Silbermedaille für Alicia Bohn

Ausgabe 37/2016

Von Harald Schwager

 

Silbermedaille für Alicia Bohn bei Europameisterschaft

In Trakai, Litauen, fanden die Europameisterschaften der Junioren im Rudern statt. Der Deutsche Ruderverband war mit voller Mannschaft angetreten und hatte alle Bootsklassen besetzt. Im Trikot mit dem Bundesadler und der Deutschlandfahne auf den Ruderblättern durfte auch Alicia Bohn ins Renngeschehen über die 2000-Meter-Strecke eingreifen. Nach ihrem Sieg bei den Deutschen Jugendmeisterschaften im Juniorinnen-A-Einer war Alicia Bohn sowohl für die Europa- als auch Weltmeisterschaften nominiert worden.

Im Juniorinnen-Einer hatten 20 Länder ihre Vertreterinnen am Start. Alicia Bohn trat im Vorlauf gegen Frankreich, Dänemark, Litauen und Georgien an. Mit einem deutlichen Start-Ziel-Sieg in 8:01,2 Minuten und einer Bootslänge vor Frankreich holte sie sich die direkte Qualifikation zum Halbfinale und sparte sich den Umweg über die Hoffnungsläufe. Das Halbfinale brachte einen weiteren Start-Ziel-Sieg mit einer Länge Vorsprung auf Italien und Kroatien. Nach 8:03,08 Minuten ertönte die Zielsirene.

Im Finale traten an Deutschland, Frankreich, Niederlande, Kroatien, Belgien und Italien. Auf den ersten 500 Metern setzte sich die Französin Margaux Bailleul in Szene und führte knapp vor der Belgierin Rachel Willaumez und Alicia Bohn. Bei Streckenhälfte hatte sich Alicia Bohn an die Spitze vorgearbeitet, gefolgt von der Niederländerin Karolien Florijn, die Französin fiel auf Platz drei zurück. Und es blieb eng. 500 Meter vor dem Ziel lag die Niederländerin eine knappe Sekunde vor Alicia Bohn, der Rest des Feldes lag über eine Länge zurück. Nach 2000 Metern hatte Alicia Bohn in 7:49,3 Minuten ihr schnellstes Rennen gerudert und die Silbermedaille in der Tasche. Gold ging an die Niederlande, Frankreich kam zu Bronze.

„Das ist die bislang beste Platzierung einer Speyerer Ruderin bei Europameisterschaften und das noch im Einer“, zeigten sich die mitgereisten Fans begeistert.

Jetzt geht der Blick nach vorn und die nächsten Trainingseinheiten werden geplant, denn Ende August stehen die Juniorenweltmeisterschaften an. Dort soll nach dem vierten Rang im Vorjahr in Rio de Janeiro in der zweiten Auflage möglichst eine Medaille folgen.

 

 

Offenbacher Ruderregatta

Ausgabe 36/2016

Von Harald Schwager

 

 

Zwei Siege bei 92. Offenbacher Ruder-Regatta geholt

 

Von der 92. Offenbacher Ruder-Regatta über die 1000-Meter-Strecke auf dem Main brachte unsere Masters-Truppe zwei Siege und einen zweiten Platz mit nach Hause zurück.

Im Masters-Frauen-Doppelzweier C machten Elke Müsel und Corinna Bachmann schnell alles klar und dominierten ihr Rennen. Nach 3:38,48 Minuten standen die beiden Ruderinnen als Sieger fest, zweites Boot wurde klar distanziert der RV Hellas Offenbach in 3:43,75 Minuten. Ganz eng ging es im Masters-Männer-Doppelzweier D für Peter Gärtner und Ralf Burkhardt zu. Insbesondere der Flörsheimer RV wehrte sich über die Gesamtdistanz. Am Ende behielten die Speyerer den Bugball vorn und siegten in 3:14,97 Minuten mit 39 hundertstel Sekunden Vorsprung denkbar knapp. Den harten Kampf der beiden führenden Boote belegt auch der Rückstand der nachfolgenden Doppelzweier. Offenbach lag zehn und Siegburg gar siebzehn Sekunden zurück. Im abschließenden Masters-Mixed-Doppelvierer machten die beiden Speyerer Sieger-Duos dann gemeinsame Sache. Wie schon im Masters-Männer-Doppelzweier boten auch die Mixed-Crews den Zuschauern ein spannendes Rennen. Leider mit dem kürzeren Ende für die RGS. Die Renngemeinschaft RC Möve Großauheim/Hanauer RG gewann knapp mit 40 hundertstel Sekunden Vorsprung auf das Quartett Bachmann, Burkhardt, Gärtner und Müsel. Auch hier lag der drittplatzierte RC Aschaffenburg mit mehr als einer Länge weit zurück.

„Schade, dass es im Doppelvierer nicht für den gemeinsamen Sieg gereicht hat, da mussten wir sicher den Doppelzweier-Rennen und dem langen Tag als Kirchboot-Regattahelfer und Fußball-Fans, es lief Deutschland – Italien, am Regattavortag Tribut zollen“, waren sich die vier Speyerer einig. „Dennoch sind wir sehr zufrieden, im letzten Jahr hatten wir noch eine Länge Rückstand auf den siegreichen Doppelvierer, dieses Mal waren es vier Zehntel, im nächsten Jahr gewinnen wir“, blickte Corinna Bachmann schon nach vorn.

Die 9. Speyerer Kirchbootregatta

 von Dr. Harald Schwager

Viel Spaß trotz Regen bei Kirchboot-Regatta 2016

Von 26 teilnehmenden Mannschaften, kamen die zeitschnellsten Acht aus zwei Läufen ins Viertelfinale: Männerlauftreff Berghausen, die Physiotherapie Richter, die Schdäddische, das Marienkrankenhaus Ludwigshafen (die Mannschaft ruderte im ersten Durchgang mit 52,99 sec. Streckenrekord), der Landesbetrieb für Mobilität, die Diakonissenanstalt, die Vorjahresgewinner vom Kanu-Club und die späteren Sieger des SWS Energieteams.

Das Marienkrankenhaus Ludwigshafen ruderte im ersten Durchgang mit 52,99 sec. Streckenrekord

Sieger beim Schülercup, einem Mix aus Ergometer-Zeitfahren und Kirchbootrennen wurden die Jungs vom Schwerd-Gymnasium, vor den Teams vom Niki, dem GaK und der IGS.

Die Pokalgewinner:

Das zeitschnellste Team unter den Newcomern waren die Handballer des TuS Heiligenstein, erstmals dabei auch der DAV – Sektion Speyer, die Haie aus der Hafenstrasse („Wir beißen nicht, wir fressen am Stück“) und die LUFA Speyer.

Das schnellste Mixed-Team, dazu noch umwerfend kostümiert („Buggel schrubb!“) waren die Physiotherapeuten der Praxis Matthias Richter.

Den Pokal für das originellste Outfit bekamen die Schnakenjäger vom Männerlauftreff Berghausen (mit weiblicher Schnook an Bord!).

Den Pokal für die reine Frauenmannschaft errangen mit perfekter Wasserarbeit und Bootsgefühl die Ladys der Sparkasse Vorderpfalz.

Gesamtsieger 2016 wurde das pfeilschnelle Energieteam der SWS, vor dem Vorjahressieger Kanu-Club Speyer.

Großartige Arbeit leisteten neben allen 60 ehrenamtlichen Helfern die Organisatoren Felix Gard, Moritz Durein und Tim Lauer, der als Betreuer von Alicia Bohn beim Trainingslager in Berlin per Telefon dabei war. Die Versorgung war bei Volker Holl und seinem Team in besten Händen.

 

Viele Bilder wird es im kommenden Ruderblatt geben