecker/Schneider wurde am Ende achtes Boot. Sehr gut lief es für Elias Dreismickenbecker mit seinen Bootskameraden Julian Schneider, Jonathan Schreiber und Joachim Agne in der Renngemeinschaft RG Speyer/Mainzer RV/RV Erlangen/ARC Würzburg im Leichtgewichts-Männer-Doppelvierer ohne Steuermann. Im vollen Feld setzten sich erwartungsgemäß Frankreich vor Dänemark und deutschen Männer-A-Doppelvierer durch. Dann folgte nur knappe zwei Sekunden das Quartett um Elias Dreismickenbecker als bei weitem schnellster U23-Doppelvierer im Rennen der Offenen Kategorie. Mit diesem Erfolg im Gepäck möchte Elias Dreismickenbecker mit seinem Team nun in 14 Tagen bei den Deutschen U23-Meisterschaften ganz vorne landen und endgültig das Ticket zur U23-Weltmeisterschaft in Rotterdam lösen.

„Wenn´s richtig läuft sind wir bei den Deutschen vorne dabei und rudern bei der WM um Medaillen mit“, zeigte sich das Quartett selbstbewusst.

Regatta in Bamberg

 

von Harald Schwager

RGS bringt sechs Siege aus Bamberg mit

Auf dem Main-Donau-Kanal Bug bei Bamberg ging es für unsere Rennruderer über die 1000-Meter-Strecke um Medaillen. Aus neun Rennen brachten die Speyerer Ruderer gleich sechs erste, zwei zweite und einen dritten Platz mit nach Hause.

Besonders erfolgreich waren Elke Müsel und Corinna Bachmann, sie holten bei drei Starts drei Siege. Dabei trauten sich die beiden Masterinnen nicht nur den Start in ihrer Altersklasse zu, sondern griffen auch in der Offenen Frauenklasse ins Renngeschehen ein. Im Frauen-Doppelzweier A ruderten sie auf der ersten Streckenhälfte eine knappe Länge hinter dem führenden Boot, um dann mit hoher Schlagzahl auf den zweiten 500 Metern zu brillieren und sicherten sich nach 3:55,76 Minuten den Sieg. „Elke ist auf Schlagzahl 39 hochgegangen“, zeigte sich Peter Gärtner beim Regattabericht noch ganz begeistert. Dabei verwiesen sie die folgenden Boote mit acht, den Passauer RV, neun, die Rgm. SV Planeta Radebeul/Pirnaer RV und gar achtzehn Sekunden, den RV Erlangen, auf die Plätze. Den zweiten Lauf gingen sie zielorientiert an, führten schnell mit einer Länge, die bis ins Ziel verteidigt wurde. Auch der Masterinnen-Doppelzweier war letztlich eine ziemlich einseitige Angelegenheit für die beiden Speyrerinnen. Im vollen Feld ruderten sie auf und davon, selbst der zweitplatzierte WSV Neckarrems lag siebzehn Sekunden zurück.

Im Männer-Zweier-ohne Steuermann A übernahmen Marvin Degen und Elias Kolbenschlag zunächst deutlich die Führung, mussten dann allerdings dem hohem Tempo Tribut zollen und wurden hinter dem Münchener Ruder- und Segelverein zweites Boot, dicht gefolgt von der Renngemeinschaft Schleissheimer RC/RG Zeltingen. Im zweiten Rennen ging es über die volle Strecke ganz eng her. Leider hatte das Duo Degen/Kolbenschlag mit Rang drei, bei einem Zieleinlauf der Boote innerhalb von einer Sekunde, das kurze Ende für sich.

Gerhard Kayser und Norbert Herbel kämpften als eingespieltes Doppelzweierteam mit dem RV Nürnberg um jeden Zentimeter und rangen die Gegner im ersten Lauf verdient nieder und siegten in 4:27,27 Minuten. Das bedeutete den ersten Sieg eines Masters-G-Bootes, Mindestdurchschnittsalter 65 Jahre, für die RGS. Im zweiten Rennen folgte ein zweiter Platz hinter den Kaidel-Brüdern vom Schweinfurter RC Franken, aber deutlich vor dem drittplatzierten Doppelzweier.

Zwei Mal problemlos siegte der Masters-Doppelvierer D in der Renngemeinschaft RG Speyer/Post SV Koblenz mit Schlagmann Peter Gärtner, Martin Gärtner, Ralf Mattil und dem Koblenzer Wolfgang Bernd. „Auch wenn wir technisch nicht sehr sauber über die Strecke gekommen sind, so waren wir doch deutlich kraftvoller unterwegs und konnten die Gegner jederzeit gut kontrollieren“, kommentierte Peter Gärtner nach den Rennen.

„Leider musste die Regatta aufgrund eines aufziehenden Unwetters abgebrochen werden, sodass unser Masters-Mixed-Doppelvierer im wahrsten Sinne des Wortes ins Wasser fiel“, zeigten sich die Speyerer über das unschöne Regattaende enttäuscht.

Viel schlimmer waren aber die durch die Sturmböen und das Unwetter entstandenen Bootsschäden, da das Material nicht mehr schnell genug verstaut werden konnte. Erfreulicherweise blieb das Speyerer Bootsmaterial weitestgehend verschont.

DRV Junioren-Regatta

Ausgabe 29/2016

von Harald Schwager

Alicia Bohn rudert ganz an die Spitze.

Bei der 2. Internationalen DRV-Junioren-Regatta im Wasserpark Dove-Elbe, Hamburg-Allermöhe, vertrat Alicia Bohn die Farben der Rudergesellschaft Speyer und das mehr als würdig.

Am ersten Regattatag standen die Rennen zur bundesdeutschen Rangliste an. Für Alicia Bohn ging es in ihrer Lieblingsbootsklasse dem Juniorinnen-Einer A um die Frage, ob sie wie in den beiden Vorjahren ganz in die Spitze rudern kann. Diese Frage war nach drei bravourösen Läufen mit Ja beantwortet. Ihren Vorlauf über die 2000-Meter-Strecke beendete die Speyrerin mit einem acht Sekunden Vorsprung vor Elisa Döbberlin, Rathenower RC Wiking, ebenso erfolgreich, wie den Zwischenlauf. Hier lag Alicia Bohn fünf Sekunden vor Sophie Leupold vom Pirnaer RV. Damit war der Einzug ins Große Finale gesichert. Im Finale machten bekannte Gesichter an den Startnachen fest. Nach 500-Meter führte noch Luise Asmussen vom Vegesacker RV mit 1:59,44 Minuten und Alicia Bohn lag auf dem sechsten und letzten Platz in 2:01,92 Minuten. Ab diesem Zeitpunkt hatten die Gegnerinnen keinen Spaß mehr am Rennen. Wie ein Uhrwerk spulte Alicia Bohn die vier 500-Meter-Teiletappen herunter. Nach 8:05,78 Minuten blieb die Uhr stehen, das Zielfoto hielt Alicia Bohn als deutliche Siegerin fest. Die zweitplatzierte Ruderin vom Pirnaer RV kam nach 8:09,67 Minuten ins Ziel. Damit hatte sich Alicia Bohn nicht nur den Sieg sondern auch Platz eins in der Rangliste und das Ticket zur Junioren-Weltmeisterschaft gelöst.

Fast entspannend war, nach den drei 2000-Meter-Rennen im Einer, dann der zweite Regattatag. Die Bundestrainerin hatte aus den besten Ruderinnen zwei Doppelvierer ohne Steuerfrau gesetzt. In der Renngemeinschaft RG Speyer/RC Potsdam/Rathenower RC Wiking griff Alicia Bohn mit Maren Volz, Svenja Karen Kornack und Elisa Döbbertin ins Renngeschehen ein. Nach 6:49,06 Minuten harter Arbeit stand auch der Sieg im Doppelvierer fest. Alicia Bohn sicherte sich den Erfolg mit ihrem Quartett vor dem zweiten gesetzten Doppelvierer der Renngemeinschaft Vegesacker RV/ARC Würzburg/Pirnaer RV/RC Germania Düsseldorf, der 6:49,84 Minuten benötigte.

„Jetzt sind wir gut vorbereitet und können uns in den nächsten drei Wochen den letzten Feinschliff vor den Deutschen Jugendmeisterschaften holen“ war sich die Speyerer Equipe mit Alicia Bohn und Trainer Tim Lauer sicher.  

Regatta in Kreuzlingen

 

Ausgabe 26/2016

von Gerhard Kayser

Kreuzlinger Prolog & „3 MILES OF CONSTANCE“

Die Speyerer Ruderer, Gerhard Kayser und Michael von Stumberg, starteten in der Renngemeinschaft Limburger Club für Wassersport/Mühlheimer RV/Hassia Gießen/RG Speyer im Rahmen der Internationalen Bodenseewoche am 21. Mai 2016 bei dem 350m Sprint „Kreuzlinger Prolog“ und der Langstrecke „3 MILES OF CONSTANCE“. Gemeldet hatten insgesamt 13 Achter unterschiedlichster Art, Frauen, Offen-Gig, Mix und Offen in der Gesamtalterspanne von 223 – 473 Jahre. Das Gesamtalter der Renngemeinschaft betrug 473 Jahre, besonders zu erwähnen ist Hans-Joachim Martin vom LCfW, der mit seinen 79 Jahren problemlos die Rennen absolvierte.

Wegen des Schiffsverkehrs und des Wellengangs, der sich gegen Abend auf dem Bodensee beruhigt, starteten die Boote bei sommerlichen Temperaturen zum Einzelsprint um 19 Uhr im Kreuzlinger Hafen, anschließend ging es zum Start der Langstrecke im „Trichter von Konstanz“. Die 350m-Sprintstrecke wurde bei Schlagzahl 36 im Gig-Achter in der Zeit von 01:01,0 min zurückgelegt. Der Starter kommentierte den Sprint „ Hier kommt ein etwas breiteres Boot, etwa eine Tonne muss beschleunigt werden.“

Bei herrlicher Abendstimmung wurden die Achter in zwei Gruppen um 20 Uhr auf die Strecke geschickt. Der Holz-Gig-Achter der Renngemeinschaft kämpfte sich mit einer konstanten Schlagzahl 28 über den 5,5 km langen Rundkurs und erreichte das Ziel im Konstanzer Hafen vor großer Kulisse nach einer Zeit von 20:40,0 Minuten, was in der Gesamtwertung Platz 10 bedeutete. Die Ruderer waren mit ihrer Leistung und dem Ergebnis unter Berücksichtigung der Bedingungen, älteste Mannschaft im Gig-Boot gegen jüngere Mannschaften im Rennachter, sehr zufrieden.

Um 23 Uhr fand bei guter Stimmung, Essen, Bier und Musik, die Siegerehrung im Festzelt bei offenem Ende statt. Die Ruderer aus Limburg, die mit zwei Renngemeinschaften und einem Mix mit drei Achter-Mannschaften vertreten waren, erlebten eine besondere Überraschung. Trotz drittbester Zeit wurde die Renngemeinschaft LCfW/ WSV Honnef/Würzburger RG, wegen des Altersfaktors, als Sieger gefeiert, natürlich mit open end.

 


 

Regatta in Heidelberg

Ausgabe 28/2016

von Harald Schwager

Zufriedene Gesichter der Speyerer Ruderer

Mit zwei Doppelsiegen und drei zweiten Plätzen kehrten die Masters-Ruderer von der 82. Heidelberger Regatta über die 1000-Meter-Distanz auf dem Neckar nach Hause zurück.

Der Auftakt am frühen Morgen gehörte in Heidelberg an beiden Regattatagen traditionsgemäß den Doppelzweiern. Lars Seibert und Arnd Garsuch verwiesen zwei Mal den Mannheimer RC auf Platz zwei. Nachdem die beiden Speyerer am ersten Tag in 3:25,35 Minuten mit 32 hundertstel Sekunden Vorsprung siegten, war es dann am zweiten Tag etwas mehr als eine halbe Bootslänge beim Erfolg. Mit einer knappen Bootslänge Rückstand auf die Renngemeinschaft RC Aschaffenburg/WSV Offenbach kamen nach 3:44,44 Minuten Elke Müsel und Corinna Bachmann im Masterinnen-Doppelzweier, deutlich vor dem RV Nürnberg, ins Ziel.

In der Doppelvierer-Konkurrenz dominierte die Renngemeinschaft Hersfelder RV/Koblenzer RC/Frankfurter RG klar. Die RG Speyer mit Lars Seibert, Arnd Garsuch, Gerrit Poggenpohl und Ingo Janz sicherte sich den zweiten Platz vor dem Donau RC Ingolstadt und dem Karlsruher RV Wiking. Ihrer Favoriten-Rolle gerecht wurden die World-Masters-Sieger Corinna Bachmann, Elke Müsel, Peter Gärtner und Ralf Burkhardt im Mixed-Doppelvierer. Am ersten Tag konnte das eingefahrene Team des RC Aschaffenburg in 3:22,94 Minuten hinter dem Speyerer Quartett, das 3:20,01 Minuten benötigte, auf den zweiten Rang rudern. „Im Endspurt haben wir den lange Widerstand leistenden Gegnern den Schneid abgekauft“, kommentierte Schlagmann Peter Gärtner. Am zweiten Tag gestalteten die Speyerer den Rennausgang noch eindeutiger. In 3:06,54 Minuten ließen sie der Konkurrenz keine Chance. Die zweitplatzierte Renngemeinschaft Stuttgart-Cannstatter RC/Stuttgarter RG/Offenbacher RV lag fast zwei Längen zurück, gefolgt vom Offenbacher RV.

Den abschließenden Masters-Achter gewann die Renngemeinschaft Heidelberger RK/Frankfurter RG Germania verdient vor der Renngemeinschaft RG Speyer/Mannheimer RG Rheinau mit Ralf Burkhardt, Thomas Dresel, Lutz Fiedler, Arnd Garsuch, Martin Gärtner, Peter Gärtner, Ingo Janz, Lars Seibert gesteuert von Silke Pattloch. „Den Achter haben wir im Rahmen unserer derzeitigen Möglichkeiten gestaltet und hatten viel Spaß beim Rennen“, so die Crew.

„Mit vier Siegen nach Hause fahren zu können ist schon prima“, gab es bei den Speyerern zufriedene Gesichter nach den beiden Regattatagen.


 

KLeinbootüberprüfung in Hamburg

Ausgabe 25/2016

von Harald Schwager

Elias Dreismickenbecker rudert im Finale auf Rang fünf

Der Deutsche Ruderverband hatte seine besten U23-Ruderer zur 2. Kleinbootüberprüfung nach Hamburg eingeladen. Über die 2000-Meter-Strecke in Hamburg Allermöhe dabei war Elias Dreismickenbecker von der Rudergesellschaft Speyer. Im Leichtgewichts-Einer wollte er in jedem Fall ins Finale und dort möglichst vorne mitrudern.

Im Vorlauf ging es gleich ganz hart zur Sache. Innerhalb von acht Sekunden kamen die ersten fünf Einer ins Ziel. Elias Dreismickenbecker lieferte sich um den ersten Platz einen harten Kampf mit Joachim Agne vom Akademischen RC Würzburg. Letztlich beendete der Speyerer seinen Vorlauf in 7:18,43 Minuten nur um 25 hundertstel Sekunden vom Würzburger auf Rang zwei verwiesen, aber mehr als vier Sekunden vor dem drittplatzierten Julian Schneider vom Mainzer RV. Damit war Elias Dreismickenbecker fürs A-Finale qualifiziert. Im Finale ging es im vollen Acht-Boote-Feld über die Strecke und alle acht Ruderer blieben zunächst auf Tuchfühlung. Erneut hatte Joachim Agne aus Würzburg das gute Ende für sich und siegte knapp vor Jonathan Schreiber, RV Erlangen. In 7:19,32 Minuten ruderte Elias Dreismickenbecker auf Platz fünf und blieb damit leider ohne Edelmetall.

 


 

Regatta in Gießen

Ausgabe 23/2016

von Harald Schwager

Johannes Buchholz debütiert im Junior-Einer

Bei der traditionellen Gießener Pfingst-Regatta, in ihrer 104. Auflage, wollten auch die Rennsportler der Rudergesellschaft Speyerer beim Kampf um die Medaillen auf der Lahn nicht fehlen. Das durch ein hervorragendes Meldeergebnis volle Programm meisterten die Organisatoren gewohnt präzise. Schwierige Bedingungen für die Wettkämpfer verursachte das Wetter, das nicht immer mitspielte. Es gab kurze Regenschauer und kalten Wind, auch die kurzen Sonnenmomente konnten nicht für Erwärmung sorgen.

Im Junior-Einer B III stellte sich erstmals Johannes Buchholz der Konkurrenz bei einer Regatta und das gleich über die 1000-Meter-Distanz. Von Trainer Martin Gärtner gut auf das Rennen eingestellt war dennoch eine gewisse Nervosität nicht zu verkennen. Nach gutem Kampf auf der engen und gerade auch für Neulinge schwierig zu rudernden Regattastrecke kam Johannes Buchholz hinter der Binger RG und dem RC Darmstadt auf den dritten Platz. Ebenfalls über die 1000-Meter-Strecke ging es im Masters-Doppelvierer für Peter Gärtner, Ralf Burkhardt, Martin Gärtner und Harald Schwager. Die Absprache „mit Schlagzahl 37/38 sauber aus dem Start“ klappte, nach etwa der halben Strecke war ein komfortabler Vorsprung erarbeitet. Nach 3:15,80 Minuten stand der Sieg vor der Renngemeinschaft Gießener RC Hassia/RG Wetzlar fest.

Am Pfingstmontag stand dann der Sprint über 350 Meter auf dem Programm. Elke Müsel und Corinna Bachmann gingen aufgrund mangelnder Konkurrenz in ihrer Altersklasse bei den jüngeren Masterinnen B im Doppelzweier an den Start und ließen sich aber auch da die Butter nicht vom Brot nehmen und siegten deutlich vor dem Offenbacher RV. Auch bei den Jüngeren schlugen sich Elke Müsel und Peter Gärtner im Mixed-Masters-Doppelzweier bravourös. Die Zuschauer durften ein Herzschlagrennen erleben. Lange dauerte die Zielfotoauswertung, bis das Zielgericht entschied: Totes Rennen. Es konnte kein alleiniger Sieger ausgemacht werden, ein im Rudersport extrem seltenes Ergebnis. Die RG Speyer hatte gemeinsam mit dem Creuznacher RV vor dem Gießener RC Hassia gewonnen. Auf den zweiten Platz, knapp geschlagen von der Renngemeinschaft Koblenzer RC/RG Tries-Karden, sprinteten Corinna Bachmann und Harald Schwager im Mixed-Masters-Doppelzweier D. Der Masters-Doppelvierer wurde, wie über die 1000-Meter-Strecke, Beute der RGSler vor der Renngemeinschaft Gießener RC Hassia/RG Wetzlar, anstelle von Ralf Burkhardt, komplettierte Ralf Mattil das Quartett mit Peter Gärtner, Martin Gärtner und Harald Schwager.

Letztlich standen vier Siege, ein zweiter und ein dritter Platz für Speyer in den Ergebnislisten. „Mit dieser Ausbeute können wir sehr zufrieden nach Hause fahren“, war sich die Speyerer Regattamannschaft einig.

Regatta in Gent

Ausgabe 22/2016

von Harald Schwager

Julia Hoffmann rudert zu Bronze

Bei der Internationalen Regatta im belgischen Gent waren über die 2000-Meter-Strecke von der RGS Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker am Start.

Für Elias Dreismickenbecker waren neben seinem Stamm- und Lieblingsboot dem Leichtgewichts-Einer von den Trainern auch Tests im Leichtgewichts-Doppelzweier vorgesehen. Mit einem klaren Vorlaufsieg in 7:47,68 Minuten qualifizierte sich Elias Dreismickenbecker vor Ward Lauwers vom TRT Hazewinkel und ruderte dabei auch die schnellste Zeit aller Vorlaufteilnehmer. Leider konnte er dann im Finale nicht antreten, da aufgrund seines Einsatzes im Doppelzweier, die Regularien, die eine Maximalzahl an Starts über die 2000-Meter-Strecke vorsehen, verletzt worden wären. Im gesetzten Doppelzweier des Deutschen Ruderverbandes (DRV) kam er mit seinem Partner Jonas Ningelgen hinter dem zweiten DRV-Duo Fassbender/Menke nur knapp geschlagen auf den zweiten Vorlaufplatz und verpasste den Einzug ins Finale. Am zweiten Regattatag folgte dann nach einem Vorlaufsieg für das Duo Dreismickenbecker/Ningelgen der Einzug ins Finale. Hier ruderten die beiden in 7:42,20 Minuten auf den fünften Platz.

Julia Hoffmann stieg nach ihrem guten Abschneiden im Zweier-ohne-Steuerfrau wieder in den Frauen-Einer um. Die Ergebnisse belegen, dass diese Entscheidung von Erfolg gekrönt war. Mit dem zweiten Platz im Vorlauf zog die Speyererin in 8:41,89 Minuten ins Finale ein. Hier ging es dann hoch her. Constanze Duell vom Münchner RC siegte letztlich verdient, eng wurde es jedoch um die Plätze zwei bis vier. Silber ging an Annick De Decker, Gent RS und Julia Hoffmann durfte sich über die Bronzemedaille vor der Ruderin aus Tel Aviv freuen, der KRS Gent lag deutlich zurück. Am zweiten Tag hatte Julia Hoffmann im Finale leider das kürzere Ende für sich und kam auf den undankbaren vierten Platz.

„Über Edelmetall in Gent können wir uns schon mächtig freuen“, beklatschten die Mannschaftskameraden Julia Hoffmanns Erfolg.

Die Europäische Rheinregatta

Ausgabe 21/2016

von Martina Schott

 

  1. Europäische Rheinregatta – und ein Platz auf dem Treppchen

Der Tag:        Samstag, der 7. Mai 2016

Die Regatta:            45 km von Neuwied nach Bonn

Das Wetter: 27 Grad, leichter Wind

Unser Dank:            Vielen Dank an Norbert Herbel für die perfekte Organisation und den Landdienst, unterstützt durch Christiane Herbel und Ulrike Durein.

Unser Dank gilt insbesondere auch den Steuerleuten Beate Wettling, Bernd Marczinke und Frank Durein: Ihr habt uns sicher und schnell ans Ziel gebracht.

Und hier die beachtenswerte Ergebnisse unserer Mannschaften:

Bei den Männer Masters C gingen mit der Startnummer 51 Ralf Mattil, Thomas Zimmermann, Klaus Wies und Hubert Doser gesteuert von Beate Wettling als eines von sieben Booten auf die Strecke und konnten mit einer Zeit von 2:28:22 Stunden Platz 5 belegen. In derselben Klasse starteten, gesteuert von Bernd Marczinke, Gunter Piller, Joachim Laibe, Dieter Guhl mit Schlagfrau Sabine Marczinke. Sie legten mit 2:38:32 Stunden an und kamen auf den 7. Platz. Es siegte der Bonner RV in 2:16,26 Stunden.

 

Für die Regattaüberraschung des Tages sorgte das Team um den Schlagmann Gerd Jakobs, Birgit Dillmann, Jochen Hartmann und Martina Schott im 10-Boote-Feld. Steuermann Frank Durein brachte sie in einer Zeit von 2:30:55 Stunden auf den 3. Platz bei den Mixed Masters C und damit erstmals aufs Treppchen. Toll! Dabei gab es auch gleich eine große Besonderheit: Der GTRV Neuwied ruderte exakt die gleiche Zeit von 2:30:55 Stunden und stand mit den Speyerer auf dem Treppchen. Das kommt bei den Langstrecken gaaaaaanz selten vor. Denn beide Boote waren exakt 9055 Sekunden unterwegs. Es siegte die Bonner RG in 2.17,18 Stunden.

An dieser Stelle danken wir unserem Trainer Philipp Nowicki ganz besonders herzlich. Ohne Dich und Deine Quälerei hätten wir das nicht geschafft! Und Martin Gärtner hat uns diesen Erfolg möglich gemacht, weil er den „4-Gewinnt“ perfekt eingestellt hat.

 

 

Wer die Ergebnisse im Detail sehen will:

Strecke B (45KM) 2016

Internationale Juniorenregatta in München

Ausgabe 19/2016

von Harald Schwager

Alicia Bohn bei Internationaler Regatta mit Gold und Silber

Nach vielen Trainingseinheiten im heimischen Reffenthal aber auch in Berlin und Würzburg unter den Augen der Bundestrainerin durfte Alicia Bohn von der Rudergesellschaft Speyer mit den besten Deutschen Juniorinnen bei der Internationalen Juniorenregatta in München auf der Olympiastrecke über die 2000-Meter-Distanz im Doppelzweier und Doppelvierer zeigen, dass sie auch 2016 wieder zu den Besten gehört.

Der erste Regattatag gehörte dem Juniorinnen A-Doppelzweier. In 7:41,47 gewann Alicia Bohn mit Anneke Mau, ARC Würzburg den Vorlauf gleich souverän mit fast 14 Sekunden vor Großbritannien und schaffte damit die Qualifikation fürs A-Finale. Hier ging es auch gegen die eigenen Partnerinnen Paula Vosgerau und Sophie Leupold aus dem Doppelvierer. Diese Renngemeinschaft Pirnaer RV/Lübecker RG legte sich auch gleich an die Spitze des Feldes, gefolgt vom RC Potsdam und der Renngemeinschaft RG Speyer/ARC Würzburg. So blieb es auch bis zur 1500-Meter-Marke, dann zog das Duo Bohn/Mau einen gewaltigen Endspurt überruderte den RC Potsdam und blieb mit nur acht zehntel Sekunden hinter den Siegern aus Pirna und Lübeck. „Mit Silber am ersten Tag können wir leicht in den zweiten Regattatag gehen“, waren sich die Speyerer Schlachtenbummler einig.

Diese Vorfreude auf den Juniorinnen A-Doppelvierer muss sich auch auf die vier jungen Damen übertragen haben. Mit einem klaren Vorlaufsieg gegen die Renngemeinschaft Düsseldorf/Heidelberg/RC Potsdam zog das Quartett Alicia Bohn, Anneke Mau, Paula Vosgerau und Sophie Leupold ins A-Finale ein. Hier erwischte das britische Team den besten Start und lag nach 500-Metern mit 1,4 Sekunden vorn, doch bei Streckenhälfte hatte sich das Team um Alicia Bohn schon mit vier zehntel Sekunden an die Spitze geschoben und baute den Vorsprung bis ins Ziel auf 1,24 Sekunden gegenüber den letztlich zweitplatzierten Ruderinnen der Renngemeinschaft Düsseldorf/Heidelberg/RC Potsdam aus. Großbritannien folgte fünf, Schweiz zehn, Polen achtzehn und Schweiz II achtundzwanzig Sekunden zurück. „Silber im Doppelzweier und Gold im Doppelvierer sind ein optimaler Start in die noch junge Saison und geben Motivation bis zu den Jugendmeisterschaften im Frühsommer“, waren sich die Speyerer einig.

Regatta in Offenbach

Gibt es „Ruder halt“ bei einer Regatta?

Der Saisonstart der Masters war bei der Regatta in Offenbach mit zwei Achter- und zwei Doppelviererrennen geplant. Leider kamen mangels Gegner keine Achterrennen und nur ein Doppelviererrennen am Sonntag zustande. Nachdem die Offenbacher Regatta im vergangenen Jahr wegen des Brückenumbaus noch ausgefallen war, machten die Organisatoren dieses Jahr mächtig Werbung mit der „Regatta ohne Brückenpfeiler“. Dazu später mehr. In den vergangenen Jahren gab es immer wieder Schwierigkeiten für die Schiedsrichter beim Steuern der Boote, die direkt auf den Brückenpfeiler zuhielten.

Bei bestem Wetter und durch intensives Training gut gerüstet sollte der Bugball der „Kannonenkugel“ (nein, nein kein Tippfehler, das Boot braucht wirklich vier n) im Masters-Doppelvierer als erster über die Ziellinie.

Vom Start weg kam der Doppelvierer gut ins Laufen, alle Boote lagen recht nah beisammen. Nach etwa 600 Metern, kurz vor der Brücke kam das entscheidende Signal von Ralf Burkhardt zum Endspurt. Es gab ja keinen Brückenpfeiler. Nahezu gleichzeitig das Signal vom Schiedsrichter „Speyer nach Steuerbord“, was Schlagmann Ingo Janz auch gleich umsetzte. Auf der Brücke hingegen zeigte sich Angelika Schwager, mit Foto bewaffnet, einigermaßen erstaunt, dass auf Bahn eins die Renngemeinschaft Mannheim/Heidelberg, eine Bahn zu weit auf Steuerbord, ins Bild kam. Das war doch die Speyerer Startbahn. Wenige Schläge nachdem der Schiedsrichter sein Kommando „Speyer nach Steuerbord“ gegeben hatte, rief er „Speyer Achtung Boje“. Ja, es gibt das Kommando „Ruder halt“ nicht nur bei einer Regatta, sondern sogar im Rennen! Prompt stoppten die Speyerer, nachdem Bugmann Harald Schwager „Ruder halt“ gerufen hatte. Nach Backbord ging es nicht, da ruderte das gegnerische Boot, nach Steuerbord ging es nicht, da legten Boote ab, weiter rudern ging auch nicht da lag die Boje. Klassisches „Abseits“ und kein Ausweg.

Das Ergebnis des Rennens ist schnell erzählt: Fast hätten unsere Ruderkameraden Thomas Dresel und Lutz Fiedler, sie waren mit Hersfeld und Offenbach unterwegs noch gewonnen. In 3:06,7 Minuten, eine schnelle Doppelviererzeit, lagen sie nur drei zehntel hinter den Siegern. Beim Ausrudern überquerte der RGS-Doppelvierer dann auch noch als Dritter die Ziellinie: 4:03 Minuten 

Was nutzt eine Regatta ohne Brückenpfeiler, wenn Bojen eine magische Anziehungskraft haben? Einig waren sich die vier Speyerer, dass auch mehr als 100 Jahre Regattaerfahrung im Boot nicht nutzen, um bei Regatten „nix Neues mehr zu erleben: „Ruder halt!“

Ingo:

Bis zur Boje und dann wieder am Getränkestand hat´s Spaß gemacht!

Deutsche Kleinbootmeisterschaften in Köln

Ausgabe 18/2016

von Harald Schwager

Alicia Bohn dringt ins Finale vor

Zur Deutschen Kleinbootmeisterschaft und der Leistungsüberprüfung der Junioren A waren Alicia Bohn, Julia Hoffmann und Elias Dreismickenbecker nach Köln gereist um sich über die 2000-Meter Distanz mit den stärksten Ruderinnen und Ruderern Deutschlands zu messen. Auf der Regattabahn in Köln-Fühlingen herrschten am ersten Tag bei Vor- und Zwischenläufen nicht die besten Ruderbedingungen. Zeitweise gab es stärkere Regenschauer und immer wieder waren Windböen zu verzeichnen. Am zweiten Regattatag verbesserte sich das Wetter deutlich, so schien bei den Finalläufen zwischenzeitlich sogar die Sonne.

Alicia Bohn stellte sich im Juniorinnen-Einer A der Leistungsüberprüfung unter den Augen der Bundestrainerin. Die Speyerin verschaffte sich mit einem Vorlaufsieg, sie gewann mit zwei Sekunden Vorsprung vor Hannah Reif, RK Wannsee, eine gute Ausgangsbasis für den Zwischenlauf. Hier wartete die Mitfavoritin auf einen Platz im A-Finale Leonie Menzel vom RC Germania Düsseldorf. Die beiden Ruderinnen dominierten den Lauf im Sechs-Boote-Feld und lagen bis zur 1500-Meter-Marke Boot an Boot. Auf den letzten 500-Metern musste Alicia Bohn etwas abreisen lassen, sicherte sich mit Platz zwei und einer Zeit von 8:15,60 Minuten dennoch den Einzug ins A-Finale. In einem sehr spannenden Rennen lagen lange Zeit alle Boote dicht beisammen, bis sich erst auf den letzten 500 Metern das Feld etwas auseinander zog. Erneut hieß die Siegerin Leonie Menzel aus Düsseldorf. Platz zwei ging an Sophie Leupold, Pirnaer RV, vor der Lübeckerin Paula Vosgerau. Alicia Bohn schaffte in 8:00,25 Minuten den sehr guten fünften Platz.

Im Frauen-A-Zweier-ohne Steuerfrau griff Julia Hoffmann in Renngemeinschaft mit ihrer Partnerin aus dem Vorjahr Karolina Farr, Mainzer RV, in die Riemen. Mit dem zweiten Platz im Vorlauf schaffte das Duo hinter der Renngemeinschaft Greifswalder RC/ORC Rostock klar den Direkteinzug ins Halbfinale. Hier wurde hart um den Einzug ins A-Finale gerungen und die ersten vier Boote lagen bis zur 1500-Meter-Marke nah beisammen, lediglich Hanau und Stuttgart/Ulm waren bereits zurückgefallen. Mit dem letztendlich vierten Platz fanden sich Hoffmann/Farr im B-Finale wieder und ruderten hier in einem engen Rennen auf den fünften Platz.

Gleich mit vierzig Konkurrenten musste sich Elias Dreismickenbecker im Leichtgewichts- Männer-Einer A auseinandersetzen. Der zweite Platz im Vorlauf hinter der RG Wiking Berlin bedeutete den Einzug in Viertelfinale, das der junge Speyerer als viertes Boot in 7:09,05 Minuten beendete. Im gesetzten Halbfinale wollte sich Elias Dreismickenbecker in jedem Fall fürs C-Finale qualifizieren, was mit Rang zwei auch gelang. Im C-Finale lag Elias Dreismickenbecker bis zur Streckenhälfte nah am führenden Boot, drehte dann noch einmal deutlich auf und sicherte sich auf den letzten 500-Metern in 7:11,80 Minuten den Sieg, vier Sekunden vor dem Stuttgarter Florian Roller, eine weitere Länge zurück lag Siegburg. Im Endspurt des vierten 2000-Meter-Rennens in zwei Tagen zeigte deutlich welche Leistungsreserven Elias Dreismickenbecker bereits aufgebaut hat.

Völlig abgekämpft aber zufrieden mit den Platzierungen konnten die drei Topathleten der Rudergesellschaft den Heimweg antreten.